Make Noise, die Tüftler aus Asheville, überlassen James Cigler das Feld für einen tiefen Einblick in den MultiMod – ein Modul, das ein einzelnes Eingangssignal in acht korrelierte Ausgänge aufspaltet. In diesem Video zeigt Cigler, dass der MultiMod weit mehr als nur ein weiterer LFO ist, sondern ein vielseitiges Werkzeug zur Transformation von Modulation und Audio gleichermaßen. Von subtiler Filteranimation bis hin zu wilden, zeitverzerrten Texturen werden die kreativen Patchmöglichkeiten des MultiMod mit dem typisch experimentellen Flair von Make Noise ausgelotet. Wer wissen will, wie man mit minimalem Input maximale Bewegung erzeugt, kommt hier voll auf seine Kosten.

27. Februar 2025
MILES
Make Noise MultiMod: Achtfache Modulationsmagie im Modularsystem
Make Noise Bruches, Make Noise Mimeophone, Make Noise MultiMod, Make Noise Optomix, Make Noise Pressure Points, Make Noise QPAS, Make Noise Spectraphon, Make Noise X-Pan
Begrüßt den MultiMod: Mehr als nur ein LFO
Das Video beginnt mit James Cigler, der den MultiMod vorstellt – ein Modul, auf das er offenbar seit Jahren gewartet hat. Der MultiMod wird als weit mehr als ein gewöhnlicher LFO präsentiert: Er nimmt ein einzelnes Eingangssignal und erzeugt daraus acht korrelierte, aber unterschiedliche Ausgänge. Dieses Konzept, das Cigler schon lange verfolgt, hebt sich sofort von den üblichen Modulationsquellen im Modularsystem ab.
Anstatt das Eingangssignal einfach zu vervielfältigen, bietet der MultiMod eine Palette subtil variierter Signale, jedes mit eigenem Phasenversatz und Spread. Damit ermöglicht er eine Modulationskomplexität, für die man sonst eine kleine Armee von LFOs oder Funktionsgeneratoren bräuchte. Die erste Demonstration bleibt bewusst einfach und nutzt den MultiMod im LFO-Modus, um einen simplen Sägezahn-Patch zu animieren – doch die Aussicht auf ausgefeiltere Patchings schwingt bereits mit.

"Etwas, das ein Eingangssignal nimmt und acht irgendwie korrelierte, leicht unterschiedliche Kopien daraus macht."
("Something that takes an input and makes eight kind of correlated copies that are slightly different.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Acht Ausgänge, endlose Bewegung

"Ich liebe die Menge an Animation, die man mit QPAS machen kann, und wir nutzen hier, glaube ich, vier: Frequenz, Resonanz und beide Radiate-Regler."
("I really love the amount of animation you can do with cupas, and we're using four I think here, right? Frequency, resonance, and both radiate controls.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Cigler geht über die Grundlagen hinaus und verteilt die Ausgänge des MultiMod auf verschiedenste Ziele, um zu zeigen, wie eine einzige Modulationsquelle ein ganzes System beleben kann. Vier Ausgänge modulieren Frequenz, Resonanz und beide Radiate-Regler des QPAS-Filters, während andere an die linken und rechten Filter zweier Bruches-Module gehen. Diese Verteilung korrelierter Spannungen erzeugt miteinander verwobene Bewegungen über mehrere Parameter hinweg und sorgt für eine reichhaltig animierte Klanglandschaft.
Die restlichen Ausgänge landen beim Mimeophone, wo sie dessen Mix modulieren und so für sich entwickelnde Ambienz und Repeats sorgen. Durch das Anpassen von Spread und Time am MultiMod zeigt Cigler, wie sich das Verhältnis zwischen Filterbewegung und ambientem Delay verschieben lässt, was dem Patch eine dynamische, sich ständig verändernde Charakteristik verleiht. Das Entscheidende: Die acht Ausgänge des MultiMod sind keine bloßen Klone – sie sind gezielt versetzte Variationen, die strategisch für maximalen Klangnutzen eingesetzt werden können.
Modulations-Tiefgang: Frequenz, Resonanz und Zeit
Das Herzstück des MultiMod liegt in seinen Modulationsmöglichkeiten, die Cigler ausführlich demonstriert. Im Modus zur Verarbeitung externer Eingänge zeigt er, wie eine einzige Geste – etwa ein Druckpunkt-Impuls – über das System verschmiert wird und acht verzögerte, leicht „schludrige“ Kopien erzeugt. Jeder Ausgang liest aus einem Buffer in Sinusform, was dem modulierenden Signal ein gewollt unperfektes, lebendiges Verhalten verleiht.
Entscheidende Parameter wie Time und Spread steuern das Maß an Verzögerung und Korrelation zwischen den Ausgängen. Die Hold-Funktion erlaubt es, einen Modulationsmoment einzufangen und auszudehnen, während ein erhöhter Time-Wert die Geste noch weiter verschmiert. Dieser Abschnitt zeigt, wie der MultiMod organische, sich entwickelnde Modulationen erzeugt, die von subtilen Filterveränderungen bis zu dramatischen, zeitverzerrten Effekten reichen.

"Das ist der Wow-and-Flutter-Modus, wenn man einen zusätzlichen Eingang verarbeitet."
("That is the wow and flutter mode when you're processing an extra input.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Von subtilen Schattierungen bis zum Klangchaos: MultiMod im Einsatz

"Es ist ziemlich wild und verrückt und erzeugt Klänge, die ich so noch nie im Modularsystem gemacht habe."
("It's pretty wild and wacky, and it creates some sounds that I've never created in the modular before.")© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Im letzten Patch führt Cigler den MultiMod in den Bereich der Audiobearbeitung: Ein Sinus aus dem Spectraphon wird durch das Modul geschickt und alle acht Ausgänge werden gemischt. Das Ergebnis ist eine wilde, unvorhersehbare Textur, die die Grenzen herkömmlicher Modulationsquellen sprengt. Durch das Routen der Ausgänge über Optomix und X-Pan sowie weiter in QPAS und Mimeophone wird der Patch zu einem Spielplatz für Stereobewegung und spektrales Chaos.
Während der gesamten Demonstration betont Cigler die Flexibilität des MultiMod – egal ob für temposynchrone rhythmische Effekte oder für dichte, ambientartige Layer aus einem einzigen Eingangssignal. Die Fähigkeit des Moduls, sowohl subtile Animation als auch komplettes Klangchaos zu erzeugen, macht es zu einer spannenden Ergänzung für jedes Eurorack. Das Video endet mit einer getakteten Sequenz, die zeigt, wie der MultiMod einfache Quellen in komplexe, sich entwickelnde Klanglandschaften verwandeln kann.
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