Verbos Electronics, bekannt für ihre von der Westküste inspirierten Eurorack-Module, meldet sich mit einem tiefgehenden Einblick in den Voltage Multistage 10 zurück – ein Sequencer, der alles andere als konventionell ist. Im offiziellen Video zeigt das Team, wie der VMS-10 zusammen mit seinem größeren Bruder, dem VMS-16, für weitreichende melodische Variationen und sich entwickelnde rhythmische Interaktionen gepatcht werden kann. Im Mittelpunkt stehen das praktische Patchen, neue Strobe-Mode-Funktionen und transistorbasierte Gate-Ausgänge, um komplexe, miteinander verwobene Sequenzen zu bauen. Wer nach melodischer Unvorhersehbarkeit und nuancierter Kontrolle im Rack sucht, bekommt hier einen Patch-orientierten Blick auf die Möglichkeiten des VMS-10.

13. Februar 2026
MILES
Verbos Electronics und der Voltage Multistage 10: Sequenzieren jenseits des Rasters
Begegnung mit dem Voltage Multistage 10: Ein Sequencer für Patch-Fans
Der Voltage Multistage 10 wird als Sequencer vorgestellt, der für diejenigen entwickelt wurde, die beim Patchen und bei melodischer Erkundung auf ihre Kosten kommen wollen. Verbos Electronics bleibt seiner Outside-in-Designphilosophie treu und präsentiert das Modul als Werkzeug für komplexe Patches, nicht bloß für das Programmieren statischer Notenmuster. Im Video wird demonstriert, wie der VMS-10 in Kombination mit dem VMS-16 bis zu 52 Schritte melodischer Variation ermöglicht – ein Spielplatz für alle, die gern sich entwickelnde Sequenzen formen.
Von Anfang an liegt der Fokus auf Interaktion und Flexibilität. Es wird deutlich gemacht, dass der VMS-10 nicht nur für lineares Step-Sequencing gedacht ist, sondern dazu anregt, mit Timing, Modulation und Signalfluss zu experimentieren. Das großzügige Panel und die robusten Bedienelemente laden zum Anfassen ein und machen ihn zu einer natürlichen Ergänzung für modulare Setups, in denen Patchkabel genauso wichtig sind wie die Noten selbst.
Strobe-Mode und Transistor-Gates: Neue Tricks für alte Patch-Hasen
Eine herausragende Neuerung des VMS-10 ist der Strobe-Mode, der beim Start durch Halten der Strobe-Taste aktiviert wird. Dieser Modus, als Anlehnung an Buchla beschrieben, erlaubt es, den Abspielkopf des Sequencers per externer Spannung zu steuern – so kann man mit einem analogen Regler vorwärts und rückwärts durch die Schritte fahren. Das eröffnet eine Welt an Echtzeitmanipulation und nicht-linearem Sequencing.
Außerdem verfügen der VMS-10 und VMS-16 nun in diesem Modus über Gate-Ausgänge, was durch den Wechsel von CMOS- zu transistorbasierter Schaltung möglich wurde. Im Gegensatz zum ursprünglichen VMS können so beim Spannungs-Scannen der Sequenz Gates erzeugt werden – essenziell, um Hüllkurven zu triggern und Ereignisse in komplexen Patches zu synchronisieren. Ein subtiler, aber bedeutender Fortschritt für alle, die interaktive modulare Systeme bauen.

"Wir sind jetzt im sogenannten Strobe-Mode, was bei Buchla bedeutet, dass man den Abspielkopf mit externer Spannung steuern kann."
("We're now in the so-called strobe mode, which is Buchla-parlance for being able to use an external voltage to control the playback head.")© Screenshot/Zitat: Verboselectronicsgmbh (YouTube)
Patch-Beispiele: Gates, Hüllkurven, Pitch und Sequenz-Interaktion
Das Video wird praktisch und zeigt, wie die Gate-Ausgänge des VMS-10 genutzt werden, um Hüllkurven zu triggern und die Lautstärke im Patch zu steuern. Durch das Programmieren melodischer Inhalte in die Fader werden die Reihen des Sequencers so eingerichtet, dass sie die Tonhöhe eines harmonischen Oszillators modulieren, während die Gates rhythmische Trigger für die Amplitudenformung liefern. Mithilfe von Mults werden die Signale verteilt, sodass sowohl A- als auch B-Reihen von VMS-10 und VMS-16 an verschiedene Ziele geschickt werden können.
Ein Sequence Selector-Modul kommt ins Spiel, um die verschiedenen CV-Reihen umzuschalten und zu mischen, was Momente der Stille und dynamische Tonhöhenänderungen ermöglicht. Dieser Ansatz unterstreicht die Rolle des VMS-10 als zentrales Element im modularen Patch, dessen Ausgänge flexibel Oszillatoren, Filter und andere Module steuern können. Die Demonstration hebt die Bedeutung durchdachter Signalführung und das kreative Potenzial hervor, das durch die Kombination mehrerer Sequencer-Reihen entsteht.
Das Patch wird weiterentwickelt, indem der Ausgang des harmonischen Oszillators durch ein Amp & Tone-Modul, dann in ein Multi-Delay und schließlich in ein Scan & Pan für den Stereoausgang geführt wird. Die durch die Gates des VMS-10 getriggerte Hüllkurve formt die Dynamik, während die Pitch-CVs für melodische Bewegung sorgen. Dieser Abschnitt zeigt, wie sich der VMS-10 in eine komplette Stimmenkette einfügt und sowohl Struktur als auch Variation liefert.
Sequencer-Beziehungen: Wandelnde Muster und rhythmisches Push-Pull

"Jetzt kann man diese Push-Pull-Beziehung zwischen den Raten der Sequenzen und des Oszillators hören."
("Now we can begin to hear this push-pull relationship between the rates of the sequences and oscillator.")© Screenshot/Zitat: Verboselectronicsgmbh (YouTube)
Eine zentrale Technik ist die Herstellung von Beziehungen zwischen unterschiedlichen Sequenzraten. Indem der Ausgang einer Sequencer-Reihe genutzt wird, um die Rate einer anderen zu modulieren, entsteht ein Trillereffekt und es entwickeln sich komplexe, sich wandelnde Rhythmen. Im Video wird sowohl positive als auch negative Modulation gezeigt, wodurch ein Push-Pull-Dynamik entsteht, die die Sequenz manchmal sogar komplett anhält, bevor sie wieder in Bewegung gebracht wird.
Weitere Modulationen werden durch Zufallsspannungen eingeführt, die Attack- und Decay-Zeiten der Hüllkurven beeinflussen und die resultierenden Noten weniger vorhersehbar und organischer machen. Die B-Reihe des VMS-10 moduliert den harmonischen Gehalt, während zusätzliche Reihen des VMS-16 genutzt werden, um Filter zu öffnen und den Klang zu formen. Das Video zeigt, wie das Schichten dieser Modulationen zu komplexen Klanglandschaften führt, in denen Sequenzen sich verlangsamen, beschleunigen und musikalisch interessant miteinander interagieren.
Der Präsentator patcht zudem eine zweite Stimme, indem er den Sägezahn-Ausgang des Oszillators durch den Bach-Filter schickt und dessen Parameter mit Sequencer-Reihen moduliert. Dieser Multi-Voice-Ansatz, kombiniert mit Feedback- und Delay-Tricks, unterstreicht die Fähigkeit des VMS-10, in einem modularen Setup sich entwickelnde Texturen und polyrhythmische Muster zu erzeugen.
Hands-on-Sequencing: Der Verbos-Ansatz für modulares Sounddesign
Im letzten Abschnitt des Videos steht die praktische, explorative Arbeitsweise mit dem Voltage Multistage 10 im Mittelpunkt. Durch das Einspeisen von Preset-Ausgängen des Multi-Delays in den Sequence Selector und deren Nutzung als Feedback erhält das Patch zusätzliche Schichten rhythmischer Variation und atonaler Effekte. Es wird gezeigt, wie die Modulation der Delay-Zeit den Klang in experimentellere Gefilde führt, aber dennoch Platz für melodische Klarheit lässt.
Letztlich geht es darum, mit den Beziehungen zwischen Sequenzraten, Modulationsquellen und Audiopfaden zu interagieren. Der VMS-10 wird nicht als starrer Step-Sequencer präsentiert, sondern als Performance-Werkzeug zum Formen sich entwickelnder Muster und Texturen. Das Video schließt mit dem Hinweis, dass im modularen Kontext die spannendsten Ergebnisse oft aus dem Zulassen von Unvorhersehbarkeit und dem Folgen des Patches entstehen.
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