Make Noise bringt mit dem MultiWAVE-Modul eine digitale Tiefenbohrung in Sachen Klangmodulation: Ein MultiMod-inspirierter LFO animiert die Wavetables zweier Oszillatoren. Im offiziellen Walkthrough zeigen die Avantgardisten aus Asheville, wie ihre charakteristische Modulationsarchitektur in praxisnahe Klanggestaltung übersetzt wird – mit Fokus auf unabhängige Formen, Modulationsgeschwindigkeit und fortgeschrittene Page-2-Optionen. Wer wissen will, wie digitale LFOs komplexe Klangbewegungen formen oder wie sich die Workflow-Philosophie von Make Noise im neuesten Modul manifestiert, bekommt hier einen präzisen, architekturorientierten Einblick in den Modulationsmotor des MultiWAVE.

Eine Dual-Oszillator-Spielwiese für MultiMod-LFOs
Das Herzstück des MultiWAVE ist die Integration eines MultiMod-inspirierten LFOs, der speziell für die Klangmodulation durch das Scannen von Wavetables entwickelt wurde. Dieser LFO ist kein generischer Modulationsgeber – er liest gezielt die aktuell gewählte Wavetable aus und eröffnet so unmittelbare Möglichkeiten zur dynamischen Klanggestaltung.
Bemerkenswert ist dabei die Umsetzung auf zwei Oszillatoren: Sowohl Oszillator A als auch Oszillator B verfügen über einen eigenen MultiMod-LFO, was parallele oder kontrastierende Klangbewegungen ermöglicht. Diese Dualität eröffnet ein vielseitiges Sounddesign-Feld, in dem jeder Oszillator unabhängig oder gemeinsam animiert werden kann – je nach kreativer Intention.

"MultiWave contains a multimod-styled LFO, which reads through the currently selected wavetable for timbre modulation."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Unabhängige Formen, gemeinsames Timing: ModTime und ModShape im Einsatz

"Modulation shapes can be set independently per oscillator, with the ModTime panel control setting the speed of modulation for both."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Ein Workflow-Highlight des MultiWAVE ist die Möglichkeit, für jeden Oszillator die Modulationsform unabhängig festzulegen. Über die ModShape-Taste für Oszillator A und B wählt man die LFO-Kurve, die die Wavetable-Position animiert – so entstehen feine Layerings oder markante Kontraste zwischen beiden Stimmen.
Trotz dieser Unabhängigkeit bei der Formauswahl wird die Modulationsgeschwindigkeit global über den ModTime-Regler gesteuert. Beide Oszillatoren teilen sich also ein gemeinsames Tempo, wobei durch Spread oder Modulationsverteilung pro Stimme dennoch Varianz möglich ist. Das Ergebnis ist ein System, das Flexibilität mit Performance-tauglicher Übersicht verbindet.
Wavetable-Scanning: Von Ramp bis Random – eine Modulationsformen-Palette
Die Modulationspalette des MultiWAVE ist beeindruckend breit und bietet Formen, die jeweils eine eigene Bewegung ins Wavetable-Scanning bringen. Die Ramp-Form, rot markiert, liest die Tabelle klassisch vorwärts aus – ideal für klassische Sweeps. Die grüne Sägezahnform kehrt den Ablauf um, während das blaue Dreieck (Pingpong) die Richtung abwechselnd vor- und zurückpendeln lässt.
Die violette Sinusform folgt dem Dreieckspfad, verlangsamt aber an den Enden – das ergibt organischere, atmende Modulationen. Pink Staircase quantisiert den Scan in 32 diskrete Stufen – perfekt für gestufte oder sequenzierte Klangänderungen. Für Unvorhersehbarkeit sorgt Orange mit gestuftem Zufallszugriff, während Gelb eine fließende Zufallsbewegung bietet – beide bringen stochastische Elemente ins Spiel.
Diese Vielfalt, pro Oszillator wählbar, ermöglicht alles von rhythmisch-repetitiven Sweeps bis zu chaotisch-evolvierenden Texturen – ein Ansatz, der Make Noises Philosophie offener Klangforschung widerspiegelt.

"Pink is a staircase, which reads like the ramp shape, but instead of a continuous read, it jumps to 32 discrete steps, which allow for stepped wavetable scanning."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Page 2: Erweiterte Mod-Regionen und Reset-Modi

"The multi-mod within multi-wave contains deeper levels of functionality as well, which can be found on page 2."
© Screenshot/Zitat: Maken0Isemusic (YouTube)
Hinter den offensichtlichen Bedienelementen verbirgt sich beim MultiWAVE eine tiefere Architekturebene auf Page 2. Hier kann festgelegt werden, wie die Wavetable gelesen wird: Mit der Mod-Region-Einstellung entscheidet man, ob vom aktuellen Wellen-Position bis zum Ende oder vom Anfang bis zur gewählten Position gescannt wird. Diese scheinbar kleine Unterscheidung kann die Klangbewegung deutlich beeinflussen.
Auch die Reset-Modi für jeden Oszillator werden hier verwaltet – von freilaufend über Reset bei Aktivierung bis hin zu One-Shot. Die Auswahl erfolgt über die ModShape-Tasten mit klarer LED-Anzeige. Damit lässt sich das Modul sowohl für kontinuierliche als auch für ereignisgesteuerte Modulationen flexibel einsetzen.
Mehr Wissen: Deep Dives und weiterführende Ressourcen
Wer das Modulationssystem des MultiWAVE bis ins Detail verstehen will, findet bei Make Noise eigene Videos zu den fortgeschrittenen Page-2-Einstellungen und Modulationstechniken. Diese Zusatzmaterialien sind über Playlists und Videobeschreibung leicht erreichbar – so steht einer architektonischen Tiefenerkundung nichts im Wege.
Zum YouTube Video:
Latest articles
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/MAKEN0ISEMUSIC
Links von MAKEN0ISEMUSIC:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen