Akai Professional MPC XL: Standalone-Sampling auf neuem Niveau

12. Februar 2026

LYRA

Akai Professional MPC XL: Standalone-Sampling auf neuem Niveau

Mit dem MPC XL bringt Akai Professional eine Standalone-Sampling-Workstation ins Rampenlicht, die einen Workflow verspricht, der sowohl direkt als auch tiefgründig ist. Im offiziellen MPC Academy Video führt das Akai-Team durch den gesamten Sampling-Prozess – von der Verbindung analoger und digitaler Quellen bis hin zum Slicing und Stem-Separating für den Beatbau. Im Fokus steht, wie die Architektur des MPC XL kreatives Sampling unterstützt und Tools für Organisation, Stem-Mixing und schnellen Beatbau bietet – alles ohne den Rechner zu verlassen. Für Produzenten, die klassische Sampling-Philosophie mit modernen Workflow-Verbesserungen verbinden wollen, liefert diese Demonstration einen klaren Einblick in die Möglichkeiten des MPC XL.

MPC XL: Standalone-Sampling, neu gedacht

Der MPC XL wird als leistungsstarkes, eigenständiges Sampling-Instrument vorgestellt, das den kreativen Prozess sowohl intuitiv als auch effizient gestalten soll. Akai Professional positioniert das Gerät als zentrales Produktionswerkzeug, das den gesamten Sampling- und Beatmaking-Workflow ohne externe Abhängigkeiten abbildet.

Von Beginn an wird der MPC XL nicht nur als moderne Interpretation klassischer MPC-Workflows präsentiert, sondern als Werkzeug für heutige Produzenten, die Wert auf Direktheit und Flexibilität legen. Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, Audio direkt im Gerät zu erfassen, zu bearbeiten und zu manipulieren – zugänglich für Einsteiger wie erfahrene Beatmaker.

Also bleibt dran, lasst uns direkt einsteigen und Spaß haben.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Vielseitige Eingänge: Analog & USB-C im Verbund

Ein zentrales architektonisches Merkmal ist das flexible Eingangssystem des MPC XL, das sowohl klassische analoge Anschlüsse als auch modernes USB-C-Sampling unterstützt. Im Video wird das Anschließen eines Plattenspielers über Klinkenstecker demonstriert, aber auch darauf hingewiesen, dass beliebige Geräte mit kompatiblen Ausgängen – etwa Smartphones – eingebunden werden können.

Diese Dualität bei den Eingangsoptionen bedeutet, dass Produzenten mit minimalem Aufwand von Vinyl, digitalen Geräten oder anderen Quellen samplen können. Der Phono/Line-Schalter und der dedizierte USB-C-Eingang zeigen, dass Akai reale Studio- und DAWless-Setups im Blick hat und der MPC XL als Brücke zwischen analoger und digitaler Welt dienen kann.


Sampling in Aktion: Von Vinyl zu Stems

Doppeltippen und schon sind wir im Sampler.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Der Workflow beginnt mit dem Anschluss eines Plattenspielers und dem Anlegen einer Drum-Spur, die das gesampelte Audio empfängt. Der Moderator führt durch das Armieren der Spur, Namenskonventionen und den Einstieg ins Sampling-Fenster – und zeigt, wie schnell man von der Einrichtung zum Sound kommt.

Nach der Aufnahme eines Samples liegt der Fokus auf dem Editieren: Das Audio wird auf eine 16-Beat-Schleife getrimmt, Pad-basierte Steuerung sorgt für präzise Auswahl. Die Bedeutung des Eingangspegels wird betont – idealerweise zwischen -9 und -3 dB, um Verzerrungen zu vermeiden.

Ein herausragendes Feature ist das Stem-Separation-Tool. Enthält das gesampelte Vinyl unerwünschte Drums, ermöglicht die Stem-Separation im MPC XL, einzelne Elemente – wie Drums oder Vocals – direkt im Gerät zu isolieren und zu entfernen. Der Prozess wird Schritt für Schritt gezeigt und endet mit der Zuweisung der separierten Stems auf einzelne Pads für die weitere Bearbeitung.

Organisieren, Mischen, Choppen: Workflow-Optimierungen

Die Workflow-Verbesserungen des MPC XL werden deutlich, als das Video die Organisation von Samples, das Mischen von Stems und das Choppen von Audio behandelt. Nach der Stem-Separation können Nutzer einzelne Layer – Vocals, Bass, Drums und andere – mischen, Pegel anpassen oder Elemente stummschalten. Die Bedienung erfolgt wahlweise über Touchscreen oder Encoder und unterstützt verschiedene Vorlieben.

Ist der Mix zufriedenstellend, werden die Stems zu einer neuen Audiodatei konsolidiert, die direkt gechoppt werden kann. Manuelle und regionsbasierte Chop-Modi erlauben präzises oder automatisches Slicing, wobei die Slices Pads zugewiesen und in spielbare Tracks umgewandelt werden. Diese Tools verkürzen den Weg vom Rohsample zum beatbereiten Material, minimieren Menütiefe und maximieren den kreativen Zugriff.

Das wirklich Coole an der Stem-Separation im MPC ist, dass man entweder einen bestimmten Stem entfernen oder einfach nur leiser machen kann.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

All-in-One-Sampling: Kreative Freiheit für alle

Man merkt, wie schnell alles läuft, sobald man den Sampling-Flow auf dem MPC verstanden hat.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Das Video schließt mit der Betonung des All-in-One-Ansatzes des MPC XL: Jeder Schritt – vom Sampling und Editieren über das Choppen bis hin zum Arrangieren – kann komplett im Gerät erledigt werden. Dieser eigenständige Workflow wird als unterhaltsam und süchtig machend präsentiert und lädt dazu ein, ohne technische Barrieren zu experimentieren und zu iterieren.

Ob von Vinyl oder Smartphone gesampelt wird – die Architektur des MPC XL unterstützt einen schnellen, explorativen Prozess. Akai Professionals Demonstration macht klar, dass das Gerät Produzenten aller Erfahrungsstufen entgegenkommt, mit tiefgehenden Tools ohne Überforderung. Das Ergebnis ist eine Sampling-Umgebung, die Kreativität fördert und zum Ausprobieren einlädt.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/akai-professionals-mpc-xl-sampling-powerhouse-in-standalone-form/
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