ALM / Busy Circuits meldet sich mit einem weiteren akribischen Deep Dive zurück – diesmal steht die Breakbeat-Kompetenz des Squid Salmple im Fokus. In dieser vierten Folge demonstriert das ALM TV-Team, wie sich der 8-Kanal-Eurorack-Sampler für BPM-Sync, Slicing und Time-Stretching klassischer Breaks – man denke an Amen und Think – einsetzen lässt, ohne aus dem Takt zu geraten. Mit dem neuen Firmware-Feature, dem Pitch Parameter, wird der Squid Salmple als modulares Arbeitstier für kreative Sample-Manipulation präsentiert, wie immer im typisch praxisnahen, patch-orientierten Stil von ALM. Wer seinem Rack eine Prise Jungle, DnB oder Lofi verleihen möchte, sollte diese Folge als Modular-Fan nicht verpassen.

1. März 2025
MILES
ALM TV zerlegt den Squid Salmple: Sync, Slice & Stretch im Eurorack
Squid Salmple: Modularer Sampling-Spielplatz
Der Squid Salmple wird als 8-Kanal-Eurorack-Sampleplayer und -Recorder vorgestellt, der speziell für modulare Sampling-Aufgaben entwickelt wurde. ALM TV betont die Weiterentwicklung des Moduls durch Firmware-Updates, die das kreative Potenzial stetig erweitern. Im Fokus steht die Bearbeitung von Breakbeats, wobei der Squid als flexibles Werkzeug für alle präsentiert wird, die Loops und Samples im Modular-Kontext verbiegen möchten.
Von Anfang an wird klar: Der Squid Salmple ist mehr als nur ein Abspielgerät – hier geht es um unmittelbare Kontrolle und tiefe Integration mit anderen Modulen. Das Video verspricht Einblicke in BPM-Sync, Slicing und den neuen Pitch Parameter, die neue Wege für rhythmische und klangliche Experimente eröffnen. Wer Sampling gern mit einer Prise Steuerspannung würzt, findet hier ein Modul, das Neugier und Patchkabel-Überfluss belohnt.
BPM-Sync: Breaks im Modular-Raster verankern
Die erste Demo taucht direkt ins BPM-Syncing ein – eine Schlüsseltechnik für Breakbeats im Modularsystem. Durch das Laden eines ein-taktigen Amen Breaks auf Kanal 3 zeigt ALM TV, wie die Anpassung des Speed-Parameters sowohl die Wiedergabegeschwindigkeit als auch die Tonhöhe beeinflusst – klassisches Sampler-Verhalten. Mit dem neuen Pitch Parameter des Squid lässt sich die Tonhöhe jedoch unabhängig vom Tempo verschieben, was an fortgeschrittene Sample-Engines erinnert.
Das Syncen ist unkompliziert: Hält man die Function-Taste beim Anpassen der Geschwindigkeit, erscheint ein BPM-Indikator, mit dem sich die Loop exakt auf Tempo bringen lässt. Im Video wird demonstriert, wie der Squid Salmple problemlos von Pamela’s Pro Workout getaktet werden kann – für saubere rhythmische Abstimmung. Das Layern weiterer One-Shots ist dann ein Kinderspiel, und der Pitch Parameter kann genutzt werden, um den Charakter des Breaks zu verändern, ohne das Timing zu zerstören. Der Workflow ist schnell, haptisch und für Live-Tweaks gemacht.

"Hält man Function beim Anpassen der Geschwindigkeit, erscheint ein kleiner BPM-Indikator auf dem Bildschirm, mit dem wir ein bestimmtes BPM für die Loop festlegen können."
("By holding function while adjusting the speed setting, a small BPM indicator will appear on the screen, allowing us to determine a specific BPM for the loop.")© Screenshot/Zitat: Busycircuits (YouTube)
Pitch Parameter: Geschwindigkeit und Klang entkoppeln

"Der neue Pitch Parameter erlaubt es, die Tonhöhe des Samples unabhängig von der Geschwindigkeit einzustellen – für Time Stretching, spannende Pitch-Shifting-Effekte und mehr."
("The new Pitch Parameter allows sample pitch to be set independently of speed for time stretching, exciting pitch shifting effects and more.")© Screenshot/Zitat: Busycircuits (YouTube)
Ein Highlight der aktuellen Firmware ist der Pitch Parameter, der Tonhöhe und Wiedergabegeschwindigkeit voneinander entkoppelt. Damit wird der Squid Salmple vom einfachen Sampleplayer zum kreativen Werkzeug. Nutzer können jetzt die Tonhöhe eines geloopten Breaks nach oben oder unten verschieben, während das Tempo stabil bleibt – von subtilen Tuning-Anpassungen bis zu wilden Formant-Verschiebungen.
ALM TV demonstriert die Nützlichkeit dieser Funktion sowohl als einfachen Pitch-Shifter als auch für extreme klangliche Veränderungen. In Kombination mit Filtern oder im Layer mit anderen Samples wird der Pitch Parameter zum mächtigen Werkzeug für einzigartige Texturen. Das Video unterstreicht, wie musikalisch sich diese Funktion einsetzen lässt – ob zum Andicken eines Tracks oder für klangliche Ausflüge ins Unbekannte.
Slicing & Sequencing: Granulare Break-Kontrolle
Im nächsten Abschnitt geht es um Slicing und Sequencing, was eine granulare Kontrolle über Break-Samples ermöglicht. Über die Qsets-Seite kann der Squid Salmple ein Sample schnell in mehrere Segmente unterteilen – im Demo sind es 16 Slices –, die jeweils unabhängig getriggert und sequenziert werden können. Damit sind komplexe Beat-Arrangements und Step-basierte Sequenzen möglich.
Der Workflow bleibt flexibel: Slices (Qsets) können in Reihenfolge, zufällig oder per CV über Expander wie den Axon 2 abgespielt werden. Das Video zeigt, wie externe Sequencer oder LFOs die Slice-Auswahl modulieren können, was zu sich ständig verändernden, nicht-repetitiven Breaks führt. Da Start- und Endpunkte jedes Slices individuell einstellbar sind, ist man nicht an starre Teilungen gebunden – kreatives Sample-Mangling und Live-Improvisation werden gefördert.

"Drücken wir Split viermal, wird unser Sample schnell in 16 gleich große Qsets unterteilt, die gleichmäßig über das Sample verteilt sind."
("Let's press Split 4 times to quickly subdivide our sample into 16 equal sized Qsets spaced evenly across the sample.")© Screenshot/Zitat: Busycircuits (YouTube)
Time Stretching: Halbe Geschwindigkeit und mehr

"Mit dem Axon-Knopf können wir den Break jetzt ganz einfach auf halbe Geschwindigkeit bringen, ohne die Tonhöhe zu verändern – ein klassischer Time-Stretch-Break-Effekt."
("We can now use the Axon knob to easily shift the break into half speed without altering its pitch, producing a classic time stretch break effect.")© Screenshot/Zitat: Busycircuits (YouTube)
Im letzten Patch steht das Time Stretching im Mittelpunkt – ein Klassiker unter den Sampler-Tricks, jetzt modularfreundlich umgesetzt. Durch das gleichzeitige Manipulieren von Speed- und Pitch-Parameter – oft per CV – kann der Squid Salmple einen Break auf halbe Geschwindigkeit bringen, ohne die Originaltonhöhe zu verlieren. Das gelingt durch gezielte Offset- und Attenuation-Einstellungen, wodurch fließende oder abrupte Übergänge zwischen Normal- und Stretch-Wiedergabe möglich werden.
ALM TV zeigt, wie Gates und Wahrscheinlichkeiten genutzt werden können, um zwischen den Wiedergabezuständen zu springen – ideal, um Abwechslung in ein Live-Set oder eine Sequenz zu bringen. Das Ergebnis ist ein überzeugender Time-Stretch-Effekt, der an Vintage-Sampler erinnert, aber mit der Direktheit und Steuerspannung, die Modular-Fans lieben. Zum Abschluss wird empfohlen, die Firmware zu aktualisieren und selbst mit diesen Techniken zu experimentieren – der Squid hat das Zeug zum Herzstück kreativer Sample-Manipulation im Eurorack.
Zum YouTube Video:
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