AudioPilz meldet sich zurück aus dem Bad Gear-Bunker und legt sich diesmal mit dem Elektron Analog Four an – ein Synth, der genauso viel analoges Muskelspiel wie digitales Kopfzerbrechen bietet. Wer seine Groovebox gern mit einer Prise Existenzkrise serviert bekommt, ist hier goldrichtig. Freu dich auf scharfen Witz, brutale Ehrlichkeit und eine ordentliche Portion Meme-Chaos, während Florian Pilz versucht, aus einer für ihre Dünnheit berüchtigten Maschine fette Sounds zu quetschen. Spoiler: Es ist eine Hassliebe, und du willst das Video sehen, um zu erfahren, ob er die Challenge überlebt.

17. Januar 2026
SPARKY
AudioPilz vs. Elektron Analog Four: Die Herausforderung, die niemand wollte
Analog Four: Polyphoner Rave-Bunker
Der Elektron Analog Four ist nicht einfach nur ein weiterer Synth – er ist ein Hybrid-Biest aus dem Jahr 2013, das analoge Polyphonie in ein Groovebox-Gehäuse presst. AudioPilz verliert keine Zeit und weist direkt auf das Octatrack-inspirierte Design und die dichte digitale Zauberei im Inneren hin. Vier Stimmen, jede verwickelt in ein Netz aus Modulation und Sequencing, machen diese Kiste zum Spielplatz für Sounddesigner – oder zum Labyrinth, je nach Geduld.
Das hier ist nicht Opas Analogkiste. Der Analog Four bietet PWM auf Nicht-Pulse-Wellen, Juno-Style-Suboszillatoren und einen Rauschgenerator mit eigenem Envelope. Wer Standard-Sounds sucht, ist hier falsch. Das ist ein Toaster-Fight an Features, alles in eine Box gestopft, die dich herausfordert, dich zu verlieren.
Dünner Sound, dicke Kopfschmerzen
Kein Zuckerguss: Der Analog Four ist berüchtigt für seinen etwas mageren Sound direkt aus der Kiste. AudioPilz gibt zu, dass die Dünnheit legendär ist, aber es gibt Tricks, um ihn aufzupeppen – zum Beispiel den Peak-Modus des zweiten Filters missbrauchen, um endlich Bass zu bekommen. Es ist ein Workaround, kein Wunder, aber wer sich reinhängt, wird belohnt.
Der Workflow kann gnadenlos sein. Menüs verstecken wichtige Funktionen, und selbst nach einem Jahrzehnt Elektron-Erfahrung gesteht AudioPilz, dass die LFO-Philosophie immer noch ein Rätsel bleibt. Wer sofortige Befriedigung sucht, ist hier falsch. Aber wer Herausforderungen liebt, findet hier Gold unter der Frustschicht.

"Analog 4 hat den Ruf, etwas dünn zu klingen, daher ist der Peak-Modus des zweiten Filters praktisch, um den Bass musikalisch zu boosten."
("Analog 4 has a reputation of sounding a bit thin so the peak mode of the second filter comes in handy for musically boosting the bass.")© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Sequencer-Zauberei und Modulationswahnsinn
Wo der Analog Four wirklich glänzt, ist beim Sequencing und bei der Modulation. Es gibt Step-Sequencing im TR-Stil, Parameter-Slides, Automation pro Step, Micro-Timing und Probability – alles, was Elektron-Fans sabbern lässt. Sogar CV/Gate-Sequencing für Modular-Freaks ist drin, auch wenn man mit nur einem Track für vier Outs leben muss – etwas enttäuschend.
Aber das meistert man nicht an einem Wochenende. AudioPilz macht klar: Die Tiefe ist Segen und Fluch zugleich. Stundenlang Kits bauen, Makros tweaken und Performance-Settings wrestlen ist angesagt. Die Belohnung? Eine Kiste, die Dinge kann, von denen andere Analoge nur träumen – wenn man bereit ist, zu schuften.
Live-Jams: Von Fahrstuhl-Techno zu Function-One-Chaos

"Das war smooth, professionell klingend und elegant unauffällig. Ich musste allerdings eine Menge Zeit investieren, um dahin zu kommen, und Presets zerfallen nach ein paar Tweaks."
("That was smooth pro sounding and elegantly inoffensive. I had to invest a substantial amount of time to get to that point though and presets tends to fall apart after a few tweaks.")© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
AudioPilz wirft den Analog Four in die Live-Arena, mit Jams von smooth Techno bis hin zum vollen Electro-Mittelpunkt. Die Ergebnisse? Mal professionell, mal etwas wackelig, aber immer spannend. Der Weg dahin war harte Arbeit – Presets zerbröseln nach ein paar Tweaks, und traditionelle Sounds wirken manchmal etwas lose.
Wenn es aber klickt, liefert der Analog Four ab. Drum-Machine-Aufgaben? Überraschend solide. Und wer wissen will, was passiert, wenn man einen Tag Sounddesign mit einer Zeitmaschine auf 128 BPM kombiniert, muss das Video schauen. Manche Dinge lassen sich eben nicht in Text pressen.
Liebe, Hass und der Elektron-Weg
Nach all dem Schweiß und Fluchen zieht AudioPilz Bilanz: Der Analog Four ist eine ungesunde Beziehung – eine, zu der man immer wieder zurückkehrt. Die tiefe Integration der analogen Engines in ein digitales Framework gibt ihm einen einzigartigen, manchmal polarisierenden Klang. Wer moderne Elektron-Kisten gewohnt ist, vermisst vielleicht ein paar Komfortfunktionen, aber Preis und Potenzial machen ihn für Eingeweihte zur Straßenwaffe.
Fazit: Der Analog Four ist nichts für Zartbesaitete. Wer Ergebnisse will, die knallen, muss Zeit investieren – aber ist man einmal drin, gibt’s kein Zurück. Wie AudioPilz beweist, ist das ein Synth, der Besessenheit belohnt – und Faulheit bestraft.

"Ich habe eine ungesunde Beziehung zum Analog Four."
("I am in an unhealthy relationship with analog 4.")© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
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