1010music entfesselt großes Firmware-Update für blackbox 2 & bento: Workflow auf Höchsttouren

11. Oktober 2026

LYRA

1010music entfesselt großes Firmware-Update für blackbox 2 & bento: Workflow auf Höchsttouren

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1010music feiert Jubiläum mit einem umfassenden Firmware-Upgrade für blackbox 2 und bento, das beide Geräte für moderne Produktion und Performance aufrüstet. Das Update bringt leistungsstarke neue Sequencer-Automation, erweiterte Szenen, ätherische Effekte und Workflow-Verbesserungen, die sowohl DAWless-Musiker als auch Studio-Tüftler ansprechen. Wir analysieren, was tatsächlich geliefert wird, wie es präsentiert wird und was die neue Architektur für kreative Nutzer bedeutet.

Jubiläums-Firmware: Doppelte Geschenke

1010music nutzt den jährlichen 1010 Day nicht nur zum Feiern, sondern auch als Plattform für bedeutende Firmware-Upgrades. Dieses Jahr erhalten blackbox 2- und bento-Nutzer eine Reihe neuer Funktionen, die sowohl die kreativen als auch die Performance-Möglichkeiten erweitern. Das Update ist direkt im Downloadbereich der 1010music-Website verfügbar und unterstreicht das Engagement für eine aktive, praxisorientierte Community.

Das Video startet mit viel Markeneuphorie, wechselt aber schnell zur Aufzählung der wichtigsten Verbesserungen. Der Fokus liegt klar auf greifbaren Workflow-Verbesserungen statt bloßer Festtagsstimmung. Für Nutzer, die auf portable, touchscreen-zentrierte Produktion setzen, ist die Ankündigung ein deutliches Signal, dass beide Geräte architektonisch weiterentwickelt werden.


Sequencer-Automation: Tiefe Modulation zeichnen

Ein Kernstück des neuen Firmware-Updates ist die Überarbeitung der Sequencer-Automation. Nutzer können jetzt Modulationsspuren für mehrere Instrumentenparameter visuell einzeichnen, wobei die Benutzeroberfläche den Touchscreen optimal für präzise Kontrolle nutzt. Dieser Ansatz ist nicht auf eine Synthese-Engine beschränkt – er steht für Multi-Sample-Instrumente, Wavetable, Granular, Shredder und Slicer sowie für individuelle Pad-Automation bei One-Shot-Samples zur Verfügung.

Die Automation ist in vier Spuren (A–D) organisiert, wobei jede Spur mehrere Parameter mit unabhängiger Skalierung steuern kann. Der Workflow erlaubt intuitives Zeichnen von Kurven mit dem Finger, Wertänderungen einzelner Steps per Drehregler und globales Verschieben der Automationshüllkurven. So lassen sich subtile oder drastische Veränderungen – von Filter-Cutoff bis Resonanz und sogar granularen Parametern – direkt am Touchscreen gestalten. Das System ist darauf ausgelegt, Modulations-Sweetspots schnell zu finden und unterstützt sowohl detailliertes Editieren als auch spontane Anpassungen.

It's a super visual approach we took that maximizes screen space and gives you lots of creative options.

© Screenshot/Zitat: 1010Music (YouTube)

Sechzehn Szenen: Song- und Performance-Struktur erweitert

I actually expanded the total number of scenes from 8 to 16.

© Screenshot/Zitat: 1010Music (YouTube)

Ein wichtiger architektonischer Schub ist die Erweiterung von acht auf sechzehn Szenen. Szenen dienen im 1010music-Workflow als Container für Kombinationen aus Sequenzen und Loop-Gruppen, verteilt auf bis zu acht Spuren. Das Upgrade verdoppelt die Flexibilität für Komposition und Performance und unterstützt sowohl strukturierte Song-Arrangements als auch spontanes Szenen-Triggern im Live-Betrieb.

Die Benutzeroberfläche hebt Szenen klar hervor und zeigt die aktuell aktive Szene an, wobei die obere und untere Pad-Reihe den Szenen 1–8 bzw. 9–16 zugeordnet sind. So gelingt der nahtlose Wechsel zwischen Songabschnitten – Intros, Strophen, Drops – oder spontanes Remixen im Live-Set. Die erweiterte Szenenstruktur richtet sich klar an Nutzer, die sowohl in DAWless-Setups als auch in hybriden Umgebungen arbeiten und komplexere Arrangements ohne Menü-Tiefen realisieren wollen.

Shimmer Reverb: Ätherische Texturen für Bento

Bento-Nutzer erhalten mit dem neuen Shimmer-Reverb einen exklusiven Effekt, der die leistungsfähigere Prozessorarchitektur nutzt. Der Shimmer-Effekt geht über Standard-Reverb hinaus, indem er Pitch-Shifting und Feedback in die Hallfahne integriert und so für üppige, andereweltliche Klangräume sorgt. Die Shimmer-Parameter sind übersichtlich unter den FX-Einstellungen angeordnet und ermöglichen einen direkten, performance-orientierten Workflow.

Im Video wird der Shimmer-Reverb mit langen Decays und geschichteten Texturen demonstriert, besonders auf Sounds wie Clouds. Diese Ergänzung richtet sich an Nutzer, die cineastische, räumliche Klanglandschaften gestalten wollen, und unterstreicht 1010musics Fokus auf DSP-getriebene Erweiterungen statt bloßer Preset-Erweiterung.

It adds pitch shifting and feedback to the reverb decay.

© Screenshot/Zitat: 1010Music (YouTube)

Workflow-Verbesserungen: Sidechain, Stems und Remote-Looping

And finally yes, we can now export tracks as individual wave stems so you can finish them off on a DAW if you wish.

© Screenshot/Zitat: 1010Music (YouTube)

Neben den Hauptfunktionen bringt das Firmware-Update mehrere workflow-orientierte Verbesserungen. Sidechain-Kompression bietet jetzt eine visuelle Hüllkurvenkontrolle und verschiedene Trigger-Optionen: Audiospuren, Clock-Divisionen, Audioeingänge, MIDI und sogar einzelne Instrumentenpads. So sind klassische Pump-Effekte oder kreative rhythmische Akzente direkt im Config-Track-Menü möglich.

Ein weiteres Highlight ist das automatisierte Stem-Recording – alle Spuren lassen sich jetzt als separate WAV-Dateien exportieren, um sie im DAW weiterzubearbeiten. Damit schlägt 1010music die Brücke zwischen DAWless- und Hybrid-Workflows und erleichtert es, Tracks auf der Hardware zu beginnen und im Rechner zu vollenden.

Schließlich wurde das Aufnehmen und Overdubbing von Loops noch reibungsloser: Mit neuer MIDI-Remote-Steuerung für pad-basiertes Recording können Nutzer Pads scharf schalten, Aufnahmequellen wählen und mit MIDI-Fußschaltern oder Controllern Takes steuern. Das macht die Geräte besonders attraktiv für Live-Looper und Instrumentalisten, die auf freihändige Bedienung angewiesen sind. Alle neuen Loops werden in Loop-Gruppen organisiert und lassen sich sofort in Szenen triggern – ein Update, das wirklich auf kreative Spontaneität und strukturierte Produktion zielt.

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