Make Noise Output Mixing: Submixing auf PoliMATHS und MultiWAVE im Fokus

13. November 2025

MILES

Make Noise Output Mixing: Submixing auf PoliMATHS und MultiWAVE im Fokus

Make Noise, die modularen Tüftler aus Asheville, melden sich mit einem tiefgehenden Einblick in das Output Mixing ihrer neuesten Module: PoliMATHS und MultiWAVE. Im offiziellen Walkthrough zeigt das Team, wie beide Module flexible Submixing-Optionen bieten, mit denen sich Kanäle auf unkonventionelle Weise für Modulation und Voicing gruppieren lassen. Das Video erklärt die nötigen Tastenkombinationen, demonstriert die LED-Anzeigen und liefert Patch-Beispiele, die das kreative Potenzial dieser Submixes verdeutlichen. Wer wissen will, wie sich diese Module für komplexeres Signal-Routing ins Rack einfügen, sollte hier unbedingt reinschauen.

Die Submixer im Überblick: PoliMATHS und MultiWAVE

Make Noise stellt zwei Module vor – PoliMATHS und MultiWAVE – die beide mit fortschrittlichen Output-Mixing-Funktionen ausgestattet sind. Jedes dieser Module bietet acht Kanäle, und im Video wird zunächst gezeigt, wie im Standardbetrieb jeder Kanal direkt auf seinen eigenen Ausgang geroutet wird. Diese unkomplizierte Zuordnung ist ideal für Nutzer, die eine klare Eins-zu-eins-Verkabelung bevorzugen, doch das ist nur der Anfang dessen, was die Module leisten können.

Der eigentliche Reiz liegt in ihrer Fähigkeit zum Submixing, also dem Gruppieren von Ausgängen auf vielfältige Weise. Mit aktiviertem Submixing lassen sich Ausgänge flexibel zusammenfassen – perfekt, um komplexe Modulationsquellen oder mehrere Stimmen auf einem Ausgang zu bündeln. Gerade in größeren Modularsystemen oder bei der Integration mit anderen Modulen, die von Summensignalen profitieren, spielt diese Flexibilität ihre Stärken aus.


Submixing: Gruppierungen für Modulation und Voicing

Das Submixing-Feature beider Module ermöglicht alternative Gruppierungen der Kanäle – ein echter Gamechanger für Modulation und Voicing. Bei PoliMATHS werden mit aktiviertem Submixing die Ausgänge von links nach rechts gemischt, und durch das Einstecken von Kabeln in bestimmte Ausgänge lassen sich diese Gruppen gezielt aufbrechen. Jedes eingesteckte Kabel entfernt den jeweiligen Ausgang aus dem Mix der darüberliegenden Kanäle, sodass sich die Gruppierung dynamisch anpassen lässt.

MultiWAVE geht einen etwas anderen Weg: Hier sind die ersten vier Ausgänge Direktabgriffe der Kanäle 1 bis 4, während die übrigen Ausgänge Summensignale für Oszillator A, Oszillator B sowie alle ungeraden oder geraden Kanäle liefern. Das eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Layering, Stereo-Bilder oder komplexe Texturen aus nur einem Modul. Im Video wird deutlich: Diese Submix-Optionen sind weit mehr als reine Komfortfunktionen – sie sind eigenständige Kreativwerkzeuge.

Ausgänge 1 bis 4 sind Direktabgriffe für die Kanäle 1 bis 4 von MultiWAVE.

© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)

Output Mixing aktivieren: Tastenkombinationen und LED-Feedback

Die Blitz-LEDs daneben leuchten grün, wenn Submixing aktiviert ist, und rot, wenn es deaktiviert wurde.

© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)

Das Aktivieren des Output Mixing auf PoliMATHS ist denkbar einfach: Mode- und Cycle-Taste gleichzeitig gedrückt halten. Die Blitz-LEDs daneben geben klares visuelles Feedback – sie leuchten grün, wenn Submixing aktiv ist, und rot, wenn es deaktiviert wurde. So ist der Status des Moduls auch im dunklen Rack sofort ersichtlich.

Bei MultiWAVE drückt man zunächst die Page-2-Taste und anschließend die Mode-Taste. Auch hier zeigen grüne LEDs aktives Submixing und rote LEDs den ausgeschalteten Zustand. Dank dieser intuitiven Bedienung lässt sich schnell zwischen Direkt- und Summenausgängen umschalten – ganz ohne Menü-Gewühle. Die goldenen Markierungen auf dem MultiWAVE-Panel helfen zusätzlich, die verschiedenen Submixes direkt am Gerät abzulesen.

Patch-Beispiele: Kreative Signalmanipulation in Aktion

Das Video schließt mit praxisnahen Patch-Beispielen, die die Möglichkeiten des Submixings eindrucksvoll demonstrieren. Bei PoliMATHS etwa sorgt ein Kabel an Ausgang 8 dafür, dass alle acht Kanäle zu einer komplexen Funktion gemischt werden – perfekt für reichhaltige Modulationssignale. Ist Ausgang 1 bereits belegt, wird dieser automatisch aus dem Mix ausgeschlossen, was die dynamische Anpassung des Systems an Patch-Entscheidungen zeigt.

Ein weiteres Beispiel: Ein Kabel an Ausgang 4 liefert eine Mischung aus den Kanälen 2, 3 und 4, während das erste Kabel weiterhin die verbleibenden Kanäle summiert. Diese kaskadierende Logik erlaubt ausgefeilte Signalaufteilungen und -kombinationen – ideal für modulare Modulation oder geschichtete Audiowege. Bei MultiWAVE ermöglichen die Submixes schnellen Zugriff auf Summenausgänge für alle Oszillatoren oder nur ungerade/gerade Kanäle und machen so das Erstellen von Stereo- oder Mehrfach-Layer-Patches zum Kinderspiel.

Diese Beispiele unterstreichen: Die Module sind nicht nur Klangquellen oder Modulatoren, sondern flexible Signalrouter. Die Möglichkeit, Ausgänge im laufenden Betrieb neu zu konfigurieren, lädt zum Experimentieren ein und eröffnet neue Wege für kreatives Sounddesign – ganz im Sinne der Make-Noise-Philosophie.

Mit aktiviertem Submixing liefert ein einzelnes Kabel an Ausgang 8 die Spannung aller acht Kanäle von PoliMATHS als komplexe Summe.

© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/make-noise-output-mixing-exploring-submixing-on-polimaths-and-multiwave/
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