Das Make Noise QMMG ist zurück – diesmal in einer markanten Black and Gold Edition. Die Innovatoren aus Asheville nehmen sich eines ihrer renommiertesten Module erneut vor. Im offiziellen Video führt Make Noise durch das vielschichtige Design des QMMG: vier vactrol-basierte Kanäle, flexible Verschaltungen und eine Feedback-Schaltung, die alles andere als gewöhnlich ist. Wie immer ist die Präsentation experimentell und patch-orientiert und zeigt, wie das QMMG vom Buchla-inspirierten Low-Pass-Gate bis hin zu einer kompletten Synth-Voice oder einem Filternetzwerk mutieren kann. Für Modular-Enthusiasten ist dies ein tiefer Einblick in ein Modul, das genauso viel Charakter wie Nutzwert bietet.

15. August 2024
MILES
Make Noise QMMG kehrt zurück: Black & Gold Edition belebt einen Klassiker neu
Ein Klassiker neu geboren: Black & Gold QMMG kehrt zurück
Make Noise bringt das QMMG, ihr Quad Multimode Gate, in einer limitierten Black and Gold Edition zurück. Diese Neuauflage ist nicht nur ein nostalgischer Rückblick, sondern positioniert das QMMG als zeitgemäßes Werkzeug für heutige Modular-Setups. Das Video inszeniert die Rückkehr des Moduls als Hommage an sein Erbe und als Einladung, seine Eigenheiten neu zu entdecken.
Das QMMG-Design orientiert sich am Buchla 292, doch Make Noise begnügt sich nicht mit einer reinen Kopie. Stattdessen wird das Original weitergedacht, mit zusätzlichen Features und einer unverwechselbaren Optik. Die limitierte Auflage und das neue Design sorgen dafür, dass es sich sowohl klanglich als auch optisch im aktuellen Eurorack-Umfeld abhebt.

"The QMMG is returning again in a limited black and gold edition."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Vier Vactrol-Kanäle: Mehr als nur Gates

"Each of the four channels has the same set of controls, but probably not the same sound, since the QMMG is a Vactorall-based device."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Im Zentrum des QMMG stehen vier unabhängige, vactrol-basierte Kanäle, die jeweils als VCA, Low-Pass-Gate, Low-Pass-Filter oder High-Pass-Filter arbeiten können. Diese Vielseitigkeit erlaubt es, das Modul als dynamisches Gate, klassischen Filter oder sogar als komplette Synth-Voice einzusetzen – je nach Patch. Das Video demonstriert die einzelnen Modi und hebt die klanglichen Unterschiede sowie die organische Ansprache der Vactrol-Schaltungen hervor.
Jeder Kanal besitzt einen eigenen Ausgang, dazu gibt es einen Sum-Ausgang für einfaches Mischen – ein Trick, den man auch vom Make Noise Maths kennt. Einzelne Ausgänge entfernen ihren Kanal aus dem Sum, was flexible Signalführung ermöglicht. Die Vactrols verleihen jedem Kanal einen eigenen Charakter, was besonders für Fans subtiler Analog-Variationen interessant ist.
Analoge Potis und Schutz: Praktische Upgrades
Eine der wichtigsten Neuerungen dieser Edition ist die Verwendung von analogen Potentiometern für die Moduswahl, anstelle der Drehschalter des Originals. Diese scheinbar kleine Änderung verbessert das Bediengefühl deutlich und macht das Umschalten der Modi im Live-Betrieb einfacher. Die Haptik der Potis lädt zudem zu experimentellen und performativen Patches ein.
Zusätzlich hat Make Noise eine Reverse-Power-Protection auf der unteren Platine integriert. Kein spektakuläres, aber ein äußerst sinnvolles Feature, das das Modul beim Einbau vor Verpolung schützt. Diese Verbesserungen machen das QMMG robuster und benutzerfreundlicher, während die Kernfunktionen des Originals von 2008 erhalten bleiben.
Normalisierungen und serielle Verschaltung: Kreative Konfigurationen
Die internen Normalisierungen des QMMG sind besonders für Patch-Fans spannend. Die Eingänge der inneren Kanäle sind auf die Ausgänge der äußeren normalisiert, was serielle Verschaltungen ohne Kabelsalat ermöglicht. Beispielsweise wird ein Signal, das in Kanal eins gepatcht wird, automatisch durch Kanal zwei geführt – es sei denn, man patcht einen anderen Input. So entstehen mehrstufige Filter- oder Gate-Ketten mit minimalem Aufwand.
Dieses Setup erlaubt klassische Synth-Architekturen: Kanal eins als Low-Pass, Kanal zwei als VCA für eine traditionelle Voice, oder Kanal zwei als High-Pass für ein Dual-Peak-Bandpass-Filter. Auch die Steuereingänge sind normalisiert, sodass eine Modulationsquelle mehrere Filter-Cutoffs gleichzeitig steuern kann. Wer mehr Komplexität möchte, fügt einfach weitere Modulationen hinzu.
Der Sum-Ausgang erweitert die kreativen Möglichkeiten zusätzlich, indem er das Mischen für Multi-Tab-Filternetzwerke oder parallele Signalwege erlaubt. Das Video lädt dazu ein, das QMMG als modulares Filterspielplatz zu verstehen – nicht nur als Set aus Gates oder VCAs.
Feedback-Schaltung: Modusabhängiger Charakter
Eine der markantesten Eigenschaften ist die Feedback-Regelung des QMMG, die je nach Modus unterschiedlich arbeitet. Im Low-Pass-Gate-Modus dämpft das Feedback das natürliche „Ringing“ der Schaltung und macht die Amplitudenhüllkurve knackiger und kürzer – ein subtiler, aber wirkungsvoller Weg, perkussive Sounds zu formen.
In den Low-Pass- und High-Pass-Filter-Modi sorgt das Feedback hingegen für spannungsgesteuerte Resonanz und verleiht dem Filter mehr Biss und Charakter. Diese Dualität gibt dem QMMG eine eigene Stimme im Modular-Kosmos und erlaubt den Wechsel von weichen Gates zu resonanten, aggressiven Filtern mit nur einer Drehung.

"In low pass and high pass modes, feedback provides a voltage controlled resonance."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
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