OXI Instruments, die spanischen Innovatoren hinter den Modulen OXI One und Coral, haben ein frisches Firmware-Update für ihr Coral Eurorack-Modul veröffentlicht und damit die neue ACID-Engine eingeführt. Dieses Update bringt eine von der 303 inspirierte Mono-Synth-Stimme in den Coral, komplett mit variabel geformtem, virtuell-analogem Oszillator, nachgeschaltetem Filter-Distortion und einem Filter, der für echtes Squelch-Feeling abgestimmt ist. Im offiziellen Tutorial führt OXI durch die neuen Features und zeigt, wie sich klassische Acid-Lines per Hand und cleverer Modulation formen lassen. Wer auf den charakteristischen Resonanz- und Accent-Snap steht, dürfte mit diesem Update als Modular-Acid-Fan voll auf seine Kosten kommen.

8. Mai 2024
MILES
OXI Instruments entfesselt ACID: 303-Squelch im CORAL 2.0 Update
ACID Engine: 303-DNA im Eurorack-Gewand
Die neue ACID-Engine des OXI CORAL wird als 303-Style Mono-Synth vorgestellt und zielt klar auf das klassische Acid-Sound-Repertoire. OXI Instruments präsentiert hier ihre Interpretation der legendären TB-303, allerdings mit modernem Twist: Ein variabel geformter, virtuell-analoger Oszillator, der stufenlos zwischen Sägezahn, Rechteck und Pulswelle morpht. Im Fokus steht das Einfangen des ikonischen Squelch-Charakters, aber mit zusätzlicher Flexibilität für heutige Modular-Setups.
Auch eine nachgeschaltete Distortion ist an Bord, mit der sich der Sound in rauere Gefilde schieben lässt. Die Engine ist für monophones Spiel ausgelegt, inklusive der typischen Accent- und Glide-Verhaltensweisen, die Acid-Basslines ausmachen. Wie bei anderen OXI-Instruments-Produkten steht ein schneller, hands-on Workflow im Vordergrund, sodass sich die charakteristischen Acid-Klänge ohne Menü-Gewühle direkt einstellen lassen.

"ACID is a 303 style mono synth with built in distortion and it sounds like this."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Die entscheidenden Regler: Timbre, Harm und Morph

"With the Morph control, we can set the accent amount."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Im Tutorial werden die Kernregler vorgestellt, die den Sound der ACID-Engine formen. Mit dem Timbre-Regler lässt sich die Oszillatorwellenform von Sägezahn (ganz links) über Rechteck (Mitte) bis hin zu einer engen Pulswelle (ganz rechts) stufenlos durchfahren. Dieses kontinuierliche Morphen ist ein klarer Unterschied zu den festen Wellenformen klassischer Acid-Boxen und eröffnet mehr klangliche Möglichkeiten für experimentierfreudige Patch-Fans.
Die Distortion wird über den Harm-Regler eingestellt, der die Stärke der nachgeschalteten Verzerrung bestimmt. Das ist entscheidend, um das richtige Maß an Biss und Aggression zu finden – besonders in Kombination mit der Filterresonanz. Der Morph-Regler wiederum ist für die Accent-Intensität zuständig und steuert, wie ausgeprägt die typischen Acid-Akzente in Sachen Verzerrung und Filterhüllkurve ausfallen.
Glide: Rutschende Noten, zwei Wege
Das für Acid so typische Glide lässt sich beim CORAL ganz unkompliziert realisieren. Im Video werden zwei Ansätze gezeigt: Mit CV patcht man einfach ein Volt-pro-Oktave-Signal und ein Gate, dann sendet man Glides aus dem Sequencer oder verändert die Tonhöhe, während das Gate gehalten wird. Für MIDI-Nutzer gilt: Mono-Part einrichten und legato gespielte Noten – also überlappende oder fast überlappende Noten – triggern das Glide, genau wie bei klassischen Acid-Maschinen. Diese Flexibilität macht die ACID-Engine sowohl für Modular- als auch MIDI-Setups nahtlos einsetzbar.
Accent: Das Geheimnis des Acid-Sounds
Akzente sind ein zentrales Element des Acid-Sounds, und die ACID-Engine des CORAL bietet gleich mehrere Wege, sie in die Sequenzen zu bringen. Der Morph-Regler bestimmt die Accent-Intensität, aber wie man Akzente setzt, hängt von der Steuerung ab. Mit MIDI gilt: Jede Note mit Velocity über 100 wird als Akzent gewertet, niedrigere Werte bleiben ohne Akzent. So lässt sich das typische, dynamische Spiel direkt aus DAW oder Hardware-Sequencer programmieren.
Wer mit CV arbeitet, kann ein Gate an den Amp-Eingang schicken, um einzelne Steps zu akzentuieren. Akzentuierte Noten werden mit mehr Verzerrung und einer stärkeren Filterhüllkurve gespielt – das sorgt für den charakteristischen Punch und Drive. Das Tutorial zeigt außerdem, dass sich Velocity- oder Modulationsausgänge eines Sequencers nutzen lassen, um diese Parameter zu modulieren – ideal für Live-Tweaks und generative Patches.

"The accent is an important characteristic of the ACID sound."
© Screenshot/Zitat: Oxiinstruments (YouTube)
Delay und mehr: Das 2.0-Feintuning
Das aktuelle Firmware-Update bringt nicht nur die ACID-Engine. OXI Instruments hat dem Coral auch einen Delay-Effekt und weitere Verbesserungen spendiert, was das klangliche Spektrum abrundet. Im Video bleibt der Fokus zwar auf Acid, aber das Delay eröffnet noch mehr Möglichkeiten für rhythmische und texturale Experimente – neugierige Patch-Fans werden hier sicher weiterforschen wollen.
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