Metamyther hat keine Lust auf Nostalgie – hier prallen drei Moogs in einem Synth-Battle aufeinander, das irgendwo zwischen Rave und Abrissbirne liegt. Der klassische Sub 37, der frischgebackene Messenger und das Mariana VST steigen in den Ring, aber nur einer holt sich die Bass-Krone. Es gibt scharfe Meinungen, dreckige Sounddemos und einen Workflow-Vergleich, bei dem selbst deine DAW ins Schwitzen kommt. Wer wissen will, welcher Moog heute wirklich ein Straßenkämpfer ist und welcher nur noch als Türstopper taugt, braucht dieses Duell. Spoiler: Metamyther’s cineastisch-industrieller Stil verschont keinen Synth.

12. Februar 2026
SPARKY
Moog-Massaker: Metamyther lässt Sub 37, Messenger und Mariana gegeneinander antreten
Drei Moogs gehen rein, einer kommt raus
Metamyther macht keine halben Sachen – er stellt den Moog Sub 37, Messenger und das Mariana VST zum gnadenlosen Vergleich auf und stellt die einzig relevante Frage: Können die Neulinge dem Sub 37 den Thron streitig machen, oder surfen sie nur auf seiner Legende? Der Sub 37 bekommt als erster das Rampenlicht, und schnell wird klar: Hier geht’s nicht um Nostalgie. Dieser Synth hat Jahre in einem Studio überlebt, in dem anderes Gear kaum zwei Wochen durchhält.
Gerade der Workflow mit Ableton ist beim Sub 37 ein dicker Pluspunkt. Patch-Speichern geht fix, und die Bedienung ist so direkt, dass man nicht wie in einem schlechten 90er-Rollenspiel durch Menüs irrt. Metamyther steht auf Direktheit und Performance – wenn ein Synth nicht mithält, fliegt er raus. Der Sub 37 bringt Gewicht mit (im doppelten Sinne), aber Messenger und Mariana wollen zeigen, dass moderne Moogs nicht nur was für Vintage-Fans sind.
Bass, Leads und Klangmasse: Das Sound-Duell
Bei den Sounddemos fliegen die Fetzen. Der Sub 37 feuert klassische Bässe und Leads raus, mit dem typischen Moog-Growl und einer Filtersektion, die von cremig bis fies alles kann. Multi-Drive und Feedback sorgen für Sounds, die dir die Füllungen aus den Zähnen vibrieren – ganz ohne Effekte, einfach purer Analogdruck.
Der Messenger bringt neue Tricks: Wave-Folding, die Res-Bass-Taste, die auch bei hoher Resonanz den Bass fett hält. Klingt bissig und aggressiv, und die FM-Optionen sorgen für metallische Kanten. Mariana, obwohl nur ein Plugin, hält mit dicken, fleischigen Bässen und Dual-Oszillator-Setup erstaunlich gut mit. Wer hören will, wie diese Synths wirklich knurren und schnurren, muss die Demos im Video erleben – Worte können den Dreck und die Energie kaum einfangen.

"Dass der Bass bei aufgedrehter Resonanz erhalten bleibt, gibt dem Sound so viel mehr Wucht – das begeistert mich total."
("That retention of bass just gives it so much more girth, which is super exciting to me.")© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)
Klassiker-Charme vs. Moderne Moves

"Ich kann gar nicht genug betonen, wie gut dieses Teil als Live-Instrument ist."
("I cannot understate to you how good of a live instrument this is.")© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)
Der Ruf des Sub 37 ist nicht nur Hype – als Live-Instrument ist er ein Traum: Alles direkt erreichbar, robust gebaut wie ein Panzer. Aber perfekt ist er nicht: Keine Effekte, begrenzte Presets, und das Gewicht ist nicht zu unterschätzen. Der Messenger modernisiert das Konzept mit Wave-Folding, FM und Res-Bass, verliert aber Punkte wegen Plastikfeeling und fehlendem Display. Dafür ist er leichter und angenehmer zu schleppen.
Mariana ist der Joker: Features, die Hardware nicht bieten kann – zwei Synth-Engines, fünf Filtertypen, eingebaute Effekte und sogar CV-I/O. Aber das Plugin-Workflow bedeutet: viel Geklicke, und die Latenz nervt. Metamyther sieht’s so: Jeder Synth hat seinen eigenen Charakter – Sub 37 ist die klassische Straßenwaffe, Messenger der neue Herausforderer mit Ecken und Kanten, Mariana das digitale Schwergewicht für alle, die Moog-Power ohne Bandscheibenvorfall wollen.
Workflow, Features und Genre-Hacks
Beim Sub 37 geht’s um Direktheit: fette Regler, keine Menüs, Companion-App fürs Patch-Management. Ein Hands-on-Biest, perfekt für Techno, House oder alles, was nach Kontrolle schreit. Messenger legt bei der Modulation nach: FM-Routing, zuweisbare Hüllkurven, Res-Bass – aber fehlendes Display und etwas billige Regler könnten Puristen stören. Dafür ist der Sequencer mit CV-Outs ein Traum für Modular-Fans.
Mariana ist ein Sounddesigner-Spielplatz: Zwei Synth-Seiten, drei LFOs pro Engine, Zufallsgeneratoren und Effekte on board. Das Plugin kann sogar CV senden und empfangen – selten und für Hybrid-Setups echt praktisch. Nachteile? Viel Seitengeblättere, die Oberfläche kann selbst auf schnellen Rechnern laggen. Wer cineastisch, ambient oder experimentell unterwegs ist, findet hier aber Flexibilität ohne Ende. Für den vollen Workflow-Überblick und abgefahrene Patches sollte man Metamyther im Video zuschauen – manches lässt sich einfach nicht beschreiben.
Scorecard: Specs, Preis und das letzte Wort
Metamyther zieht zum Schluss eine gnadenlose Bilanz. Sub 37 ist am teuersten und schwersten, bleibt aber der Live-König – wenn man das Gewicht schleppen will. Messenger ist günstiger, leichter und bringt moderne Features, braucht aber noch etwas Firmware-Liebe und ein stabileres Gehäuse. Mariana ist das Sparmodell – kein Gewicht, unendlich Presets, Feature-Set auf Hardware-Niveau, aber mit Plugin-Macken.
Am Ende zählt nicht, welcher Moog objektiv der Beste ist – sondern welcher zu deinem Workflow und Gigbag passt. Wer die volle Klanggewalt und Metamythers persönliche Anekdoten (inklusive Synths, die sein Studio kaum überlebt haben) erleben will, sollte das Video schauen. Manche Dinge – wie ein Moog-Filter im Meltdown – muss man einfach gehört haben.

"Preislich ist der Sub-37 definitiv die teuerste Option von unseren heutigen Synths."
("Price-wise, Sub-37 is definitely the most expensive option of our synth today.")© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)
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