Noise Engineering Multi Repetitor: Rhythmische Evolution auf vier Kanälen

23. Januar 2026

MILES

Noise Engineering Multi Repetitor: Rhythmische Evolution auf vier Kanälen

Noise Engineering meldet sich mit dem Multi Repetitor zurück – einem vierkanaligen Rhythmus- und Akzent-Sequenzer, der gleichermaßen Performance-Tool und kreative Spielwiese ist. Aufbauend auf den Klassikern Numeric und Zularic Repetitor vereint dieses neueste Modul vertraute Rhythmusbänke mit euklidisch abgeleiteten Patterns, kanalweisen Modifikatoren und einer Fülle an direkter Kontrolle. Das offizielle Video führt durch die Bedienelemente, zeigt Patch-Beispiele und hebt Features hervor, die für Live-Tweaking und sich entwickelnde Grooves gedacht sind. Wer dynamische, modulare Rhythmen mit dem gewissen Etwas sucht, dürfte mit dem Multi Repetitor einen neuen Favoriten im Eurorack finden.

Ein neues Kapitel im Rhythmus-Sequencing

Noise Engineering stellt den Multi Repetitor als nächsten Schritt in ihrer Reihe von Rhythmus-Sequenzern vor und verspricht eine Mischung aus klassischer Inspiration und neuen algorithmischen Ansätzen. Das Video beginnt mit einem Verweis auf die Numeric- und Zularic-Repetitor-Module und macht deutlich: Der Multi Repetitor ist mehr als nur ein Aufguss – es handelt sich um eine durchdachte Weiterentwicklung, die auf unmittelbares Spielen ausgelegt ist.

Von Anfang an steht die Direktheit und Performance im Mittelpunkt. Mit vier Trigger- und vier Akzent-Ausgängen richtet sich das Modul klar an alle, die Rhythmen in Echtzeit formen wollen – egal ob im Studio oder auf der Bühne. Das Interface ist auf schnellen Zugriff ausgelegt und lädt dazu ein, direkt loszupatchen und zu tweaken, ohne sich durch Menüs zu hangeln oder lange zu überlegen.

Mit vier Trigger-Ausgängen und vier Akzent-Ausgängen ist der Multi-Repetitor für Performance-Patching, Live-Tweaking und rhythmische…

© Screenshot/Zitat: Noiseengineering (YouTube)

Vier Kanäle, vertraute Bänke und euklidische Überraschungen

Du kannst auch per CV zwischen den drei Modi wechseln, indem du den Set-Eingang nutzt.

© Screenshot/Zitat: Noiseengineering (YouTube)

Die Architektur des Multi Repetitor basiert auf vier unabhängigen Kanälen, die jeweils sowohl einen Trigger- als auch einen Akzent-Ausgang bieten. Diese Struktur lädt zu komplexen Layerings und ineinandergreifenden Patterns ein – ideal für modulare Percussion oder polyrhythmische Experimente. Das Akzent-System ist kein nachträglicher Einfall, sondern integraler Bestandteil des Designs und ermöglicht dynamische Grooves, die sich mit jedem Handgriff weiterentwickeln können.

Die Rhythmusbänke stammen aus den früheren Modulen von Noise Engineering, werden aber durch die euklidisch abgeleiteten Patterns deutlich erweitert. Nutzer können zwischen Numeric-, Zularic- und Euclidean-Modus wechseln – entweder manuell oder per CV. So eröffnet sich eine Bandbreite von klassischen bis hin zu algorithmisch generierten Rhythmen. Das Ergebnis ist ein Modul, das sich sowohl für traditionelle Grooves als auch für unvorhersehbare, generative Sequenzen eignet.

Prime-Fader, Faktor-Modifikatoren und Akzent-Alchemie

Die Bedienung ist das Herzstück des Multi Repetitor. Der Prime-Fader legt den Grundrhythmus fest und kann per CV extern moduliert werden. So lassen sich Basis-Patterns im Handumdrehen verändern – perfekt für Live-Sets oder sich entwickelnde Studio-Patches.

Jeder Kanal verfügt über einen eigenen Faktor-Fader, der das jeweilige Pattern je nach Modus verändert. Im Offset-Modus wird das Pattern innerhalb des Takts verschoben, im Multiply-Modus wird der Prime-Rhythmus mit dem Faktor multipliziert, und im Select-Modus wählt der Fader ein völlig neues Pattern. Diese drei Optionen bieten Patchern ein Werkzeugset für alles – von subtilen Variationen bis zu drastischen rhythmischen Brüchen.

Auch die Akzente lassen sich flexibel gestalten. Jeder Kanal besitzt einen eigenen Akzent-Schalter, mit dem Akzente deaktiviert, vom nächsten oder vom vorherigen Kanal abgeleitet werden können. So entsteht ein Netz aus voneinander abhängigen Rhythmen, bei dem die Akzente auf das Zusammenspiel der Kanäle reagieren und dynamische, teils überraschende Ergebnisse liefern. Wer seine Patterns gern jenseits des Offensichtlichen auslotet, wird hier belohnt.

Akzente werden auf dem Beat berechnet und reagieren darauf, wie Rhythmen über die Kanäle hinweg interagieren, was zu dynamischen und…

© Screenshot/Zitat: Noiseengineering (YouTube)

Patchwork: Rhythmische Erkundungen in Aktion

Im Video wird der Multi Repetitor in einer Reihe praxisnaher Patches gezeigt, oft gemeinsam mit anderen Noise-Engineering-Modulen. Die Demonstrationen unterstreichen, wie schnell man zwischen Rhythmusbänken wechseln, Akzente layern und per CV für sich entwickelnde Patterns sorgen kann. Das Design des Moduls lädt zum Erkunden ein – mit jedem Handgriff offenbaren sich neue rhythmische Beziehungen und Texturen.

Ob mit Set- und Akzent-Schaltern in Kombination oder durch Modulation der Faktor- und Prime-Fader per CV: Der Multi Repetitor beweist sich als flexibles Zentrum für komplexe modulare Grooves. Die Beispiele machen klar, dass es sich hier nicht um einen statischen Pattern-Generator handelt, sondern um einen lebendigen Sequencer, der auf jede Nuance reagiert – ideal für alle, die von ihren Rhythmen genauso überrascht werden möchten wie ihr Publikum.


Flip the Script: Invertierte Orientierung für Performance-Flexibilität

Wie man sieht, unterstützt der Multi-Repetitor eine invertierte Orientierung für Faders-down-Setups.

© Screenshot/Zitat: Noiseengineering (YouTube)

Noise Engineering rundet das Feature-Set mit einem Extra für Live-Performer ab: Der Multi Repetitor unterstützt invertierte Fader-Orientierung und ermöglicht so Faders-down-Setups. Das ist ein durchdachtes Detail für alle, die ihre Module gern im Rack drehen oder ungewöhnliche Case-Layouts nutzen. Die Umstellung ist unkompliziert – einfach beim Einschalten den Tap/Reset-Button gedrückt halten, und die neue Orientierung wird per farbigem LED bestätigt. Ein kleines, aber feines Feature, das die Anpassungsfähigkeit des Moduls für reale Setups unterstreicht.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/noise-engineerings-multi-repetitor-rhythmic-evolution-in-four-channels/
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