Arturia Synthx V: Dual-Layer-Synthese neu gedacht für moderne Workflows

10. Oktober 2024

LYRA

Arturia Synthx V: Dual-Layer-Synthese neu gedacht für moderne Workflows

Arturias Synthx V ist eine kühne Software-Hommage an den legendären Elka Synthex und vereint den Vintage-Charakter analoger Klangerzeugung mit einer Fülle moderner digitaler Features. Im offiziellen Walkthrough führt Matt Paull durch die Dual-Layer-Architektur, die Modulationsmatrix, den Multi-Arpeggiator und die Effektsektion und zeigt, wie Synthx V sowohl für klassische 80er-Jahre-Sounds als auch für zeitgenössisches Sounddesign konzipiert ist. Wie von Arturia gewohnt, steht der Workflow im Mittelpunkt: Von der intuitiven Layer-Verwaltung bis hin zu fortschrittlichen Makro-Steuerungen will dieses Instrument ebenso spielbar wie programmierbar sein. Egal ob Italo-Disco-Nostalgie oder neue Klanglandschaften – dieses Video bietet einen detaillierten Einblick, warum Synthx V eine spannende Ergänzung für jedes hybride Setup ist.

Ein moderner Klassiker: Synthx V zwischen Tradition und Innovation

Synthx V versteht sich als leistungsstarke Software-Emulation des ikonischen Elka Synthex, eines polyphonen Synthesizers, der den Sound der 1980er maßgeblich geprägt hat. Arturia verfolgt das Ziel, den hybriden Digital-Analog-Charme des Originals einzufangen und gleichzeitig mit modernen Features zu erweitern, die neue kreative Möglichkeiten eröffnen. Das Video macht deutlich: Hier geht es nicht nur um Nostalgie – Synthx V richtet sich an Retro-Fans ebenso wie an Produzenten, die neue Klangwelten erschließen wollen, und bietet ein Toolkit, das für klassische Sounds ebenso geeignet ist wie für innovative Klangexperimente.


Dual-Layer-Architektur: Zwei Synths, grenzenlose Möglichkeiten

Im Zentrum von Synthx V steht das Dual-Layer-Design, das den Nutzern im Grunde zwei unabhängige Synthesizer zum Kombinieren, Stapeln oder Splitten bietet. Jede Ebene – farblich klar voneinander abgesetzt – verfügt über eigene Oszillatoren, Filter, Hüllkurven, LFO, Chorus und Panorama-Regler, die alle direkt im oberen Panel erreichbar sind. Diese Trennung ermöglicht komplexe Stereo-Bilder, kontrastierende Klangfarben oder einfach massive Sounds, wobei die Layer unabhängig oder verlinkt bearbeitet werden können.

Im mittleren Bereich der Oberfläche befinden sich die gemeinsamen Master-Funktionen wie der Master-LFO und die Layer-Kontrolle, die beide Layer gleichzeitig steuern. Diese architektonische Entscheidung vereinfacht das Erstellen komplexer, sich entwickelnder Sounds, ohne dass man sich in Menüs verliert. Die Möglichkeit, Layer zu kopieren, zu solieren oder zu verlinken, sorgt für zusätzliche Flexibilität und lädt zum Experimentieren mit Sounddesign-Strategien ein, die bei Einzelschicht-Synths schnell umständlich werden.

It's a dual layer synth meaning essentially you have two independent synths to blend and manipulate.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Oszillatoren, Modulation, Multi-Arps & Effekte: Das kreative Herzstück

But like everything on the SynthX, SynthXV takes it further.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Die Oszillatoren von Synthx V liefern klassische Wellenformen – Dreieck, Sägezahn, Rechteck und Puls – und bieten moderne Erweiterungen wie Pulsbreiten-Crossmodulation, Ringmodulation und Hard Sync, jeweils pro Layer. Besonders die Crossmodulation ermöglicht es, die Pulsbreite eines Oszillators durch den anderen zu modulieren und so dynamische Klangverläufe zu erzeugen, die weit über die Möglichkeiten der Originalhardware hinausgehen. Mit Unison pro Layer und einstellbarem Detune lassen sich sowohl breite Flächen als auch durchsetzungsstarke Bässe realisieren.

Auch die Filtersektion ist flexibel: Sie bietet Multimode-Optionen (Tiefpass, Hochpass, Bandpass, Notch) und emuliert neben dem ursprünglichen Tiefpass auch den 12 dB/Oktave-Modus des Curtis-Chips. Für jedes Layer gibt es eigene Hüllkurven für Filter und Amp mit Anschlagdynamik für ausdrucksstarkes Spiel. Der Chorus, ein Markenzeichen des Synthex-Sounds, wurde originalgetreu nachgebildet und reicht von subtiler Breite bis zu opulenten Ensemble-Klängen. Panorama- und Stereo-Spread-Regler erweitern die räumlichen Möglichkeiten, besonders beim Layern oder Arpeggieren.

Im Performance-Bereich glänzt der Multi-Arpeggiator: Bis zu vier unabhängige Arps lassen sich stapeln und jeweils einem Layer oder beiden zuweisen. Das Advanced-Panel bietet eine leistungsfähige Effektsektion mit vier Slots und 17 Effekt-Typen, die per Drag-and-Drop beliebig angeordnet werden können. Die Modulation wird durch drei zusätzliche Modulatoren (ADSR, Funktionsgenerator, Random oder Sequencer) ergänzt, die sich per Drag & Drop nahezu jedem Parameter zuweisen lassen – perfekte Voraussetzungen für komplexe, lebendige Klangverläufe.

Workflow, Makros & Performance: Für den modernen Musiker gebaut

Das fortschrittliche Modulationssystem von Synthx V ist auf kreative Workflows ausgelegt. Die Keyboard-Sektion unterstützt Velocity, Aftertouch und polyphone Expression, sodass sich Klangparameter nuanciert und spielerisch steuern lassen – vorausgesetzt, der eigene MIDI-Controller bietet diese Funktionen. Gerade für Live-Performance und detailreiche Studioarbeit ist diese Ausdrucksstärke ein echtes Plus.

Makros sind ein weiteres Highlight: Mehrere Parameter lassen sich auf einen einzigen Makro-Regler legen, sodass mit einer Bewegung weitreichende Veränderungen möglich sind. Die Oberfläche erlaubt eine einfache Zuweisung und Feinabstimmung der Makros und unterstützt sowohl spontane Eingriffe als auch sorgfältig programmierte Übergänge. Arturias Fokus auf benutzerfreundliches Routing und praxisnahe Performance-Tools zieht sich durch das gesamte Konzept und macht Synthx V zu einer flexiblen Lösung für DAW-basierte wie DAW-lose Setups.

Macros give you the power to control multiple parameters at once with a single knob.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Von Vintage-Vibes zu neuen Klangwelten: Für wen ist Synthx V gemacht?

Synthx V ist ein vielseitiges Instrument, das sich sowohl für authentische 80er-Sounds als auch für experimentelle Klangreisen eignet. Die Kombination aus Dual-Layer-Synthese, tiefer Modulation und modernen Workflow-Tools spricht sowohl Retro-Synth-Fans als auch zeitgenössische Produzenten an, die ein flexibles und ausdrucksstarkes Software-Instrument suchen.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/arturia-synthx-v-dual-layer-synthesis-reimagined-for-modern-workflows/
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