Devin Belanger zerlegt Blackpink’s ‘Go’: Industrial Pop auf dem Seziertisch

28. Februar 2026

SPARKY

Devin Belanger zerlegt Blackpink’s ‘Go’: Industrial Pop auf dem Seziertisch

Blackpink haben die Pop-Party gesprengt – mit einem Track, der so industriell ist, dass er dir die Kopfhörer zuschweißt. Devin Belanger, der Synth-Chirurg aus Vancouver, taucht kopfüber in ‘Go’ ein und schleift uns durch fiese Bässe, Gate-Synths und genre-sprengendes Sounddesign. Wer dachte, K-Pop sei nur Zucker und Glanz, wird hier eines Besseren belehrt – das ist ein Rave-Bunker mit Neonröhre. Devins Breakdown ist technische Hexerei und Kinnlade zugleich. Anschnallen, denn hier gibt’s mehr Wendungen als in einem Modular-Patch.

Pop trifft Rave-Bunker

Blackpinks ‘Go’ flirtet nicht nur mit Industrial – es springt kopfüber rein und setzt die Fabrik in Brand. Devin Belanger nennt den Bass direkt „widerlich“ und feiert die Cyberpunk-Attitüde, weit entfernt vom üblichen Bubblegum-Pop. Die ersten Sekunden sind ein Toaster-Fight zwischen K-Pop-Glanz und Gesaffelstein-Dreck, Devins Reaktion: pures Staunen.

Das hier ist kein Chart-Einheitsbrei. Blackpink sind abgedreht und liefern ein Midtempo-Monster, das so düster wie tanzbar ist. Wer dachte, K-Pop könne nicht hart, bekommt hier einen Stahlkappenschuh ins Gesicht.

I can't believe that Blackpink went full industrial.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Synth-OP: Komplexes Sounddesign

This is some seriously advanced synthesis.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Devin zoomt auf die fortgeschrittene Synthese: FM-Patches crashen mit Synthwave-Texturen, dazu gnadenloses Gating. Die Produktion ist ein wandelndes Biest, Synth-Patches werden im Sekundentakt gewechselt – Complextro mit noch mehr Attitüde. Hier wird jedes Geräusch gebaut, resampled und verdreht, bis es neu klingt.

Er zeigt, wie die Songteile von Industrial-Chaos zu Hall-getränkten Breakdowns morphen, akustische Gitarren so stark bearbeitet, dass sie kaum noch organisch wirken. Das Sidechain-Gehüpfe hält alles in Bewegung, selbst wenn’s mal cineastisch wird. Das ist nicht einfach Pop mit ein paar Synths – das ist ein Sounddesigner-Showoff.

Gate-Synths & Bass: Die Straßenwaffe

Die Gate-Synths in ‘Go’ stottern nicht nur – sie reißen Löcher ins Arrangement und geben dem Track seinen Biss. Devin hebt hervor, wie diese rhythmischen Cuts mit einem Bass verschmelzen, der klingt, als wäre er aus einem dystopischen Videospiel geflohen. Die Gating-Technik stammt aus dem Trance, wird hier aber zur Waffe umfunktioniert.

Darunter lebt der Bass: schwer, moduliert, verzerrt – ständig in Bewegung. Layer mit Vocal-Drones und analogen Sounds machen das Ganze zur Straßenwaffe für Club und Untergrund. Wer die volle Wucht will, muss ins Video reinhören – Worte reichen da nicht aus.

The synthesis showcased in this song is on another level compared to most pop songs I've heard.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Remake-Wahnsinn: Jagd nach dem Original

This took me way longer than I'd care to admit.

© Screenshot/Zitat: Devinbelangermusic (YouTube)

Devin versucht, ‘Go’ in Logic nachzubauen – ein echter Kampf gegen die Komplexität. Er gibt zu: Das Original ist selbst für erfahrene Produzenten kaum zu knacken. Der Main-Drop basiert auf einem verzerrten FM-Bass, gebaut in Serum, mit zufälliger Modulation und Filterfahrten. Ohne das richtige Processing klingt’s einfach nicht.

Dazu kommen Synthwave-Leads, glitchige Fills und ein Slap-Bass durch den Gitarrenamp – alles, um das „kaputte Maschinen“-Feeling einzufangen. Das Ergebnis? Nah dran, aber nicht das gleiche Monster. Devin bleibt ehrlich: Manchmal ist selbst mit allen Tools die Magie schwer zu kopieren. Wer alle nerdigen Details und Soundvergleiche will, sollte das Video anschauen.

Genre-Bending-Fazit: Pops neues Spielfeld

Devin zieht den Hut vor Blackpinks Produktionsteam und nennt ‘Go’ einen der technisch anspruchsvollsten Pop-Tracks, die er je gehört hat. Der Song verwischt die Grenzen zwischen Industrial, EDM und K-Pop und zeigt, dass Mainstream-Musik noch überraschen kann. Ein Beweis dafür, dass die besten Tracks oft die sind, die alle Regeln brechen und Produzenten ratlos zurücklassen.


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