Arturia AudioFuse 16Rig 2.0: Immersives Monitoring neu gedacht

24. Januar 2025

LYRA

Arturia AudioFuse 16Rig 2.0: Immersives Monitoring neu gedacht

Das neueste Firmware-Update für das AudioFuse 16Rig von Arturia ist weit mehr als eine kleine Überarbeitung – es ist ein mutiger Schritt in die Welt des immersiven Monitorings. Mit Version 2.0 bringt Arturia Surround- und Spatial-Audio-Workflows mit bis zu 16 Lautsprechern, ausgefeiltem Bassmanagement und flexibler Signalführung direkt ins Interface – ganz ohne teure Zusatzhardware. Im offiziellen Arturia-Video werden die neuen Funktionen vorgestellt und gezeigt, wie das Update sowohl die Hardware als auch die AudioFuse Control Center Software transformiert. Für Produzenten und Engineers, die mit Dolby Atmos, Apple Spatial Audio oder anderen Multi-Speaker-Setups arbeiten, könnte dieses Update ein echter Gamechanger sein. Wir analysieren, was neu ist und wie es sich in moderne Studio-Architekturen einfügt.

Immersives Monitoring: Der neue Standard

Das AudioFuse 16Rig Update 2.0 von Arturia dreht sich ganz um immersives Audio – gemeint sind Formate wie Dolby Atmos, Apple Spatial Audio, Sony 360 und mehr. Das Update bringt ein Monitoring-System der nächsten Generation direkt ins Interface und macht teure externe Controller oder Monitor-Management-Systeme überflüssig. Das ist ein echter architektonischer Wandel, denn immersive Formate waren bislang meist nur mit kostspieligen Lösungen möglich und für viele Studios unerreichbar.

Mit diesem Firmware-Release haben die Arturia-Ingenieure ein vollwertiges, immersives Monitor-Management-System in das 16Rig integriert – und das als kostenloses Update. Im Video wird betont, dass es sich nicht nur um ein kosmetisches Upgrade handelt: Nutzer erhalten ein komplettes System für bis zu 16 Lautsprecher und machen das 16Rig zum Herzstück moderner Surround- oder Spatial-Audio-Workflows. Das Update wird als echter Gamechanger für alle positioniert, die ihre Monitoring-Möglichkeiten erweitern wollen, ohne gleich die gesamte Hardware auszutauschen.

Update 2.0 kommt mit einem neuen Hauptfeature – Next-Generation Immersive Monitoring.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

16 Lautsprecher, Bassmanagement und Zeitabgleich: Die Architektur im Detail

Sie erhalten ein komplettes Monitor-Management-System für bis zu 16 Lautsprecher.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Ein zentrales Highlight ist die Unterstützung von bis zu 16 Lautsprechern – von klassischem 5.1 bis hin zu ambitionierten 9.1.6-Setups. Das immersive Monitoring nutzt alle analogen und ADAT-Ausgänge und erlaubt so flexible Kombinationen für unterschiedlichste Studiokonfigurationen. Jeder Lautsprecher wird über eigene Channel-Strips im AudioFuse Control Center verwaltet, wo sich Lautsprechertyp, physikalischer Ausgang und Audioquelle aus DAW oder Betriebssystem zuweisen lassen.

Für das Level-Matching gibt es pro Lautsprecher einen Trim-Regler mit ±6 dB in 0,1-dB-Schritten – essenziell für präzises Imaging in immersiven Setups. Auch der Zeitabgleich ist detailliert gelöst: Bis zu 20 ms Delay pro Kanal, mit einer feinen Auflösung von 0,01 ms. Die Werte können wahlweise in Millisekunden oder Metern eingegeben werden – praktisch für verschiedene Arbeitsweisen.

Das Bassmanagement ist umfassend: Für jeden Lautsprecher lassen sich Crossover individuell setzen, Bassmanagement kann umgangen oder mit 12 dB oder 24 dB/Oktave aktiviert werden, und die Übergangsfrequenz ist frei wählbar. Sogar der Monitor-Button an der Front kann zum Umschalten des Bassmanagements genutzt werden – ein durchdachtes Detail für den schnellen Workflow. Das LFE-Management bietet einen +10 dB Boost und eigene Filterung, sodass Musik- wie Filmproduktionen gleichermaßen profitieren.

Flexible Signalführung für immersive Formate

Das Routing im 2.0-Update ist auf maximale Flexibilität ausgelegt. Im Video wird gezeigt, wie Nutzer eigene Setups für Formate wie Dolby Atmos erstellen, Lautsprechertypen zuweisen und diese einfach auf physikalische Ausgänge mappen können. Die Steuerung erfolgt visuell im Control Center, wobei jeder Channel-Strip einem Lautsprecher im Raum entspricht.

Die Audioquellen für jeden Lautsprecher werden aus der DAW oder Rendering-Software zugewiesen, wodurch sich das System an jede Produktionsumgebung anpassen lässt. Der Workflow bleibt schlank: Sind die Routen einmal gesetzt, lassen sich Stereo- und Immersive-Setups als Presets speichern und schnell abrufen. Sicherheitsfeatures wie automatisches Stummschalten beim Wechseln von Presets oder beim Aktivieren des immersiven Monitorings verhindern unangenehme Signalüberraschungen – ein wichtiges Detail für den Studioalltag.


Quality-of-Life-Verbesserungen: Control Center wird smarter

Neben den großen Neuerungen bringt Update 2.0 zahlreiche Verbesserungen für die Bedienung des AudioFuse Control Centers. Die Benutzeroberfläche verfügt jetzt über ein eigenes Icon für immersives Monitoring, das direkten Zugriff auf alle neuen Funktionen bietet. Globale Steuerungen wie Master-Volume, Bassmanagement und LFE sind oben gruppiert, während die einzelnen Channel-Strips darunter für detaillierte Einstellungen sorgen.

Weitere Verbesserungen sind Multi-Channel-VU-Meter, individuelle Mute- und Solo-Buttons für Lautsprechergruppen und ein Referenzlevel-Reset für schnelles Kalibrieren. Die AV-Sync-Funktion bringt bis zu 20 ms globales Delay für die Synchronisation von Audio und Video – essenziell für Postproduktion. Das Interface merkt sich die zuletzt verwendeten Einstellungen, wodurch der Wechsel zwischen Musik- und Videoprojekten beschleunigt wird. All diese Details machen die Softwareumgebung des 16Rig intuitiver und praxistauglicher.

Wir haben eine AV-Lip-Sync-Verzögerung mit bis zu 20 ms Delay integriert.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Für moderne Audio-Profis gemacht

Arturias Update richtet sich klar an Audio-Profis, die Flexibilität und Präzision in ihrem Monitoring erwarten. Durch die Integration von immersivem Monitoring, fortschrittlichem Routing und optimierter Bedienung in einem einzigen Firmware-Update wird das AudioFuse 16Rig zum überzeugenden Zentrum für Studios, die in Musik- und Videoproduktion gleichermaßen zuhause sind. Das Video fokussiert sich auf die neuen Features und Workflow-Verbesserungen – klar ist aber: Dieses Update will Nutzern helfen, in komplexen Multi-Speaker-Setups bestmögliche Klangqualität zu erreichen.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/arturias-audiofuse-16rig-2-0-immersive-monitoring-reimagined/
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