Starsky Carr im Test: Beyerdynamic Headphone Lab – Flachgelegt oder Flop?

24. Januar 2026

SPARKY

Starsky Carr im Test: Beyerdynamic Headphone Lab – Flachgelegt oder Flop?

Starsky Carr, der gnadenlos ehrliche Gear-Guru der Synth-Welt, nimmt das neue Headphone Lab von Beyerdynamic auseinander – eine Software, die verspricht, deine Kopfhörer zu glätten und dich direkt ins Profi-Studio zu beamen. Hier werden nicht nur virtuelle Regler gedreht: Vier Beyerdynamic-Klassiker treten gegeneinander an, um zu zeigen, ob die Software aus Budget-Kopfhörern echte Studiomonster machen kann. Ehrliche Meinungen, ein paar klangliche Überraschungen und der praktische Blick, den nur Starsky liefert. Wer auf Kopfhörern mixt und wissen will, ob das der nächste Pflichtkauf ist: anschnallen, hier gibt’s keine Werbeparolen.

Flat Earth Society: Beyerdynamics Headphone Lab landet

Beyerdynamic wirft mit dem Headphone Lab eine virtuelle Kopfhörer-Kalibrierungsgranate ins Rennen – und zielt direkt auf deinen Main-Output. Das Versprechen? Nicht nur ein flacher Frequenzgang für deine Kopfhörer, sondern gleich eine komplette Regieraum-Emulation. So kannst du dich fühlen wie im High-End-Studio, auch wenn du zwischen Heizung und Pizzakartons hockst. Die Bedienung ist herrlich simpel: Kopfhörer hinzufügen, Seriennummer eingeben (falls nötig), Kalibrierung an- oder ausschalten, Raum einstellen. Sogar ein Safe-Mode ist dabei, falls du es mit dem Pegel mal übertreibst.

Das Besondere: Für bestimmte Beyerdynamic Pro-Modelle gibt’s eine werkseitig gemessene Kalibrierung – keine generische Kurve, sondern echte Daten für dein Exemplar. Wer genug von Einheitsbrei-Profilen hat, kann hier wirklich auf seinen Sound vertrauen. Einfach auf den Main-Output legen, und die Software weiß sogar, wann sie beim Export draußen bleiben muss. Starsky Carr zeigt in seinem gewohnt direkten Stil, wie einfach das Ganze läuft – aber wie immer steckt der Teufel im Hören.


Seriennummern als Geheimwaffe: Personalisierte Korrekturkurven

Hier kommt der Clou: Im Headphone Lab gibst du die Seriennummer deiner Kopfhörer ein und bekommst die exakte Kalibrierung für dein Modell – kein Ratespiel mehr. Nicht jedes Modell bekommt diesen VIP-Service, aber bei 900 Pro X, 1990 Pro MKII und ein paar anderen gibt’s den individuellen Fingerabdruck. Das Ergebnis? Auf dem Papier ein wirklich flacher Frequenzgang und ein Monitoring, bei dem weniger geraten und mehr vertraut werden kann. Wer von generischen Korrekturprofilen genervt ist, bekommt hier endlich Kontrolle über den Sound.

So you put in your serial number and it knows exactly what your headphones are doing.

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Beyer-Battle: Vier Kopfhörer, ein Labor

Starsky lässt vier Beyerdynamic-Klassiker gegeneinander antreten: DT 880 Pro, DT 990 Pro X, DT 900 Pro X und DT 1990 Pro MKII. Jeder hat seine Eigenheiten: Die 880er sind günstig und robust, der 990 Pro X klingt hell und analytisch, der 900 Pro X ist aufs Mischen getrimmt, und der 1990 Pro MKII ist das Luxusmodell mit Tesla-Treibern. Die Kalibrierungskurven der Software zeigen, wie unterschiedlich die Modelle wirklich sind – vor allem in den Höhen und im Bass. Bei den 880ern pumpt die Software ordentlich Bass rein, der 990 Pro X bleibt auch nach der Korrektur eher hell.

Starsky liest keine Specs ab, sondern wechselt live zwischen den Modellen, schaltet die Kalibrierung an und aus und zeigt, wo die Software hilft – und wo nicht. Der 1990 Pro MKII bekommt die volle Seriennummern-Behandlung, was sich in Klarheit und Offenheit bemerkbar macht. Wunder darf man aber nicht erwarten: Die günstigen Modelle kommen näher an die Top-Modelle ran, aber der Unterschied bleibt. Wer den vollen Soundvergleich will, muss sich das Video reinziehen – Text allein reicht da einfach nicht.


Raumklang deluxe: Speaker- und Raum-Emulation

You should really put some headphones on for this because through monitors it's a bit confusing because you're hearing your own room and…

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Headphone Lab kann mehr als nur Frequenzgänge glätten – das eigentliche Highlight ist die Raum- und Lautsprecher-Emulation. Ein Klick, und plötzlich klingen deine Kopfhörer wie echte Studiomonitore – mit all dem Raum, der Breite und Tiefe, die das bringt. Mit dem Dry/Wet-Regler stellst du ein, ob du im schalltoten Raum oder in der Hallhölle landest. Bass, Stereobreite und Klarheit verändern sich spürbar – mal zum Besseren, mal einfach nur abgefahren. Starskys Fazit: Kopfhörer verlieren ihren typischen Sound und werden zu Monitoren, aber das muss man selbst hören. Über Lautsprecher ist das nur verwirrend – Kopfhörer aufsetzen, Leute!

Brücken bauen oder nur kaschieren?

Macht Headphone Lab aus Billig-Kopfhörern echte Studiowaffen? Nicht ganz. Starsky bleibt ehrlich: Die Software verkleinert den Abstand, die 880er und 990 Pro X kommen näher an die teuren Modelle ran, aber der Unterschied verschwindet nicht. Der 1990 Pro MKII bleibt offener und präziser, vor allem in Höhen und Bass. Die Kalibrierung kann das Top-End manchmal zu sehr glätten – für lange Hörsessions wird’s dann etwas fad. Aber genau das will man beim Referenzmixen: Wenn nach dem Glätten noch alles im Top-End zu hören ist, passt der Mix.

Die Raum-Emulation ist ein Bonus, mit dem du Mixes in verschiedenen virtuellen Räumen checken kannst. Kein Ersatz für echte Monitore oder High-End-Kopfhörer, aber ein riesiger Fortschritt für alle, die im Schlafzimmer oder unterwegs mixen. Wer Kopfhörer-Mixing ernst nimmt, sollte sich das Tool anschauen – aber keine Wunder erwarten. Wie Starsky sagt: Die Software funktioniert, macht aus 200-Euro-Kopfhörern aber keine 500-Euro-Modelle. Trotzdem rücken alle näher zusammen – und das ist schon ein Gewinn.

You can really see why these are £500 more, but I know what you're wanting to know is, does the software make these sound like these? And…

© Screenshot/Zitat: Starskycarr (YouTube)

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/starsky-carr-takes-beyerdynamic-headphone-lab-for-a-spin-flat-or-flop/
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