Der Digitakt II von Elektron markiert einen gewaltigen Sprung nach vorn in der Welt der digitalen Drumcomputer und Sampler und trägt die charakteristische Groovebox-DNA der Schweden in neue Gefilde. In diesem offiziellen Überblicksvideo stehen die gesteigerte Power unter der Haube, 16 stereo-fähige Spuren, ein modularer Sampling-Workflow und ein Sequencer mit doppelter Länge im Fokus. Wie immer bei Elektron dreht sich alles um kreative Manipulation, tiefe Modulation und performance-orientierte Features. Wir werfen einen genauen Blick darauf, wie die Architektur und das Interface des Digitakt II samplebasiertes Produzieren für Studio und Bühne neu definieren wollen.

Digitakt II: Die digitale Drum-Collage neu gedacht
Der Digitakt II eröffnet ein neues Kapitel in Elektrons kompakter Groovebox-Reihe und präsentiert sich als digitaler Drumcomputer und Stereo-Sampler zugleich. Während Formfaktor und spielerischer Charakter vertraut bleiben, wurde die interne Architektur deutlich überarbeitet. Das Video betont, dass es sich nicht nur um ein inkrementelles Update handelt – der Digitakt II bietet im Vergleich zum Vorgänger eine drastisch gesteigerte Rechenleistung und klangliche Flexibilität.
Elektron verfolgt hier das Ziel, die Direktheit und den Hands-on-Workflow des Originals zu bewahren, dabei aber ein deutlich tieferes Sounddesign- und Performance-Spektrum zu eröffnen. Das Gerät wird nicht nur als Beat-Maschine positioniert, sondern als Werkzeug für ein breites musikalisches Spektrum – Drums, Melodien, harmonische Texturen und experimentellen Noise. Diese Vielseitigkeit steht im Zentrum der Identität des Digitakt II, wie die ersten Minuten des Videos zeigen.

"It's a whole different beast under the hood, with many times the power and sonic possibilities of its predecessor."
© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
16 Spuren, erweiterter Speicher und Sample-Management

"With an enhanced memory capacity, and up to 30 minutes of stereo samples per project, you can take your ideas anywhere."
© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
Ein zentrales Highlight ist der Sprung auf 16 Audiospuren, die jeweils Stereo- oder Mono-Samples abspielen oder als MIDI-Spuren genutzt werden können. Diese Flexibilität ermöglicht komplexe Arrangements, in denen Drums, Melodiesamples und externes MIDI-Equipment innerhalb eines Projekts verschmelzen. Dank des modularen Workflows lassen sich Spuren nach Bedarf zuweisen – die Grenzen zwischen Drumcomputer, Sampler und Sequencer verschwimmen.
Der Speicher wurde massiv erweitert: Bis zu 30 Minuten Stereo-Samples pro Projekt und über tausend Sample-Slots stehen bereit. Die überarbeitete Factory-Library bietet einen frischen Startpunkt, doch die eigentliche Stärke liegt in der Möglichkeit, eigenes Material – extern oder intern, frei oder quantisiert – aufzunehmen. Diese Architektur unterstützt einen Workflow, in dem sich Sounds schnell ausprobieren, austauschen und bearbeiten lassen, ohne an Speichergrenzen zu stoßen.
Sequencing-Power: 128 Steps, Parameter Locks und euklidische Rhythmen
Der Sequencer des Digitakt II bildet das kreative Rückgrat der Architektur und wurde auf 128 Steps pro Pattern erweitert – doppelt so viele wie beim Vorgänger. Damit sind längere, sich entwickelnde Sequenzen und komplexere Arrangements möglich. Im Video werden Elektrons charakteristische Parameter Locks hervorgehoben, mit denen sich pro Step beliebige Parameter präzise programmieren lassen. So entstehen von subtiler Modulation bis zu radikalen Klangwechseln detaillierte Pattern.
Neu hinzugekommen ist der euklidische Sequenzgenerator, der algorithmische Rhythmik ins Spiel bringt. Durch das Verschmelzen mathematischer Muster mit musikalischer Intuition entstehen überraschende Grooves und Polyrhythmen. Die Flexibilität des Sequencers wird durch Live-Recording weiter erhöht – so lassen sich Echtzeit-Performances direkt in Patterns einfangen. Zusammen machen diese Tools den Digitakt II zu einer mächtigen Engine für strukturierte Komposition wie spontane Exploration.

"Parameter locks are the essence of the electron sequencer's excellence."
© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
Effekte und Modulation: Sounddesign in der Tiefe
Das Sounddesign des Digitakt II profitiert von einem modularen Ansatz bei der Sample-Bearbeitung und einem umfangreichen Effektarsenal. Jede Spur bietet zwei Filter-Slots: Einer ist als Base-Width-Filter festgelegt, der andere lässt sich zwischen Multimode, Lowpass, EQ und Legacy-Optionen wählen. Diese Dual-Filter-Architektur erlaubt differenzierte Klangformung, während dedizierte Filter- und Amp-Hüllkurven (mit ADSR- und AHD-Modi) für dynamische Kontrolle sorgen.
Drei LFOs pro Spur eröffnen tiefe Möglichkeiten für sich entwickelnde Texturen und rhythmische Bewegung. Die Effektsektion umfasst Delay, Reverb, Chorus, Bit- und Sample-Rate-Reduktion sowie Overdrive, die pro Spur anwendbar und über Parameter Locks weiter animierbar sind. Die Mixer-Seite bringt einen Kompressor mit Sidechain-Funktion und einen Master-Overdrive ins Spiel. Damit reicht das Spektrum von subtiler Veredelung bis zu aggressiver Klangzerstörung.
Integration und Konnektivität: Digitakt II im Setup

"As many of the 16 tracks can be used for MIDI in, out, and through as you want, a MIDI can now learn from your devices, quickly sending them renameable CCs that can be saved to your kit for quick recall."
© Screenshot/Zitat: Weareelektron (YouTube)
Der Digitakt II ist für die Zusammenarbeit mit anderem Equipment konzipiert und bietet symmetrische Stereo-Ein- und Ausgänge sowie eine flexible MIDI-Implementierung. Jede der 16 Spuren kann als MIDI-Spur genutzt werden, um externes Gear zu sequenzieren, zu steuern und benennbare CCs zu senden. MIDI-Learn erleichtert das Setup, und Einstellungen lassen sich kitbasiert abspeichern. Damit positioniert sich der Digitakt II sowohl als Standalone-Powerhouse als auch als zentrale Schaltstelle im größeren Hardware- oder Hybrid-Setup – für Studio wie Bühne.
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