DivKid und der Small Stone: Phaser-Chaos für Synth-Freaks

27. Januar 2026

SPARKY

DivKid und der Small Stone: Phaser-Chaos für Synth-Freaks

DivKid holt den Electro Harmonix Small Stone aus dem Keller – ein Phaser-Pedal, das mehr Gigs überlebt hat als dein Wasserkocher. Hier geht’s nicht um Nostalgie: Es wird kreativ, wild und dreckig mit Modular, Synths und allem, was ein Kabel frisst. Freu dich auf abgefahrene Tricks, fette Pads und ein paar klangliche Überraschungen, während DivKid zeigt, warum der Small Stone immer noch ein echtes Studio-Tool ist. Wer denkt, Phaser sind nur was für Gitarristen, wird hier eines Besseren belehrt. Schnapp dir ’nen Tee und steig ein – manche Sounds muss man einfach selbst hören.

Steinalter Klassiker

Der Electro Harmonix Small Stone ist mehr als nur ein Pedal – er ist ein Überlebenskünstler. DivKid zollt dieser verbeulten Kiste Respekt: Sie hat mehr Gigs und Stürze hinter sich als so mancher Musiker. Seit 1975 am Start und immer noch gefragt, beweist der Small Stone, dass altes Gear manchmal einfach besser ist. Mono, simpel und so günstig, dass ein verschüttetes Bier nicht gleich zum Drama wird.

Lass dich vom Gitarren-Image nicht täuschen. Der Small Stone hat Synth-Geschichte geschrieben – Jean-Michel Jarre lässt grüßen. Die Bedienung ist simpel: LFO-Rate, ein Colour-Switch für subtile bis saftige Resonanz und ein Fußschalter. DivKid nutzt seinen seit über 20 Jahren – und das Teil lebt noch. Wer einen Phaser sucht, der mehr Arbeitstier als Showpony ist, wird hier fündig.

Das Teil hat mehr Gigs auf dem Buckel, wurde auf Pedalboards getreten, in Taschen geworfen, mit Getränken überschüttet – und sieht…

© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)

Phaser im Einsatz: Modular Madness

DivKid zeigt keine Gitarren-Standards, sondern schleudert den Small Stone in Synths, Modularsysteme und alles, was einen Klinkenanschluss hat. Sein Ziel: Beweisen, dass Phaser nicht nur für Gitarristen sind, sondern auch als Geheimwaffe im Sounddesign taugen.

Vom Pedalboard bis zum Patchkabel – der Small Stone kommt in jedem Setup zum Einsatz. Ob Sägezahn oder Bassgitarre, das Pedal zeigt seine Vielseitigkeit. DivKids Ansatz: Hands-on, direkt und immer auf der Suche nach dem dreckigsten, saftigsten Sound. Wer von langweiligen Effektketten genug hat, wird hier wachgerüttelt.


PWM war gestern: Phaser als Texturmaschine

Ich werde nie müde, einen Sägezahn durch einen fetten Phaser zu schicken, und der Small Stone ist dafür besonders gut.

© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)

Jetzt wird’s spannend. DivKid zeigt, wie der Small Stone als Ersatz für klassische Pulsweitenmodulation herhält – aber mit mehr Charakter. Statt PWM auf der Rechteckwelle schickt er Sägezahn und Rechteck durch den Phaser und bekommt dicke, lebendige Texturen, die normale Modulation alt aussehen lassen. Der Trick: Den Oszillator direkt bearbeiten, nicht erst am Ende der Signalkette. So entstehen diese blühenden, resonanten Notch-Sounds, die Pads atmen lassen.

Das bleibt nicht theoretisch – im Video gibt’s praktische Patches von Drones bis Sequenzen. Der Small Stone vor einem Lowpass-Gate lässt die Phasing-Bewegung richtig wirken, besonders mit langsamer LFO-Rate für diesen sirupartigen Sweep. Wer will, dass seine Synths wie aus dem Toasterkampf klingen und trotzdem singen, ist hier richtig.

Falte das Unfaltbare: Phasing für Bass und Percussion

DivKid bleibt nicht bei Pads – er zerlegt Wellenformen. Mit Phasing vor dem Wavefolder faltet er sogar Rechteckwellen und macht daraus brutale Bassmonster. Das ist der Trick für alle, die mehr wollen als Standardverzerrung. Der LFO des Phasers bringt Bewegung, und wenn dann noch Drums dazukommen, ist Bunker-Feeling garantiert.

Das eigentliche Highlight: Phaser-Pings für Percussion. Statt Filter-Pings gibt’s perkussive Zaps und Quietscher, die mit normalen Drum Machines nichts zu tun haben. Mit Feedback und etwas Trigger-Filterung wird der Small Stone zum Percussion-Labor. Manche Sounds sind so abgefahren, die muss man im Video hören – Text kann das Chaos nicht einfangen.

Hier ist ein wirklich interessanter Trick: Mit dem Phaser die Wellenform verschieben und dann vor dem Falten modulieren.

© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)

Profi-Tipps: Lushness, Ambience und Phaser-Magie

Es ist kein offensichtlicher Phasing-Sound, außer man dreht die Rate zu hoch. Dann wird’s albern. Man versteckt das Phasing fast im…

© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)

DivKid schließt mit einer Ladung Praxistipps, wie man aus dem Phaser das Maximum rausholt. Er zeigt, wie Synths wie Yamaha SY-1 oder Vox Jaguar durch den Small Stone zu klassischen, fast vokalen Sounds werden – besonders mit Spring Reverb. Die Message: Wer keinen Phaser auf seinen Synths nutzt, verpasst eine ganze Welt an Lushness.

Er geht ins Detail bei FX-Sends, Mono- vs. Stereo-Tricks und wie man harte Transienten vor dem Reverb zähmt. Mit Hüllkurven und Lowpass-Gates lassen sich die Sends gezielt formen. Das eigentliche Geheimnis: Dezentes Phasing vor dem Reverb, um alles zu verkleben und das Ambiente lebendig zu machen. Genau solche Nerd-Details trennen Bedroom-Bastler von Studio-Profis.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/divkids-small-stone-phaser-mayhem-for-synth-freaks/
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