Woody Piano Shack vs Teenage Engineering EP-133 K.O. II: Beatmaking im Rave-Bunker

12. November 2025

SPARKY

Woody Piano Shack vs Teenage Engineering EP-133 K.O. II: Beatmaking im Rave-Bunker

Woody Piano Shack schnappt sich den Teenage Engineering EP-133 K.O. II und taucht kopfüber ein in dessen chaotische Welt aus Beatmaking, Sampling und Szene-Wechseln. Das hier ist kein typisches Hochglanz-Demo – Woodys Ansatz ist hands-on, ehrlich und manchmal etwas chaotisch, genau wie wir es mögen. Freu dich auf Workflow-Macken, glückliche Unfälle und einen Sampler, der sich gelegentlich widersetzt. Wer eine polierte Produktvorstellung sucht, ist hier falsch. Aber wer sehen will, wie ein echter Musiker dieses Plastik-Biest zu Musik zähmt, kommt voll auf seine Kosten. Spoiler: Es ist nicht immer schön, aber nie langweilig.

Plastik-Biest, seltsames Fest

Der Teenage Engineering EP-133 K.O. II ist nicht einfach nur eine weitere Groovebox – er ist Sampler, Beatmaschine und Workflow-Rätsel in einem massiven Plastikklotz. Woody Piano Shack, bekannt für seinen spielerischen und praxisnahen Stil, springt direkt ins kalte Wasser und zeigt die Gruppen, Pads und das leicht durchgeknallte Sample-Management. Es gibt vier Gruppen, jeweils mit 12 Sounds, und tausend Sample-Slots zum Befüllen. Die Werkssounds sind solide, mit reichlich 808s, Claps und Cowbells für das innere Rave-Herz. Eigene Samples lassen sich dank Web-App kinderleicht laden, und das eingebaute Mikrofon sorgt für spontane Klang-Experimente.

Das Teil läuft mit vier AAA-Batterien und hat einen überraschend guten Lautsprecher – perfekt, um Beats auf dem Sofa, im Park oder wo auch immer zu basteln. Woody nimmt die Macken nicht auf die leichte Schulter: Das Gehäuse ist zwar komplett aus Plastik, aber solide, und die mechanischen Tasten fühlen sich super an. Der Fader läuft geschmeidig, das Display ist bunt, und alles wird automatisch gespeichert – Fluch und Segen zugleich. Wer einen portablen, verspielten und etwas unberechenbaren Sampler sucht, ist hier richtig.

Es gab anfangs einige Beschwerden über die Zuverlässigkeit. Meiner funktioniert einwandfrei und ich bin sehr zufrieden mit der…

© Screenshot/Zitat: Woodypianoshack (YouTube)

Demo-Derby: Stärken, Stolpersteine und Sound-Überraschungen

Woody legt direkt los und baut Drums, Bass und Percussion live auf. Der Workflow ist eine Mischung aus cleveren Abkürzungen und Kopfschüttel-Momenten. Pattern-Längen bis zu 99 Takte (kein Witz) und 99 Patterns pro Gruppe – Overkill für die meisten, aber ein Spielplatz für Mutige. Szenen speichern ist ein Highlight: Man kann jederzeit den Stand festhalten und zwischen Variationen hin- und herspringen. Ein Traum für Performer, wenn man den Überblick behält.

Aber es läuft nicht immer rund. Woody stolpert über Workflow-Fallen – Modi werden verwechselt, Patterns verschwinden, wenn man nicht aufpasst, und der Fader macht manchmal, was er will. Das Autosave ist ein zweischneidiges Schwert: Super, bis man einen Fehler macht – dann gibt’s kein Zurück. Trotzdem zeigt das Demo das rohe Potenzial des K.O. II, besonders für alle, die beim Beatmaking ein bisschen Chaos lieben.


Layer Cake: Patterns, Szenen und musikalisches Chaos

So ist das Arbeiten mit diesem Ding: Ein kleiner Fehler, und deine Arbeit ist futsch.

© Screenshot/Zitat: Woodypianoshack (YouTube)

Hier wird’s spannend: Woody schichtet Bass, Akkorde und Melodien übereinander und demonstriert, wie man mehrere Sounds in einer Gruppe sequenzieren und mit Szenen live performen kann. Der Workflow ist flexibel, verlangt aber Aufmerksamkeit: Ein falscher Knopfdruck und die Bassline ist weg oder ein fehlerhaftes Pattern wird über alle Szenen dupliziert. Trotzdem – zwölf verschiedene Patterns gleichzeitig in einer Gruppe sind wild, das ist ein Toaster-Fight der Ideen.

Der Fader steuert alles – von Lautstärke bis Effekte –, aber man muss wachsam bleiben, denn er wechselt ständig die Funktion. Woody scheut sich nicht, die Verwirrung anzusprechen, findet aber auch magische Momente, vor allem beim Layern der Sounds und Navigieren durch das bunte Display. Wer Grooveboxen mit Risiko und Belohnung mag, wird hier grinsen.

Benutzerfreundlichkeit: Ein Rätsel in Plastik gehüllt

Woodys Fazit ist ehrlich: Der K.O. II macht Spaß, ist aber nicht immer freundlich. Der Workflow kann das Hirn verdrehen, besonders wenn der Fader plötzlich die Funktion wechselt oder Swing und Shuffle ganz anders ticken als bei anderen Drum Machines. Bugs und Eigenheiten tauchen auf, manchmal verschwindet die eigene Arbeit einfach so. Im Vergleich zum OP-Z, der irgendwie intuitiver ist – trotz fehlendem Display –, verlangt der K.O. II Geduld und Humor. Wer sofortige Ergebnisse will, sollte weiterziehen. Aber wer eine Herausforderung sucht, wird mit einzigartigen Beats und vielen glücklichen Zufällen belohnt.

Es ist nicht einfach zu bedienen. Das würde ich nicht sagen. Es gibt manchmal Glitches, wie ihr gesehen habt.

© Screenshot/Zitat: Woodypianoshack (YouTube)

Spieltrieb: Umarm das Chaos

Trotz aller Macken und gelegentlichen Aussetzern ist Woodys Video eine Ode an die Experimentierfreude. Der K.O. II will nicht perfekt sein – hier geht’s darum, sich die Hände schmutzig zu machen, Fehler zu machen und dabei auf etwas Cooles zu stoßen. Woody ermutigt, einfach loszulegen, herumzuprobieren und den eigenen Sound zu finden. Wer jeden Parameter und jeden Beat hören will, muss das Video schauen – manches lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Klar ist: Dieser kleine Sampler ist für alle, die Musikmachen mit einer Prise Chaos und einem Grinsen mögen.


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