Sunwarper vs. Roland P-6: Chop-Game gehackt

15. Februar 2026

SPARKY

Sunwarper vs. Roland P-6: Chop-Game gehackt

Sunwarper stürzt sich kopfüber in die berüchtigte Auto-Chop-Einschränkung des Roland P-6 und kommt mit einem Workaround heraus, der echtes Groovebox-Straßenwissen ist. Wer schon immer mehr Kontrolle über die Sample-Slices seines P-6 wollte, bekommt hier den ultimativen Cheatcode. Erwartet schnelle Tipps, ein bisschen Umständlichkeit und echte Hands-on-Beat-Chirurgie. Sunwarpers LA-getränkter, schnörkelloser Stil hält das Tempo hoch – am Ende will man die Parameter-Locks sofort selbst ausprobieren. Hier gibt’s keine Gute-Nacht-Geschichte – das ist eher ein Rave im Werkzeugkasten.

Auto-Chop: Schnell, aber frustrierend

Der Roland P-6 kommt mit einer blitzschnellen Auto-Chop-Funktion daher, die Samples in Sekundenschnelle zerteilt. Man denkt sofort, gleich droppt der heißeste Beat der Woche – bis die Realität zuschlägt. Der Haken? Die Slice-Punkte lassen sich nicht verschieben. Hat der P-6 einmal entschieden, wo die Slices sitzen, bleibt’s dabei – Pops, Clicks und alles inklusive.

Wer seine Samples gern tight und präzise editiert, für den ist das ein echter Dealbreaker. Mal eben einen Transient verschieben oder eine fiese Snare umgehen? Fehlanzeige. Der Auto-Chop ist zwar schnell, aber so filigran wie ein Presslufthammer. Wer Kontrolle will, muss sich was einfallen lassen – oder kreativ werden.

Wir können nicht ändern, wo diese Chops starten und enden.

© Screenshot/Zitat: Sunwarper (YouTube)

Parameter-Locks: Das Geheimrezept

Wir können tatsächlich den Start- und Endpunkt pro Step verändern.

© Screenshot/Zitat: Sunwarper (YouTube)

Sunwarper jammert nicht nur – er bringt einen Workaround, der clever und hands-on zugleich ist: Per-Step-Parameter-Locks im Step-Sequencer. Statt dem P-6 das Sample-Schicksal zu überlassen, setzt man für jeden Step den Startpunkt manuell – nach Gehör. Klar, das Ganze ist etwas umständlich, aber so hat man die Kontrolle wieder selbst in der Hand.

Das Prozedere ist nicht gerade Plug-and-Play. Record muss anbleiben, jeder Step wird einzeln getweakt, und wer nicht aufpasst, ändert versehentlich alles global. Für schwache Nerven ist das nichts – aber wer sich vom Auto-Chop befreien will, verwandelt den P-6 mit diesem Trick in eine echte Sample-Mangling-Straßenwaffe.

Manuelles Slicing: Flex pur

Mit Parameter-Locks ist man nicht mehr an den Algorithmus des Auto-Chop gefesselt. Startpunkte verschieben, Velocity anpassen, Microtiming verbiegen – alles Step für Step. Das ist, als würde man den alten Workflow mit dem Presslufthammer zerlegen und aus den Trümmern etwas viel Flexibleres bauen.

Hier geht’s nicht nur um Kontrolle, sondern um Kreativität. Ein Ghostnote irgendwo im Mix? Einfach die Lautstärke für einen Step runterdrehen. Shuffle oder Filter-Trick für mehr Raum? Alles drin. Die einzige Grenze ist, wie weit man den Step-Sequencer des P-6 treiben will. Es ist chaotisch, experimentell – und genau diese Art von Chaos lieben wir.

Wir sind nicht an die Chops gebunden, die AutoChop macht.

© Screenshot/Zitat: Sunwarper (YouTube)

Der Walkthrough: Beat-Chirurgie live

Sunwarper lässt einen nicht im Regen stehen – er zeigt den kompletten Ablauf, vom Sequenz-Setup über Filter-Tweaks bis zum Kick-Layering. Man sitzt quasi in der ersten Reihe bei der Beat-Chirurgie, jeder Parameter-Tweak und Happy Accident ist zu sehen. Es gibt Trial-and-Error, ein bisschen Filter-Resonanz und jede Menge Groove.

Wer die echte Magie erleben will – wie Parameter-Locks aus einem Basic-Chop etwas Eigenes machen – muss das Video schauen. Manche Tricks lassen sich einfach nicht in Text übersetzen; man muss den Unterschied hören.


Soundtest: Der Beweis im Beat

Der Beweis liegt wie immer im Sound. Sunwarper demonstriert das Ergebnis und zeigt, wie personalisierte Startpunkte und Step-Tweaks dem Beat Leben einhauchen. Der Unterschied zum starren Auto-Chop ist Tag und Nacht. Es zeigt mal wieder: Der beste Workflow ist oft der, den man sich selbst zusammenhackt.

Wer den P-6 wirklich zu seinem eigenen Werkzeug machen will, für den ist dieser Trick pures Inspirationsfutter. Glaubt nicht nur uns – lasst eure Ohren entscheiden.


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/sunwarper-vs-roland-p-6-hacking-the-chop-game/
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