Donner L1 Essential: Stefan Gubatz schickt den SH-101-Klon in die Beat-Bratpfanne

4. Februar 2026

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Donner L1 Essential: Stefan Gubatz schickt den SH-101-Klon in die Beat-Bratpfanne

Stefan Gubatz hat mal wieder ein blinkendes Spielzeug auf dem Tisch – diesmal den Donner L1 Essential, einen erweiterten SH-101-Klon mit Extras, die selbst alte Casio-Hasen neugierig machen. In seinem gewohnt ehrlichen und schnörkellosen Stil nimmt er das Teil auseinander, testet, schraubt und lässt es ordentlich britzeln. Magnetische Tastatur, modulare Bauweise und ein Step-Sequencer, der nach Happy Accidents schreit – hier wird nicht nur getestet, sondern auch ordentlich performt. Doch wo Licht ist, ist auch Noise: Stefan spart nicht mit Kritik, bleibt aber fair und zeigt, warum der L1 Essential trotz Macken auf die Bühne gehört. Wer wissen will, wie viel SH-101 im Donner steckt und ob das Teil live was taugt, sollte sich das nicht entgehen lassen.

SH-101-Klon mit Turbo: Der Donner L1 Essential im Fokus

Der Donner L1 Essential ist kein schüchterner Nachbau, sondern ein SH-101-Klon mit ordentlich Extras im Gepäck. Stefan Gubatz macht direkt klar: Hier wird nicht einfach kopiert, sondern erweitert. Neben der klassischen Sound-Engine gibt’s zusätzliche Funktionen, die das Herz von Synth-Nerds höherschlagen lassen. Schon beim ersten Blick fällt auf, dass Donner nicht nur an die Nostalgiker gedacht hat, sondern auch an alle, die mehr wollen als nur Retro-Flair.

Was sofort ins Auge springt: Der L1 Essential bringt Features mit, die beim Original nie zu finden waren. Ein zweiter Envelope, ein Drone-Modus und ein Display, das mehr kann als nur hübsch leuchten – hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Stefan bleibt dabei ehrlich: Das Teil wurde ihm zwar geschickt, aber beschönigt wird hier nichts. Wer wissen will, ob der Donner wirklich besser als das Original ist, bekommt die volle Dröhnung Testbericht – ohne rosa Brille.

Der L1 Essential ist ein Clone bzw. ein erweiterte, also basierend auf Rolands SH101, aber mit zusätzlichen Funktionen.

© Screenshot/Zitat: Dirtboxjams (YouTube)

Magnetische Tastatur: Synth-Baukasten für die Bühne

Das Besondere an diesem Keyboard oder an der ganzen Kombination von diesem L1 ist, dieses Keyboard ist magnetisch, es hält magnetisch hier…

© Screenshot/Zitat: Dirtboxjams (YouTube)

Die magnetische Tastatur des L1 Essential ist ein echter Gamechanger für alle, die live gerne flexibel bleiben. Stefan zeigt, wie das Keyboard einfach an- und abgedockt wird – fast wie Lego, nur mit mehr Groove. Gerade für Live-Performer, die wenig Platz haben oder schnell zwischen Setups wechseln wollen, ist das ein Traum. Keyboard ab, Modul in die Beat-Bratpfanne und los geht’s.

Das Keyboard selbst fühlt sich solide an, auch wenn’s bei wildem Herumgewackel etwas wackelig wird. Für Virtuosen am Klavier ist das vielleicht nix, aber für alle anderen: Drei Knöpfe, ein Chaos – und genau das macht den Charme aus. Wer’s genau wissen will, wie das in Action aussieht, sollte sich Stefans Video anschauen – da fliegen die Tasten.

Modulations-Feuerwerk: Von klassisch bis experimentell

Beim Sounddesign fährt der L1 Essential richtig auf. Stefan geht durch die Oszillatoren, zeigt Sub-Oszillator, Dreieckswelle und Noise – alles, was das SH-101-Herz begehrt, plus ein paar Extras. Die Modulationsmöglichkeiten sind nicht von schlechten Eltern: LFO bis in die Audio-Rate, synchronisierbar und mit verschiedenen Wellenformen. Wer auf FM-Spielereien, Sample & Hold oder R2D2-Sounds steht, kommt hier voll auf seine Kosten.

Besonders die Pulsbreitenmodulation (PWM) bekommt ein fettes Lob – hier geht’s von manuell bis LFO-gesteuert und sogar per Envelope. Dazu gibt’s einen zweiten Envelope und den Drone-Modus, der für Ambient- und Noise-Fans ein gefundenes Fressen ist. Stefan zeigt, wie schnell man von knackigen Bässen zu schrägen Flächen kommt. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass man beim Lesen kaum hinterherkommt – aber keine Sorge: Die echten Sound-Orgien gibt’s natürlich nur im Video.

Auch noch von sehr langsam bis in absurde Geschwindigkeiten, so dass wir hier richtig auch so FM-Spielereien hinkriegen.

© Screenshot/Zitat: Dirtboxjams (YouTube)

Noise und Wackelpotis: Schattenseiten im Synth-Baukasten

Der Donner leider, leider, leider ein Problem mit Noise hat.

© Screenshot/Zitat: Dirtboxjams (YouTube)

So viel Spaß der L1 Essential macht, Stefan spart nicht mit Kritik. Das größte Manko: ein deutlich hörbares Störgeräusch, das vor allem bei niedriger Lautstärke und über den Main-Out nervt. Der Übeltäter scheint das Display zu sein – je heller, desto mehr britzelt’s. Ein bisschen Abhilfe schafft der Kopfhörerausgang und runtergeregelte Display-Helligkeit, aber perfekt ist das nicht. Wer auf Studioqualität Wert legt, wird hier die Stirn runzeln.

Auch die Verarbeitungsqualität ist eher Mittelmaß. Die Potis wackeln, manche fühlen sich nicht besonders stabil an, und insgesamt merkt man, dass hier am Material gespart wurde. Stefan vergleicht das offen mit anderen Herstellern und macht klar: Da geht mehr. Trotzdem – für den Preis und mit ein paar Workarounds kann man das Teil durchaus nutzen. Wer sich an Noise und Plastik nicht stört, bekommt viel fürs Geld – aber eben nicht ohne Kompromisse.

Preis, Features, Live: Lohnt sich der Donner L1 Essential?

Unterm Strich bleibt der Donner L1 Essential ein spannender Kandidat für alle, die live was reißen wollen. Trotz Noise und wackeligen Potis überzeugt das Teil mit seinem Sound, den Zusatzfunktionen und dem flexiblen Format. Gerade auf der Bühne, wo ein bisschen Gebritzel eh untergeht, spielt der L1 seine Stärken aus. Wer auf SH-101-Vibes mit Extras steht und nicht das letzte Quäntchen Studio-Perfektion braucht, bekommt hier ordentlich Synth fürs Geld. Für die volle Dröhnung an Sound und Performance lohnt sich aber definitiv ein Blick ins Video – da zeigt Stefan, wie viel Spaß der L1 Essential wirklich macht.


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