Pigments 6 markiert einen mutigen Schritt nach vorn für Arturias Flaggschiff-Software-Synthesizer und bringt eine neue modale Engine, erweiterte Filter und Workflow-Optimierungen für Sounddesigner und Produzenten, die tiefe, ausdrucksstarke Kontrolle suchen. In diesem offiziellen Walkthrough zeigt Lena von Arturia, wie die neue Physical-Modeling-Engine, der fortschrittliche Vocoder und die Granular-Updates frische Klangwelten eröffnen. Mit Fokus auf Modulation, intuitive GUI-Verbesserungen und performance-orientierte Features positioniert sich Pigments 6 als Kraftpaket für hybride und digital-zentrierte Workflows. Wir beleuchten, was wirklich neu ist, wie diese Features architektonisch umgesetzt sind und wo das Update noch Raum für eigene Entdeckungen lässt.

29. Januar 2025
LYRA
Arturia Pigments 6: Modale Synthese, Workflow-Upgrades und eine neue Ära des digitalen Sounddesigns
Pigments 6: Das digitale Flaggschiff entwickelt sich weiter
Arturia positioniert Pigments 6 als seinen Flaggschiff-Software-Synthesizer und betont Vielseitigkeit und Innovation in der Klangerzeugung. Die Architektur des Instruments basiert auf mehreren Synthese-Engines, einer robusten Modulationsmatrix und einer Suite kreativer Effekte, ergänzt durch einen Sequencer für zukunftsorientierte Workflows. Diese Kombination soll sowohl Anwendern, die sofort einsatzbereite Presets suchen, als auch Sounddesignern, die tief in eigene Klangwelten eintauchen wollen, gerecht werden.
Das Video startet mit einer Tour durch die neue Factory-Preset-Bank, die das erweiterte Klangspektrum von Pigments 6 demonstriert. Während die Präsentation die Bandbreite der möglichen Sounds hervorhebt, wird klar, dass Arturia eine Plattform bieten will, die gleichermaßen für schnelle Inspiration wie für ausgefeilte Patch-Konstruktionen geeignet ist. Der Präsentationsstil ist typisch Arturia: direkt, visuell klar und auf praxisnahe Ergebnisse fokussiert.
Modale Engine: Physical Modeling im Zentrum
Das Highlight von Pigments 6 ist die modale Engine, ein Physical-Modeling-Synthese-Modul, das das Verhalten realer Objekte simuliert. Diese Engine nutzt zwei unabhängige Exciter – Collision und Friction – die jeweils mehrere Modi bieten, darunter Sample-basiert, Echtzeit-Synthese, Granular und externes Audio. Der Collision-Exciter bringt perkussive Energie ein, während der Friction-Exciter für anhaltende, sich entwickelnde Texturen sorgt.
Im Zentrum der modalen Engine steht der Resonator-Bereich, der mit Bänken resonierender Bandpassfilter das Verhalten von Saiten und Balken nachbildet. Parameter wie Decay, Brillanz, harmonisches Morphen, Stereobreite und Bass-Level erlauben eine nuancierte Gestaltung von Klangfarbe und Ansprache. Das Video zeigt, wie diese Parameter zusammenspielen und hebt die organischen, reaktiven Qualitäten hervor, die Physical Modeling in die digitale Synthese bringt. Arturias Ansatz ist hier flexibel und zugänglich, mit einer Benutzeroberfläche, die komplexe Synthese für viele Anwender greifbar macht.

"It is based on physical modeling synthesis which simulates physical objects with an emphasis on natural behaviors and organic response."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Filter, Vocoder und Granular: Das kreative Arsenal wächst

"What makes it unique is its ability to stack between one and five filters on the same cutoff point using the peak control and spread them across the frequency spectrum using the spread control."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
Pigments 6 bringt eine Reihe neuer und verbesserter Features, die die Sounddesign-Möglichkeiten erweitern. Der Classic-Filter erhält ein bedeutendes Update mit Drive-Regler für mehr harmonische Fülle und einen Analog-Modus, der Resonanz ohne Lautstärkeverlust ermöglicht. Der neue Cluster-Filter stapelt bis zu fünf Filter gleichzeitig, während der Lo-Fi-Filter gleichmäßige Klangdegradation über polyphone Stimmen hinweg liefert, inklusive Keytracking und Jitter für zusätzlichen Charakter.
Ein weiteres Highlight ist der neue Vocoder im FX-Bereich, der Crossmodulation zwischen internen Engines, Filtern, Effekten und externem Audio ermöglicht. Der Vocoder bietet drei Modi und zahlreiche Einstellmöglichkeiten für robotische Klangfarben. Die Granular-Engine erhält ein Scan-Feature, das Time-Stretch- und Sample-Playback-Effekte erlaubt und Pigments’ Palette für experimentelle und moderne Produktionen erweitert. Die Demonstrationen im Video zeigen, dass diese Tools sowohl für subtile Veredelung als auch radikale Transformation gedacht sind.
Workflow und Modulation: Fließender, smarter, tiefer
Arturia hat in Workflow-Verbesserungen investiert, die Modulation und Navigation in Pigments 6 vereinfachen. Das überarbeitete GUI bietet klareres visuelles Feedback und einen intuitiveren Zugriff auf wichtige Parameter. Besonders die Sidechain-Modulation ist jetzt leichter einzurichten – Nutzer können die Modulationsmenge selbst modulieren, indem sie einfach einen zweiten Modulator auf einen Modulationsslot ziehen. So entstehen komplexe, sich entwickelnde Klangbewegungen mit minimalem Menüaufwand.
Diese Verbesserungen sind nicht nur kosmetisch, sondern wirken sich direkt darauf aus, wie schnell und kreativ Anwender mit Modulationsroutings experimentieren können. Das Video zeigt Szenarien, in denen LFOs gegenseitig ihren Einfluss auf den Filter-Cutoff modulieren – ein Hinweis auf das Potenzial für vielschichtige, dynamische Bewegungen. Für Nutzer, die Wert auf direkten Zugriff und schnelle Iteration legen, sind diese Workflow-Optimierungen ein echtes Plus.
Modulatoren: Neue Stimmen für expressives Sounddesign
Pigments 6 führt mehrere neue Modulatoren ein, die neue Wege für expressives Sounddesign eröffnen. Der Envelope Follower, jetzt im Combinate-Container, ermöglicht es, Parameter durch interne oder externe Audiosignale zu modulieren – dynamische, audio-reaktive Patches werden so leichter zugänglich. Der neue Voice-Modulator bringt pro Note Variation mit bis zu acht unterschiedlichen Werten, die randomisiert oder einzeln editiert werden können – eine Reminiszenz an die organischen Imperfektionen klassischer Synths.
Weitere Verbesserungen umfassen ein erweitertes Random-Modul mit Ditter-, Distance- und Smooth-Reglern sowie überarbeitete Funktionsgeneratoren mit verbesserten Play-Modes, Grids, Tracern und visueller Preset-Auswahl. Diese Ergänzungen laden dazu ein, über konventionelle Modulation hinauszugehen und fördern eine experimentierfreudige Herangehensweise. Das Video unterstreicht, wie diese Tools jedem Patch Leben und Unvorhersehbarkeit einhauchen können – egal ob im Studio oder auf der Bühne.

"This creates variations between voices, giving each note its own distinct character, similar to vintage synthesizers."
© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)
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