AudioPilz vs. M-Audio VENOM: Synth-Schande, dreckige Wahrheiten und eine klangliche Rehabilitierung

31. Januar 2026

SPARKY

AudioPilz vs. M-Audio VENOM: Synth-Schande, dreckige Wahrheiten und eine klangliche Rehabilitierung

Ist der M-Audio VENOM wirklich der schlechteste Synth aller Zeiten oder nur das missverstandene Schurkenkind der Musiktechnik? AudioPilz, der Meister der meme-getriebenen Gear-Verrisse, zerrt dieses berüchtigte Plastik-Biest aus der Ramschkiste ins grelle Licht des Rave-Bunkers. Erwartet scharfen Witz, brutale Ehrlichkeit und ein paar klangliche Überraschungen, wenn er dem VENOM auf den Zahn fühlt. Wer glaubt, schlechtes Gear zu kennen, sollte sich warm anziehen – diese Folge könnte eure Meinung ändern oder euch zumindest zum Lachen bringen, während ihr nochmal überlegt.

VENOM: Synth-Paria oder geheime Waffe?

Der M-Audio VENOM wurde als einer der schlechtesten Synths aller Zeiten durch den Dreck gezogen und teilt sich diesen zweifelhaften Ruhm mit Akai Timbre Wolf und Red Sound Darkstar. AudioPilz macht sofort klar, worum es geht: Dieses Relikt von 2011 wird oft für seinen billigen Look, vergilbte Tasten und klebrige Wheels verspottet. Doch bevor man ihn endgültig entsorgt, kommt die Wendung: Unter dem Plastikschandfleck steckt ein Synth mit Biss.

AudioPilz, der nie vor einem Gear-Außenseiter zurückschreckt, deutet an, dass der Ruf des VENOM vielleicht mehr Meme als Realität ist. Klar, das Ding riecht nach epischem Scheitern, aber er will beweisen, dass es über sich hinauswachsen kann – manchmal sogar teurere Synths alt aussehen lässt. Wer glaubt, hier nur einen weiteren Wegwerf-VA vor sich zu haben, sollte sich anschnallen. In dieser Schlange steckt mehr Gift, als man denkt.

Wir werden darüber sprechen, wie dieses Instrument von 2011 zu einem der epischsten Fehlschläge der Musiktechnikgeschichte wurde, warum es…

© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)

Schwierige Vergangenheit, fetter Kern

Das führte zu einem schweren Fall von Produktaufgabe, wodurch das eingebaute Audio-Interface für spätere Computergenerationen größtenteils…

© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)

Die Geschichte des VENOM ist eine Warnung vor Firmenchaos und schlechtem Timing. Gelauncht, als M-Audios Mutterkonzern gerade verkauft wurde, wurde der Synth praktisch sofort aufgegeben – das eingebaute Audio-Interface ist für moderne Setups nutzlos. Das Marketing war ein Desaster, und die Presets? Sagen wir mal: Sie haben dem Synth keinen Gefallen getan.

Doch der Clou: Die eigentliche Synthese-Engine ist kein Witz. Drei Oszillatoren, ein Haufen klassischer und digitaler Wellenformen, sogar Alesis Fusion FM-Töne – der VENOM hat überraschend viel Wumms. Auch der Filter ist keine Nebensache: musikalisch, flexibel und mit ordentlich Dreckspotenzial. AudioPilz stellt klar: Wer das Firmen-Drama ignoriert, findet einen Synth, der mehr als nur ein Meme ist.

Goldgräberstimmung im Feature-Bergwerk

Wer die miese Benutzeroberfläche überwindet, findet beim VENOM echte Schätze. Da gibt’s einen 2-Operator-FM-Modus, Waveshaper, Ringmod und Sync – alles, was man für Chaos im Bunker braucht. Der Filter kommt in 12- und 24-dB-Varianten, und die Modulationsmatrix ist ein Spielplatz für klangliche Eskapaden. Dazu drei vielseitige LFOs und ein eigenes Tremolo – perfekte Zutaten für Sounddesign.

VENOM versucht sich sogar als Groovebox, mit einem Arpeggiator-Sequencer-Hybriden für lange Patterns und komplexe Motive. Benutzerfreundlich ist das nicht, und ohne Software-Editor geht wenig – aber das Potenzial ist da. AudioPilz beschönigt die Macken nicht, zeigt aber, dass man mit etwas Mühe Sounds rauskitzeln kann, die doppelt so teure Maschinen alt aussehen lassen.

Es wird viel interessanter, sobald man die einfach zu bedienende 2OP-FM-Funktionalität, den simplen Waveshaper sowie Ringmodulation und…

© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)

Charme, Macken und das VENOM-Erlebnis

Venom ist ein leistungsstarkes Instrument und es ist anzunehmen, dass der schlechte Ruf des Synths hauptsächlich auf kurzsichtige…

© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)

AudioPilz legt VENOMs Eigenheiten mit seinem typischen Humor offen. Die Softwaresituation ist ein Albtraum – offizielle Editoren sind tot, und selbst die besten Drittanbieter-Lösungen haben Grenzen. Multitimbrale Setups? Viel Spaß beim Leiden. Für Einzelpatches ist der Workflow dagegen überraschend smooth, und der Charakter des Synths kommt endlich zur Geltung.

Der Ruf des VENOM für brachiale, verzerrte Presets ist nur die halbe Wahrheit. Wer tiefer gräbt, findet satte Pads, druckvolle Bässe und Texturen, die jeden Mix durchschneiden. AudioPilz meint: Der schlechte Ruf kommt von vermurkstem Marketing, fragwürdigen Presets und einer ungünstigen Zeit. Ein fehlerhaftes, aber faszinierendes Straßenwerkzeug – für alle, die sich die Hände schmutzig machen wollen.

VENOM entfesselt: Jam und Nachgeschmack

Im Jam-Teil des Videos darf der VENOM endlich zeigen, was er kann. AudioPilz schraubt Patches, die beweisen: Dieser Synth kann mehr als schreien – er kann singen, knurren und überraschen. Der Groove sitzt, die Sounds sind fett, und der VENOM-Charakter steht im Mittelpunkt. Wer wissen will, wie das wirklich klingt, sollte das Video schauen – Worte werden dem Dreck nicht gerecht.

Am Ende stellt AudioPilz uns vor die Wahl: Vielleicht ersetzt der VENOM nicht eure Boutique-Groovebox oder das Plugin-in-a-Box, aber er hat einen Platz im Arsenal aller, die auf schräges, unterschätztes Gear stehen. Wer mutig genug ist, ihn zu zähmen, wird vielleicht positiv gebissen.


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