AudioPilz steigt wieder in den Bad Gear-Ring, diesmal mit Arturias Pigments – dem angeblichen Messias der Softsynths. Ist das wirklich das Plugin, das uns endlich unsere ramponierten Analogkisten vergessen lässt, oder doch nur ein weiterer überhypter Digital-Liebling? Erwartet scharfen Witz, Meme-Feuerwerk und eine gesunde Portion Skepsis, während Florian Pilz das Marketing-Blabla zerlegt und Pigments auf Herz und Nieren prüft. Wer genug hat von Synth-Reviews, die wie Werbetexte klingen, bekommt hier mehr Biss als ein fragwürdiger Döner um 3 Uhr morgens.

10. Januar 2026
JET
AudioPilz vs. Arturia Pigments: Der letzte Synth oder nur ein weiteres Plugin-Poshboy?
Pigments: Messias oder Marketing-Mirage?
AudioPilz legt gewohnt respektlos los und fragt sich, ob Arturias Pigments wirklich die Erlösung für Synth-Nerds ist oder nur ein weiteres überpoliertes Plugin mit schicker Oberfläche. Das Video macht sich direkt über den Hype lustig und zieht die Behauptung durch den Kakao, Pigments sei das erste Plugin, das besser klingt als Top-Hardware – ungefähr so glaubwürdig wie eine Jukebox im Pub, die nur Chart-Hits spielt.
Für Hardware-Puristen fühlt sich die Plugin-Welt oft wie ein Paralleluniversum an, in dem Innovation mehr Farben und Menüs bedeutet. Pigments, mit seiner gnadenlosen Optimierung und farbcodierten Oberfläche, wird als Paradebeispiel für diesen Trend dargestellt. Doch AudioPilz kauft den Hype nicht einfach ab und bereitet die Bühne für eine echte Abrechnung statt einer Liebeserklärung.

"this seemingly omnipotent software instrument is widely regarded as the real deal, the sound of the 2020s and the first plugin to actually sound better than top-of-the-line hardware."
© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Feature-Overkill: Dual Engines und Modulations-Wahnsinn

"I appreciate the reliably high-end tabra throughout all algorithms, speaking of which this mix of mostly pristine sounding tones will be put through a dual filter section, which lets you arrange classic digital and analog varieties."
© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Pigments kommt mit zwei Synthese-Engines daher und deckt alles ab – von virtuell-analog und FM über Wavetables bis hin zu einem Physical-Modeling-Modus namens ‚modal‘. Dazu gibt’s additive Harmonie-Stacks und einen Utility-Oszillator für die Extraportion Würze, wobei AudioPilz einen Seitenhieb auf die angebliche Vielseitigkeit der Oszillator-Sektion nicht lassen kann – angeblich würden Hardware- oder VST-Puristen das zum Frühstück verspeisen.
Bei der Modulation will Pigments richtig auftrumpfen: Hüllkurven, LFOs, Funktionsgeneratoren, Randomizer und eine Kombinator-Sektion, die so verwirrend ist wie eine Gasse in Soho um 3 Uhr morgens. Modulatoren zuweisen ist kinderleicht, aber die schiere Anzahl an Möglichkeiten wirkt wie Overkill für alle, die ihre Synths lieber mit etwas Unberechenbarkeit und Dreck mögen. Alles sehr geschliffen – aber vielleicht auch zu viel des Guten?
Glänzender Sound, fehlende Seele
AudioPilz lässt Pigments für sein poliertes Sounddesign nicht einfach davonkommen. Klar, die FX-Sektion ist vollgepackt – klassische Modulationen, fette Reverbs, Delays und sogar ein Shimmer für alle, die den EDM-Boom nie ganz überwunden haben. Arpeggiator und Sequencer sind benutzerfreundlich, und mit den generativen Features lässt sich ein Track fast von allein zusammenklicken.
Aber hier liegt das Problem: All dieser Glanz hat seinen Preis. Die Presets sind zahlreich und geschmackvoll, das Interface ist glatter als eine Cocktailbar in der Innenstadt, aber irgendwas fehlt. AudioPilz sehnt sich nach dem Dreck und der Unberechenbarkeit von Hardware und deutet an, dass Pigments’ durchgestyltes Erlebnis für alle, die ihre Synths mit einer Portion Chaos mögen, vielleicht zu brav ist.

"Is Pigment the last synth you'll ever need, or just another marketing hype?"
© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Live-Demos: Viel Show, wenig Biss
Im Video geht’s in die Live-Jams: Erst ein reines Pigments-Psytrance-Gewitter, dann ein Direktvergleich mit Arturias eigener Analog-Hardware. Pigments versucht, den Punch eines Waldorf mit der Tiefe eines Virus und der Vielseitigkeit eines Serum zu verbinden, doch AudioPilz merkt an, dass je nach Alter und Geschmack die Originale immer noch bevorzugt werden. Pigments will alles auf einmal sein, verliert dabei aber etwas von der Nuance und dem Charakter, die Hardware-Synths so süchtig machen.
Selbst mit Drum Machines und mehr Luft zum Atmen beeindrucken Pigments’ Filter und Modulationen auf dem Papier, aber der Sound bleibt zu brav. Die Jams zeigen die Stärken – tiefe Engines, musikalische Filter, Granular-Goodness – aber auch das Fehlen von roher Persönlichkeit. Wer den Unterschied wirklich hören will, muss das Video schauen – kein Text der Welt ersetzt einen echten Hörtest über durchgebrannte Boxen.
Fazit: Noch lange nicht das letzte Wort

"my inner audio traditionalist is missing some kind of character or personality. Working with pigments is always smooth, super predictable and although it comes with plenty of dirt and chaos inducing gimmicks, the results remain too well behaved for my taste."
© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
AudioPilz zieht ein Fazit, so scharf wie ein zerbrochenes Pintglas. Pigments ist mächtig, elegant designt und erstaunlich ressourcenschonend, aber es fehlt der Funke – das Unberechenbare, manchmal Freche, das einen Synth wirklich unvergesslich macht. Trotz aller Dreck- und Chaos-Gimmicks bleibt das Ergebnis einfach zu brav.
Er stellt die Behauptung in Frage, Pigments könne der letzte Synth sein, den man je braucht – besonders für alle, die Geräte mit echter Attitüde suchen. Wenn Arturia die älteren, zynischeren Synth-Nerds überzeugen will, müssen sie mehr bieten als eine Thermostat-Oberfläche und ehepartnerfreundliche Plugin-Hosts. Bis dahin bleibt Pigments nur ein weiterer Kandidat im überfüllten Ring – nicht der unangefochtene Champion.
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