Die Zusammenarbeit von Tiptop Audio mit Buchla USA bringt den legendären Multiple Arbitrary Function Generator – jetzt als 248t MARF – ins Eurorack-Format, und dieses offizielle Quickstart-Video taucht direkt in die patchbaren Tiefen ein. Der 248t wird als Kraftpaket für komplexe, sich entwickelnde Spannungen und Zeitverläufe vorgestellt, mit einer Bedienoberfläche, die sowohl präzises Programmieren als auch spontane Performance-Eingriffe belohnt. Wie für Tiptop typisch, ist der Ton technisch und praxisnah: Das Video führt durch die Kernbereiche des Moduls, zeigt Programmiertricks in Echtzeit und die Integration mit klassischen Buchla-Oszillatoren und Hüllkurven. Das Ergebnis ist ein verlockender Einblick, wie der MARF zum Nervenzentrum eines kreativen Modular-Setups werden kann – egal ob für präzise Sequenzen, wilde Modulationen oder alles dazwischen.

9. April 2026
MILES
Tiptop Audio 248t MARF: Modulares Funktions-Feuerwerk im Eurorack
Tiptop Audio 248t Multiple Arbitrary Function Generator, Tiptop Audio 259 Oscillator, Tiptop Audio 281 Envelope Generator
Vorhang auf für den MARF: Eine neue Arbitrary-Ära
Mit dem 248t, dem Multiple Arbitrary Function Generator – oder MARF für Eingeweihte – bringt Tiptop Audio ein Modul ins Eurorack, das für Flexibilität und Tiefe steht. Schon zu Beginn positioniert das Video den 248t als Werkzeug für komplexe, frei definierbare Funktionen und macht ihn damit zum zentralen Baustein für alle, die mehr wollen als einfache LFOs oder Sequencer. Die Wurzeln im Buchla-Westcoast-Ansatz sind klar erkennbar, doch Tiptop hat das Konzept für moderne Modular-Workflows angepasst.
Die Einführung bereitet auf eine praxisnahe Erkundung vor: Der Moderator weist auf die Vielzahl an Schaltern und Reglern hin, die anfangs einschüchternd wirken könnten. Doch statt diese Komplexität zu scheuen, wird sie als Einladung verstanden – das Quickstart verspricht, die wichtigsten Abläufe zu entmystifizieren. Wer Module schätzt, die zum Experimentieren einladen, wird sich beim 248t sofort zuhause fühlen: Er fordert zu strukturiertem Sequencing ebenso heraus wie zu spontaner Spannungsformung.
Drei Säulen der Kontrolle: Spannung, Zeit und Programmierung
Der 248t ist klar in drei Hauptbereiche gegliedert: Spannung und Zeit, Programmierung und den eigentlichen Funktionsgenerator. Jeder Bereich übernimmt eine klare Rolle: Die Spannungs- und Zeitschieberegler bieten direkten Zugriff auf Form und Dauer der erzeugten Funktionen. Sie können unabhängig von den beiden Funktionsgeneratoren genutzt werden, die jeweils über eigene Zeitsteuerung verfügen – ideal für parallele oder kontrastierende Muster.
Wichtige Bedienbasics werden hervorgehoben, etwa das Löschen des Speichers vor dem Start und die Nutzung des Display-Schalters, um zu sehen, welcher Funktionsgenerator aktiv ist. Start/Stopp-Schalter, Step-Advance und Display-Umschaltung geben unmittelbares Feedback und Kontrolle über die Wiedergabe. Diese Struktur fördert einen Workflow, in dem Programmierung und Performance eng verzahnt sind – ein Schalter genügt, um das Patch neu zu formen.

"When you clear, it will remove all the memories."
© Screenshot/Zitat: Tiptop Audio (YouTube)
Programmieren in Bewegung: Funktionen live formen

"You can also do it while the function generator is running."
© Screenshot/Zitat: Tiptop Audio (YouTube)
Das Programmieren des 248t ist eine haptische Angelegenheit: Funktionen können in Echtzeit zu Stufen hinzugefügt oder entfernt werden – sogar während die Sequenz läuft. Im Video wird gezeigt, wie sich Funktionen einzelnen Stufen zuweisen oder per Stage-Number-Schalter auf alle Stufen gleichzeitig anwenden lassen. So entstehen komplexe Muster im Handumdrehen, und das Experimentieren wird zum Kinderspiel.
Der Moderator demonstriert die Flexibilität des Moduls, indem er eine Sequenz live editiert: Pulses werden on-the-fly hinzugefügt oder entfernt, Amplitudenmodulation sorgt für mehr klangliche Tiefe. Diese Echtzeit-Programmierung ist ein Segen für Performance-orientierte Setups, da sich Sequenzen und Modulationen im laufenden Betrieb verändern lassen. Die Oberfläche des MARF lädt zu spielerischem, iterativem Patchen ein – Zufallstreffer sind hier ausdrücklich erwünscht.
Patch-Bay-Synergie: Integration mit Oszillatoren und Hüllkurven
Die Integration mit anderen Eurorack-Modulen steht im Zentrum des 248t. Im Video wird ein klassisches Patch gezeigt: Der Heart-Ausgang des MARF steuert die Tonhöhe eines 259-Oszillators, Gate-Ausgänge triggern einen 281-Hüllkurvengenerator. So entsteht eine Buchla-inspirierte Stimme, bei der der 248t Sequencer und Modulationsquelle zugleich ist.
Weitere Beispiele zeigen, wie die Zeitschieberegler für Parameter wie Timbre am 259 genutzt werden können – der 248t geht also über reine Zeitsteuerung hinaus und wird zum Werkzeug für dynamische Klanggestaltung. Die Möglichkeit, das Timing extern zu steuern und Zeit-Multiplikatoren mit Zufallsspannungen (natürlich aus einer Source of Uncertainty) zu modulieren, unterstreicht die Flexibilität im größeren System. Der 248t ist eben nicht nur Sequencer, sondern ein Modulations-Hub, der mit Oszillatoren, Hüllkurven und allem, was sonst noch in Reichweite ist, interagiert.
Kreatives Chaos: Timing, Modulation und Klangforschung
Im letzten Teil des Videos geht es um kreative Einsatzmöglichkeiten: Der 248t manipuliert Timing, Amplitude und Modulation, um einzigartige Klangtexturen zu erzeugen. Techniken wie Oktav-Offset und Range-Scaling erlauben präzise oder weitreichende Kontrolle über die Tonhöhe, während Slope-Schritte Slides für flüssigere Sequenzen ermöglichen. Durch das Anpassen der Clock-Geschwindigkeit und das Programmieren von Geschwindigkeitswechseln mit dem Time-Slider eröffnen sich rhythmische Möglichkeiten, die weit über klassisches Step-Sequencing hinausgehen.
Akzente und Modulations-Indices werden programmiert, Pulse-Ausgänge triggern gezielt zusätzliche Hüllkurven oder Modulationswege. Die Quantisierungsfunktion sorgt für exakte Tonhöhensteuerung bei Melodien, während die Möglichkeit, verschiedene Funktionstypen in einer Sequenz zu kombinieren, zum Experimentieren einlädt. Das Ergebnis ist ein Werkzeugkasten für alles – von streng kontrollierten Mustern bis zu schrägen, sich entwickelnden Modulationen. Wer sein Modularsystem als Spielwiese für spannungsgesteuerte Erfindungen sieht, wird hier fündig.

"Using the limited range with octave offset will limit the voltage to two octaves on the span of the slider."
© Screenshot/Zitat: Tiptop Audio (YouTube)
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