LOOK MUM NO COMPUTER: VCS3-Klone, Mods & Volt-Chaos

9. Oktober 2026

SPARKY

LOOK MUM NO COMPUTER: VCS3-Klone, Mods & Volt-Chaos

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Was passiert, wenn LOOK MUM NO COMPUTER zwei VCS3-Klone und einen Lötkolben in die Finger bekommt? Hier gibt’s Synth-Geschichte, dicke Stecker und DIY-Chaos satt.

Clone Wars: Bau der VCS3-Biester

LOOK MUM NO COMPUTER startet zwischen zwei massiven VCS3-Klonen, die er letztes Jahr gebaut hat – Produkte des Cloney-Projekts und einer ordentlichen Portion Synth-Lust nach einem Abstecher bei Goldsmiths. Das sind keine Deko-Objekte; die wurden für Live-Action beim Electro Notes Konzert gebaut und inspiriert vom seltenen VCS4. Wer die ganze Geschichtslektion will, findet die Links im Video. Wichtig ist: Diese Maschinen sind zum Benutzen da, nicht zum Staubfangen.

Natürlich lief beim Bau nicht alles glatt. Klassisch LMNC: Erstmal ein toter Hüllkurvengenerator und ein paar Oszillatoren, die keinen Mucks machen wollten – typisches DIY-Synth-Drama. Nach etwas Kopfkratzen und ein paar „dummen Fehlern“ liefen beide Klone dann aber. Sie waren schon bei Synth-Nächten und Museums-Gigs im Einsatz, aber kleine Macken hielten sie vom Dauereinsatz ab. Jetzt, mit ein paar neuen Tricks, will LMNC die Klone endlich voll ausreizen.

Ich habe ziemlich verrückt gleich zwei gekauft – absoluter Wahnsinn, wenn ich jetzt zurückblicke.

© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)

Spannungsstandards: Kommunikation mit der Zukunft

Falls ihr’s nicht wisst: Moderne Synthesizer sind meist kompatibel, man steckt sie zusammen und sie sind in der Regel gestimmt.

© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)

Nächster Schritt: Altes Gear fit für moderne Kommunikation machen. LMNC plant keinen Standard-Adapter, sondern einen DIY-Konverter – pure Bastelenergie. Die Herausforderung? Der störrische Drittel-Volt-pro-Oktave-Standard des VCS3, völlig inkompatibel mit heutigen Volt-pro-Oktave-Synths. Plug-and-Play? Fehlanzeige. Diese Oldtimer brauchen Übersetzung, um mit modernen Sequencern zu sprechen.

Der Plan: Ein passiver Konverter mit klassischen Jones-Steckern und Multicore-Kabel, damit beide Klone maximal flexibel werden. LMNC verschweigt die Tücken nicht: Positive vs. negative Spannungen, Widerstands-Mathematik und klobige Stecker aus der Kriegszeit. Wer schon immer sehen wollte, wie jemand mit Synth-Geschichte ringt, ist hier richtig. Und ja, er hätte Löcher bohren können, aber zum Glück hat die Geduld gesiegt.

Tuning, Kalibrierung und andere Albträume

Jetzt wird’s präzise. LMNC taucht ein in die dunkle Kunst des Stimmens dieser VCS3-Klone, wo eine kleine Drehung am Regler alles sofort verstimmt. Kalibrierung ist hier nichts für schwache Nerven – Spannungsteiler, Widerstands-Gefrickel und das allgegenwärtige Analog-Driften. Er setzt auf eine simple Spannungsteiler-Schaltung, gewürzt mit einem 10k-Poti für etwas Spielraum. Klingt einfach, aber in der Praxis ist die Welt selten so gnädig.

Klar wird: Wer hier sauber spielen will, braucht ein gutes Ohr und eine ruhige Hand. Selbst mit dem neuen Konverter reicht ein Stoß am Regler für Desaster auf der Bühne. LMNC gibt zu, dass auch die Synths selbst driften, aber sein Ansatz bleibt: Hacken und hoffen – genau unser Ding. Die blutigen Knöchel? Ehrenabzeichen der DIY-Szene.

In der Praxis ist der Regler echt nervig, weil ein kleiner Stoß reicht und live ist es ein Albtraum, wieder in Stimmung zu kommen.

© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)

Einstecken, abdrehen: Die Klone in Aktion

Ich lasse den dritten Oszillator als Drone laufen, damit er unten drunter halbwegs stimmt.

© Screenshot/Zitat: Lookmumnocomputer (YouTube)

Jetzt kommt das Hauptgericht: Klangliches Chaos. LMNC setzt seinen Konverter ein, verbindet BeatStep Pro und Cosmo mit den VCS3s und startet die Sequencer-Attacke. Das Ergebnis? Wabernde Drones, knackige Sequenzen und jede Menge Regler-Action. Das Video zeigt das rohe, dreckige Potenzial dieser Mods – das muss man einfach selbst hören.

Patchkabel fliegen, Oszillatoren dröhnen, und sogar der dritte Oszillator liefert als verstimmter Unterbau. Es ist wild, unberechenbar und typisch LOOK MUM NO COMPUTER. Wer das volle Brett will – Klangdreck, Volt-Action und Rave-Bunker-Feeling fürs Wohnzimmer – muss das Video sehen. Der Sound allein lohnt den Klick.

Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/look-mum-no-computer-vcs3-clones-mods-voltage-mayhem/
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