AudioPilz ist zurück im Bad Gear-Bunker und nimmt diesmal den Waldorf Protein auseinander – ein Synth, der mit retro lo-fi Charme und einer Prise moderner Würze punkten will. Doch liefert diese blaue Kiste wirklich den fleischigen Punch, den ihr Name verspricht, oder ist sie nur ein weiterer Diät-Synth im Versteck? Erwartet scharfen Witz, präzise Zerlegung und die Art von Straßenweisheit, die nur AudioPilz liefern kann. Wer wissen will, ob das Teil knallt oder floppt, ist hier im richtigen Rave-Bunker. Spoiler: Für den vollen Geschmack (und die Gesichtsentgleisungen bei den Envelope-Verbrechen) sollte man sich definitiv das Video anschauen.

14. Februar 2026
SPARKY
AudioPilz vs. Waldorf Protein: Retro-Charme trifft moderne Schwächen
Retro-Vibes, moderne Ambitionen
Waldorfs Protein landet auf dem Tisch und sieht eher nach günstiger Fitness-Snack als nach Synth-Legende aus – blaues Plastik, Metallfront und ein Hauch 90er-Nostalgie. AudioPilz bringt es auf den Punkt: Diese Kiste versucht, die fette, raue Energie klassischer Wavetable-Hardware mit einem modernen Twist zu verbinden. Ein Synth, der die Brücke schlagen will zwischen dem goldenen Zeitalter des Digitalen und der heutigen Plugin-Realität.
Unter der Haube gibt’s diese lo-fi 8-Bit-Wavetables, die jedem Synth-Nerd das Herz höher schlagen lassen, plus ein User Interface, das klar auf Hands-on-Feeling setzt. Aber lass dich vom Retro-Look nicht täuschen – das ist kein reiner Nostalgietrip. Protein will sich einen Platz im modernen DAW-losen Setup sichern und verspricht einzigartige Klänge sowie ein kompaktes Format, das in jeden Rave-Bunker oder Bedroom-Studio passt.
Ergonomie: Das Envelope-Fiasko
Hier beginnt der Protein zu wackeln wie ein billiger Klapptisch auf einer Warehouse-Party. AudioPilz nimmt kein Blatt vor den Mund: Das physische Interface ist ein Desaster, besonders bei den Envelopes. Es gibt nur einen Regler pro Envelope, aber um den Sound wirklich zu formen, muss man sich mit dem Haupt-Encoder abmühen und auf ein winziges Display starren, das eher zum Augenverdrehen als zum Inspirieren taugt.
Der Workflow ist alles andere als flüssig. Envelope-Stufen einstellen bedeutet endloses Menü-Gewühle und Knopfdrücken – spontane, einhändige Tweaks im Jam kann man vergessen. Wer einen Synth sucht, den man wie ein Instrument spielen kann statt ihn wie eine Excel-Tabelle zu programmieren, wird hier wahnsinnig. Display und Bedienkonzept sind eine verpasste Chance – klassischer Fall von Style over Substance.

"You need to use the main encoder to select another stage making it inconvenient to dial in tones one-handed or without staring at the display like you just found an untouched Mauritius 2 pens blue while tripping."
© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Klangpalette: Eigen, aber nicht unvergesslich

"That's a weird mix of vintage digital grit and plug-in like cleanness."
© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
Trotz ergonomischer Kopfschmerzen hat der Protein seinen eigenen Klangcharakter. Die Oszillatoren folgen dem klassischen Microwave-Playbook, mit zwei unabhängig justierbaren Quellen und einem schmutzigen Noise-Generator im Filterbereich. Hier gibt’s diesen digitalen Vintage-Grain – alt, aber mit modernem Glanz – der sich in der Masse der Retro-Kisten durchaus abhebt.
Doch AudioPilz merkt an: Trotz aller Eigenheiten gelingt es dem Protein nicht, wirklich umwerfende Sounds zu liefern. Die Presets sind brauchbar, klar, aber nichts springt einen an wie bei den legendären Vorfahren. Wer einen Synth sucht, der Socken wegbläst und Plugin-User zum Weinen bringt, wird hier enttäuscht. Mehr Kätzchen als Raubtier.
FX: Das Silberfutter im Bedienungsnebel
Gerade wenn man den Protein abschreiben will, kommt die interne Effektsektion und rettet zumindest ein bisschen den Tag. AudioPilz lobt die FX-Einheiten, die dem ansonsten mittelmäßigen Soundmotor eine willkommene Portion Glanz und Charakter verleihen. Reverb und Delay sind wirklich brauchbar, und auch die Modulationsoptionen können sich sehen lassen.
Aber der Haken: Um an die leckeren FX zu kommen, muss man sich weiter mit der fummeligen Bedienung herumschlagen. Patch-Erstellung und Navigation bleiben mühsam, und man klebt mehr am Mini-Display als einem lieb ist. Typisch Waldorf – guter Sound, aber seltsame UI-Entscheidungen. Wer hören will, was der Synth wirklich kann, sollte sich unbedingt das Video anschauen und die Jams mitnehmen.
Fazit: Proteins Platz in der Nahrungskette
Hat der Protein also einen Platz in der Synth-Hall-of-Fame verdient? Nicht wirklich. AudioPilz ist klar: Es gibt einiges zu mögen – kompaktes Format, Hands-on-Bedienung, ein paar schicke Klänge – aber das Gesamterlebnis bleibt hinter dem Hype zurück. Die ergonomischen Fehltritte und die eher durchschnittliche Klangpalette reichen nicht, um das große Microwave-Erbe zu erfüllen.
Wer verzweifelt nach Hardware-Wavetable sucht und mit einer fummeligen Bedienung leben kann, bekommt mit dem Protein vielleicht etwas Würze für sein DAW-loses Rig. Aber für alle, die die echten Waldorf-Klassiker kennen, bleibt dieser Synth eher Snack als Hauptgericht. Für den vollen Roast sollte man sich das Video gönnen – Envelope-Rage und FX-Magie lassen sich eben nicht in Text pressen.

"But having spent quite some time with its orange ancestor it just seems like a little kitten compared to the roaring steampunk apex predators from the 80s and 90s."
© Screenshot/Zitat: Audiopilz (YouTube)
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