Akai Professional AIR Iona: Klassischer Analoggeist, moderner MPC-Workflow

24. Oktober 2025

LYRA

Akai Professional AIR Iona: Klassischer Analoggeist, moderner MPC-Workflow

Akai Professionals AIR Iona bringt den unverwechselbaren Charakter eines legendären monophonen Synths der 80er ins digitale Zeitalter – akribisch modelliert und nahtlos in das MPC-Ökosystem sowie DAW-Umgebungen integriert. Im offiziellen Walkthrough zeigt Akai, wie Ionas Architektur – samt 128-Step-Sequencer, grafischem Editor und praxisnahen Performance-Controls – sowohl für tiefgehendes Sounddesign als auch für unmittelbare musikalische Kreation ausgelegt ist. Das Video führt von inspirierenden Presets bis hin zum granularen Soundbau und unterstreicht, wie Ionas Mix aus klassischer Synthese und modernen Workflow-Tools in zeitgemäße Produktionsumgebungen passt. Für Produzenten und Synth-Nerds gleichermaßen ist dies ein aufschlussreicher Blick darauf, wie Vintage-Inspiration auf digitale Bequemlichkeit trifft.

Vintage-DNA im digitalen Habitat

Akai Professional stellt AIR Iona als virtuelles Instrument vor, das die Essenz eines legendären monophonen Synths der 80er Jahre kanalisiert – jetzt maßgeschneidert für MPC Standalone, Desktop und DAW-Workflows. Das Video betont die akribische Modellierung und zielt darauf ab, die klassische Klangpalette einzufangen, die Techno und Acid House prägte – allerdings mit modernem Dreh. Hier geht es nicht nur um Nostalgie: Im Fokus stehen Architektur und Interface, die heutigen Produzenten dienen sollen, egal ob sie hardwarezentriert oder hybrid arbeiten.

Von Beginn an ist Akai Professionals Präsentationsstil praxisnah und workflow-orientiert. Nutzer werden eingeladen, sowohl die Preset-Bibliothek als auch die tiefgehenden Editiermöglichkeiten zu erkunden. Das erste Durchhören der Werkssounds unterstreicht Ionas Vielseitigkeit: Er liefert ikonische Bässe, Leads und Sequenzen ebenso souverän wie experimentelle Klangfarben. Die Botschaft ist klar: Iona ist gebaut, um sich nahtlos in moderne Produktionspipelines einzufügen, ohne den Charakter seines Vorbilds zu verlieren.


Sequencing und Editieren: Das moderne Rückgrat

Eines von Ionas herausragenden Features ist der integrierte 128-Step-Pattern-Sequencer, der als leistungsstark und zugänglich präsentiert wird. Das Video zeigt, wie sich mit diesem Sequencer und dem grafischen Editor komplexe Melodien und Grooves direkt im MPC-Umfeld bauen lassen. Dieser Ansatz verkürzt den Weg vom Sounddesign zum musikalischen Arrangement – ein Workflow, der besonders für DAWless-Setups und Live-Performance wertvoll ist.

Der grafische Editor wird als zentrales Performance-Hub hervorgehoben, in dem sich Parameter in Echtzeit anpassen und Veränderungen visuell nachvollziehen lassen. Diese Philosophie reduziert Menü-Tiefen und fördert eine unmittelbare, haptische Interaktion mit dem Synth-Engine. Akai legt Wert darauf, fortgeschrittenes Sequencing zugänglich zu machen, sodass auch komplexe Patterns ohne Kreativitätsbruch programmiert und bearbeitet werden können.


Klangquellen & Performance-Controls: Klangbau von Grund auf

Im Deep Dive in Ionas Architektur werden die Haupt-Klangquellen vorgestellt: Pulse, Sägezahn, Sub und Noise. Nutzer können diese Generatoren mischen oder einzeln nutzen und so flexibel von klassischen Analogklängen bis zu modernen Texturen starten. Die VCO-Sektion bietet Range-Controls und Pulsweitenmodulation, wobei Modulationsquellen via LFO oder Hüllkurve für feine Kontrolle über das Obertonspektrum sorgen.

Performance-Modulation ist ein Kernaspekt von Ionas Workflow. Die Modulator-Sektion ermöglicht Pitch-Modulation mit einstellbarer Geschwindigkeit (Hz oder tempo-synchron) und verschiedenen LFO-Wellenformen – alles direkt auf der Hauptseite erreichbar. Erwähnt wird auch die Möglichkeit, Preset-Farbthemen zu vergeben – ein kleines, aber durchdachtes Feature zur Organisation von Sounds. Das Interface hält zentrale Parameter stets griffbereit und unterstützt sowohl schnelle Tweaks als auch tiefgehende Klangformung.

These are the sound generators for Iona, a pulse, sawtooth, sub, and noise.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Effekte: Raum und Charakter formen

Here we have access to four different effects, lo-fi, delay, reverb, and EQ.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Ionas Effektsektion wird als kreative Finish-Suite präsentiert: Lo-Fi, Delay, Reverb und EQ stehen bereit. Jeder Effekt lässt sich einzeln aktivieren und editieren, sodass Nutzer ihre Sounds subtil veredeln oder radikal transformieren können. Der Workflow bleibt schlank: Effekte werden mit einem Klick aktiviert, Parameteranpassungen sind direkt und visuell. So können Patches komplett in Iona finalisiert werden – ohne externes Processing und mit maximalem Kreativ-Flow im MPC oder der DAW.

Sequencing, Automation & Workflow-Integration

Im weiteren Verlauf rückt das Video Ionas Sequencing- und Automationsmöglichkeiten in den Fokus: Arpeggiator und Step-Sequencer werden demonstriert. Die Arp-Sektion erlaubt Akkordcycling, Note Hold sowie Style- und Gate-Anpassungen – ideal für rhythmische Patterns und melodische Runs. Besonders praktisch: Die Gate-Funktion sorgt für saubere Sequenzen bei hohen Tempi und verhindert klangliches Chaos.

Der Step-Sequencer überzeugt durch seine einfache Bedienung und Tiefe: Noten werden per Klick und Drag eingegeben, Steps aktiviert/deaktiviert, Rests, Ties und Legato eingefügt. Mit bis zu 128 Steps sind lange, sich entwickelnde Sequenzen möglich. Features wie Transposition und Startpunkt-Verschiebung sorgen für zusätzliche Flexibilität. Der klassische C3-Trigger-Workflow bleibt erhalten, und die Transposition via Pad-Auswahl ist ein Plus für Live-Performance. Akai zeigt: Iona ist für nahtlose Integration in moderne Produktionsumgebungen gebaut – vom schnellen Skizzieren bis zum kompletten Track.

The step sequencer is very straightforward in design.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/akai-professional-air-iona-classic-analog-spirit-modern-mpc-workflow/
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