Der Seaboard RISE 2 von ROLI ist kein gewöhnlicher MIDI-Controller – er ist ein digitales Instrument, das für tiefgehende, multidimensionale Ausdruckskraft entwickelt wurde. In diesem offiziellen Video führt die Produzentin OBLVYN (Catherine Bliemel) durch ihre wichtigsten Tipps und Tricks, um das einzigartige Interface und das Ausdruckspotenzial des RISE 2 zu meistern. Von der Optimierung der Glide-Einstellungen für schnelle Melodieläufe über kreatives Expression Mapping bis hin zur nahtlosen Plugin-Integration bietet das Video einen praxisnahen, workflow-orientierten Einblick, was den Seaboard RISE 2 in der modernen elektronischen Produktion auszeichnet. Wie immer bei ROLI steht die taktile Nuance und Software-Integration im Mittelpunkt – OBLVYNs praxisnahe Hinweise bleiben dabei stets im musikalischen Alltag verankert.

26. Juli 2024
LYRA
ROLI Seaboard RISE 2: OBLVYNs Workflow-Tipps für ausdrucksstarkes digitales Spiel
OBLVYNs Seaboard-RISE-2-Playbook
Das Video beginnt mit der elektronischen Musikproduzentin OBLVYN, die ihren Ansatz für den ROLI Seaboard RISE 2 vorstellt und ihn sofort als Werkzeug für ausdrucksstarkes, nuanciertes Spiel einordnet. Sie spricht ein typisches Problem für Spieler an, die schnelle Melodieläufe bevorzugen: Die Standardeinstellungen für Glide können dazu führen, dass Töne ungewollt verbogen werden – besonders bei monophonen Sounds oder wenn man im Shred-Stil spielt. Das ist ein praxisrelevantes Thema für alle, die den RISE 2 als Lead-Instrument in der elektronischen Produktion nutzen, wo Tonhöhenpräzision und kontrollierte Bends sorgfältig ausbalanciert werden müssen.
OBLVYN demonstriert, wie sich die Glide-Empfindlichkeit – entweder über die ROLI Dashboard App oder direkt am ersten Fader der Hardware – gezielt anpassen lässt, um die Spielbarkeit deutlich zu verbessern. Indem sie Glide vom Standard-Maximum herunterregelt, findet sie einen Sweet Spot, der sowohl saubere schnelle Läufe als auch kontrolliertes Vibrato und Pitch-Bends ermöglicht. Dieser praxisnahe Tipp zeigt, dass sich das Spielgefühl des RISE 2 individuell konfigurieren lässt, aber etwas Feintuning erfordert, um es an den eigenen Stil anzupassen.

"Am einfachsten löst man das, indem man die Glide-Einstellungen entweder in der ROLI Dashboard App oder direkt hier am ersten Fader des Seaboard anpasst, der die Glide-Empfindlichkeit steuert."
("The easiest way to solve this is by adjusting the glide settings, either in the Rolly Dashboard app or right on the seaboard here on the first fader, which controls the glide sensitivity.")© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
Fünf Dimensionen, unendliche Nuancen

"Eine weitere coole Sache, die man mit Pitch machen kann: Da es MPE ist, kann man Akkorde spielen und einzelne Noten im Akkord biegen, ohne dass andere Noten beeinflusst werden."
("Another cool thing you can do with pitch, because it is MPE, you can play chords and bend individual notes in the chord without it affecting other notes within the chord.")© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
Eine der zentralen Stärken des Seaboard RISE 2 sind seine fünf Ausdrucksdimensionen: Slide, Glide, Strike, Lift und Press (Aftertouch). OBLVYN hebt hervor, wie diese Dimensionen komplexe melodische Phrasierungen ermöglichen – vom Hineingleiten in Töne über die Ribbons bis hin zu Vibrato durch das Wippen des Fingers. Die Möglichkeit, in Töne hineinzubiegen oder Verzierungen (Grace Notes) einen Halb- oder Ganzton entfernt hinzuzufügen, bringt eine Artikulationsebene, die bei herkömmlichen MIDI-Controllern selten ist.
Besonders eindrucksvoll ist die Demonstration von MPE (MIDI Polyphonic Expression) in Aktion. OBLVYN zeigt, wie einzelne Noten innerhalb eines Akkords unabhängig voneinander gebogen werden können – ein Feature, das auf klassischen Keyboards praktisch unmöglich ist. Mit einem Pad-Sound in Equator 2 illustriert sie, wie die Architektur des RISE 2 wirklich polyphonen Ausdruck unterstützt und das Instrument sowohl für Sololinien als auch für komplexe harmonische Texturen prädestiniert.
Plugin-Integration: Über Equator 2 hinaus
Die Vielseitigkeit des RISE 2 wird durch seine Kompatibilität mit Drittanbieter-Plugins weiter unterstrichen. OBLVYN merkt an, dass das Instrument zwar mit Equator 2 ausgeliefert wird – einem von Grund auf für MPE und multidimensionale Kontrolle entwickelten Synth – sich aber auch mit einer Vielzahl externer Plugins integrieren lässt. Das Preset-Browsing in Equator 2 ist übersichtlich, mit klaren MPE-Kennzeichnungen, sodass man schnell Sounds findet, die auf alle fünf Ausdrucksdimensionen reagieren.
Bei anderen Plugins ist etwas Einrichtung notwendig, um volle MPE-Kompatibilität zu erreichen, aber einmal konfiguriert, eröffnet der RISE 2 ausdrucksstarke Möglichkeiten für jede Sound-Engine. Diese Flexibilität positioniert das Seaboard nicht nur als proprietären Controller, sondern als universelle Schnittstelle für ausdrucksstarke digitale Synthese – vorausgesetzt, man investiert anfangs etwas Zeit in die Einrichtung.

"Bei anderen Drittanbieter-Plugins sind ein paar zusätzliche Schritte nötig, um sie kompatibel mit dem Seaboard zu machen."
("With other third party plugins, there are a couple extra steps that you have to take to make it compatible with the seaboard.")© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
Expression Mapping: Klanggestaltung in Echtzeit
Beim Expression Mapping zeigt sich die digitale Architektur des Seaboard RISE 2 von ihrer stärksten Seite. OBLVYN stellt klassische Modulationsquellen wie LFOs, Automationen und Hüllkurven dem direkten, performativen Zugriff über die multidimensionale Berührung des Seaboard gegenüber. Indem sie Gesten wie Slide auf Parameter wie Sync-Frequenzmodulation in Serum mappt, demonstriert sie, wie sich Klänge in Echtzeit formen lassen – ohne statische Automation, sondern mit dynamischer, händischer Kontrolle.
Sie geht auch auf fortgeschrittene Mappings ein, etwa das Einblenden einer zweiten Synth-Schicht nur bei einer bestimmten Geste. Beim Editieren eines Patches in Equator 2 zeigt OBLVYN, wie das Hochgleiten eine Pad-Layer hinzufügt und so emotionale Tiefe oder Spannung ins Spiel bringt. Diese Beispiele unterstreichen das Potenzial des RISE 2 als Sounddesign-Instrument, das Nutzern granulare Kontrolle über Klangfarbe und Textur im Live-Spiel gibt.
Pflege zählt: Oberfläche sauber halten

"Öle, Schmutz und Partikel sammeln sich mit der Zeit an und erhöhen tatsächlich den Widerstand, wenn man versucht, sich zu bewegen oder zu gleiten."
("Oils and dirt and particles build up over time and it actually adds resistance when you're trying to move or glide around.")© Screenshot/Zitat: Weareroli (YouTube)
Der letzte Tipp ist angenehm bodenständig: Regelmäßiges Reinigen der Seaboard-Oberfläche ist essenziell, um die Reaktionsfähigkeit zu erhalten. OBLVYN erklärt, dass sich mit der Zeit Öle und Schmutz ansammeln, was den Widerstand erhöht und das Gleiten erschwert. Ihr Rat ist simpel – Gerät ausschalten, ein feuchtes (nicht nasses) Tuch nehmen und die Tasten vorsichtig abwischen, bis die matte Oberfläche wiederhergestellt ist. Diese einfache Pflegeroutine sorgt dafür, dass das taktile Interface des RISE 2 so ausdrucksstark und spielbar bleibt wie vorgesehen.
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