TAETRO entfesselt das 1010music Bento: Portable Groovebox mit Schlagkraft

8. Dezember 2025

SPARKY

TAETRO entfesselt das 1010music Bento: Portable Groovebox mit Schlagkraft

TAETRO stürzt sich kopfüber ins 1010music Bento – eine Groovebox, die mehr Tricks draufhat als ein windiger Straßenzauberer. Vergiss die üblichen Verdächtigen: Diese Kiste packt Granular, Looping und Multisampling in ein Format, das wirklich in deine Tasche passt. Wer genug vom Menü-Gewühle hat und ein Touchscreen will, das nicht nach zehn Minuten aus dem Fenster fliegt, sollte hier genauer hinschauen. Wir zeigen, warum TAETRO findet, dass das Bento über sich hinauswächst, wo es schwächelt und wie es sich gegen die Großen schlägt. Spoiler: Das ist kein weiteres Plastik-Spielzeug.

Bento: Die portable Groovebox crasht die Party

Jede Marke jagt dem Traum der ultimativen portablen Groovebox hinterher, aber 1010music platzt mit dem Bento einfach mitten ins Geschehen. TAETRO bringt es auf den Punkt: Diese Kiste schnappt sich die besten Features von Ableton Move, Rolands Arsenal und Teenage Engineerings Taschenraketen und presst sie in einen kompakten Kasten. Acht Spuren, eine Auswahl an Synth- und Sampling-Optionen und ein Workflow, der mehr Clip-Launching als Menü-Gewühle ist.

Das Bento setzt nicht nur Häkchen – es schlägt über seine Gewichtsklasse hinaus. TAETRO liebt portable Geräte, und hier stimmt das Verhältnis von Größe zu Features. Das Touchscreen ist riesig für so eine kleine Box, und die Anschlüsse sind großzügig (wenn auch etwas schwer zu lesen). Wer ein Sample-basiertes Sounddesign-Spielzeug sucht, das keinen Gabelstapler braucht, ist hier richtig.

Es ist eine Situation, in der ich finde, dass es weit über seiner Gewichtsklasse boxt, wenn es um Größe versus Features geht.

© Screenshot/Zitat: Taetro (YouTube)

Granular, Multisampling, Looping: Bentos Klangwaffen

Sie haben tatsächlich die Power des Lemon Drop genommen und sie direkt hier ins Bento gepackt – damit kann man richtig coole Sounds machen.

© Screenshot/Zitat: Taetro (YouTube)

TAETROs Highlights? Granularsynthese, die nicht nur als Feature abgehakt wird – sie stammt direkt vom Lemon Drop und erlaubt abgefahrene Sounds mit zwei Layern, Modulation und sogar Live-Sampling. Wer gerne seine Stimme zerhackt oder Synth-Sequenzen zerlegt, kommt hier auf seine Kosten. Der Workflow ist schnell, und das Touchscreen erspart endloses Menü-Gewühle.

Multisampling geht kinderleicht: Synth anschließen, Bereich festlegen und das Bento erledigt den Rest. Velocity-Layer, Hüllkurven – alles dabei, und am Ende hast du ein spielbares Instrument, das in die Tasche passt. Der Echtzeit-Looper ist eine Performance-Waffe: quantisiert, mehrere Slots, perfekt um Tracks on the fly aufzubauen. Editieren, Mischen und Effekte für jeden Loop sind super einfach. Wer wissen will, wie wild Granular- und Looper-Engine wirklich sind, sollte sich die Sounddemos im Video gönnen.

Touchscreen-Workflow: Kein Toaster-Kampf mehr

Das Touchscreen des Bento ist der Star – und TAETRO spart nicht mit Lob. Modulationsmenüs, Granular-Layer oder den Mixer bedienen? Alles fingerfreundlich, keine kryptischen Tastenkombos oder endloses Scrollen. Der Screen ist groß genug, dass man wirklich sieht, was man tut – mehr als man von der halben Konkurrenz behaupten kann.

Portabilität heißt nicht nur Größe, sondern auch, dass man das Teil nach zehn Minuten nicht aus Frust an die Wand werfen will. Der Workflow des Bento ist flüssig: Sampling, Sequencing, Sounddesign – alles ohne Flow-Bruch. Wer kleine Displays und versteckte Menüs satt hat, wird hier aufatmen.


Wo das Bento stolpert: Fehlende Tricks und kleine Macken

Keine Kiste ist perfekt, und TAETRO verschweigt die Schwächen des Bento nicht. Patch Preview fehlte beim Start (jetzt im Beta-Firmware behoben), aber Session-Export gibt’s immer noch nicht – kein einfacher Weg, Stems rauszubekommen, also bleibt nur internes Resampling. Wer seine Samples nicht benennt, riskiert, dass sie im Nirvana verschwinden. Anfängerfehler, aber das kann nerven.

Performance-Effekte? Fehlanzeige. Kein globales FX für Live-Tweaks, nur Reverb und Delay pro Spur. Step-Sequencing auf den Pads? Nope. USB-Audio? Vergiss es. Das sind keine Dealbreaker, aber wer eine Performance-Maschine erwartet, stößt hier an Grenzen. TAETRO bleibt ehrlich: Weiß, worauf du dich einlässt, damit du nicht am ersten Tag ausrastest.

Eine Sache, die das Bento davon abhält, ein echtes Performance-Kraftpaket zu sein, ist der Mangel an Performance-Effekten.

© Screenshot/Zitat: Taetro (YouTube)

Bento vs. der Rest: Portable Power ohne Gimmicks

Ein großes Fazit für mich beim Bento ist, dass es sich wie ein Gerät anfühlt, das Ableton hätte bauen sollen.

© Screenshot/Zitat: Taetro (YouTube)

TAETRO stellt das Bento den üblichen Verdächtigen gegenüber. Der SP-404 ist ein Klassiker, aber das Touchscreen-Workflow des Bento lässt Button-Kombos alt aussehen. Rolands P6 ist kleiner, aber das bezahlt man mit Menü-Gewühle und Mini-Display – besonders bei Granular. Ableton Move ist schick, aber auf vier Spuren begrenzt, während das Bento doppelt so viel und tiefere Editiermöglichkeiten bietet. Push 3 ist ein Desktop-Biest, aber für unterwegs brauchst du fast ein Fitnessstudio. Das Bento sitzt genau im Sweet Spot: portabel, leistungsstark und will kein Laptop-Ersatz sein.

TAETROs Fazit? Das Bento fühlt sich an wie die Groovebox, die Ableton hätte bauen sollen – ausgewogen, fokussiert und nicht zu schade für ein paar Kompromisse zugunsten der Portabilität. Es wird weder deinen Push noch dein iPad ersetzen, aber für Standalone-Beatmaking unterwegs ist es ein ernstzunehmender Kandidat. Wer wissen will, wie es sich im echten Leben schlägt, sollte sich die Jams und Details im Video anschauen.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/taetro-unleashes-the-1010music-bento-portable-groovebox-heavyweight-moves/
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