Die MPC Live III von Akai Professional ist weit mehr als nur eine Groovebox – sie ist ein eigenständiges Kraftpaket für Beatmaker und Komponisten, die Wert auf praktisches Sequencing legen. Im offiziellen MPC Academy-Tutorial führt Akai durch den neuen Step-Sequencer und zeigt einen Workflow, der sowohl Einsteiger als auch erfahrene MPC-Nutzer anspricht. Das Video, moderiert von Tefty, beleuchtet die Architektur und Performance-Features, die den Step-Sequencer der MPC Live III zu einem flexiblen Werkzeug für rhythmische und melodische Kreation machen. Von Drum- und Notenmodi über Automation bis hin zum Clip-Management – dieser Deep Dive ist ein Muss für alle, die die MPC Live III als Herzstück eines DAW-losen oder hybriden Setups in Betracht ziehen.

3. Oktober 2025
LYRA
Akai Professional MPC Live III: Step-Sequencer Deep Dive für moderne Beat-Architekten
Step-Sequencer-Grundlagen: Zugängliche Power
Das Video startet mit einer klaren Mission: den Step-Sequencer der MPC Live III zu entmystifizieren und ihn als kreatives Zentrum für Einsteiger wie Profis zu positionieren. Akai Professional setzt auf einen angenehm direkten Ansatz – mit einem neuen Projekt und einem Lo-Fi-Kit als Grundlage für die Erkundung. Ohne Umschweife geht es direkt an die Kernfunktionen, was zeigt, dass der Sequencer auf sofortige, praktische Ergebnisse ausgelegt ist.
Auffällig ist der doppelte Fokus auf Zugänglichkeit und Tiefe. Der Step-Sequencer ist nicht bloß ein Lichterraster, sondern ein flexibles Werkzeug, das sich unterschiedlichen Workflows anpasst. Egal ob man gerade erst einsteigt oder schon tief in der MPC-Kultur steckt – das Interface lädt zum Experimentieren ein. Auch der Aufbau des Videos spiegelt diesen Ansatz wider und verspricht eine Reise durch grundlegende Techniken und fortgeschrittene Sequencing-Tricks.
Drum- und Notenmodi: Zwei Wege zu rhythmischer Komplexität
Der Step-Sequencer der MPC Live III bietet zwei Hauptmodi: Drum-Sequenz und Noten-Sequenz. Im Drum-Sequenz-Modus arbeitet man pad-abhängig und konzentriert sich jeweils auf einen Drum-Sound. Wählt man beispielsweise die Kick, zeigt das Step-Raster nur die Events für diesen Sound – ideal, um einzelne Drum-Pattern gezielt zu bauen und zu bearbeiten, ohne visuelle Überfrachtung. Das Wechseln zwischen Pads aktualisiert das Raster sofort, was sowohl für Fingerdrummer als auch Step-Programmierer intuitiv ist.
Der Noten-Sequenz-Modus hingegen ist für schnelles melodisches oder perkussives Einspielen gedacht. Aktiviert man einen Step, lauscht der Sequencer auf eingehende Noten und füllt die Steps automatisch beim Spielen. Dabei werden nicht nur die getroffenen Pads, sondern auch XY-Position und Anschlagstärke erfasst – das bringt menschliches Feeling in programmierte Beats. Die visuelle Rückmeldung – verschiedenfarbige LEDs – macht sofort klar, wann Noten aufgenommen werden und welche Steps aktiv sind.
Ein weiteres Highlight ist die Kontrolle über die Unterteilung. Über Time Correction kann man zwischen Sechzehntel-, Achtel- oder sogar Viertelnoten-Rastern wechseln – perfekt für alles von dichten Trap-Hi-Hats bis zu entspannten Boom-Bap-Grooves. Das Interface passt sich in Echtzeit an, sodass man immer weiß, welche Takte und Steps gerade bearbeitet werden. Diese Flexibilität ist entscheidend, um komplexe, sich entwickelnde Rhythmen zu bauen, ohne sich in Menüs zu verlieren.

"Es werden auch der XY-Wert, wo du das Pad gedrückt hast, und die Anschlagstärke aufgezeichnet."
("It also records the XY value of where you pressed the pad and also the velocity.")© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Expressives Recording: Nuancen in Anschlag und Timing
Das Recording im Step-Sequencer der MPC Live III beschränkt sich nicht auf das Platzieren statischer Noten. Das System erfasst Anschlagstärke und Pad-Position und ermöglicht so subtile Timing- und Dynamik-Variationen in den Patterns. Gerade für Genres, in denen Groove und Swing essenziell sind, hebt das den Sequencer über starre Quantisierung hinaus.
Im Video wird gezeigt, wie sich diese Nuancen sowohl in Drum- als auch Melodie-Spuren einbauen lassen und so Beats entstehen, die lebendiger wirken. Ob Ghost Notes oder Akzentuierungen – die Möglichkeit, expressive Details direkt über die Pads einzuspielen, ist ein echter Workflow-Vorteil für Produzenten, die ihren Sequenzen Leben einhauchen wollen.
Kreative Workflows: Step-Editing, Automation und Clip-Management

"Halte Set gedrückt und gehe in den Step-Edit-Modus, dann kannst du jeden Step in dem jeweiligen Takt bearbeiten."
("Hold set and go into step edit mode and then this will allow you to edit whatever step on the particular bar.")© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)
Das Herzstück des Deep Dives sind die kreativen Bearbeitungs- und Automationsmöglichkeiten. Das Step-Editing erlaubt präzises Bearbeiten einzelner Noten – von Anschlagstärke über Tuning, Filter-Cutoff, Hüllkurven-Parameter bis hin zu Wahrscheinlichkeiten für generative Variationen. Der Host zeigt, wie man Ratchets, Snare-Tuning und Filter-Sweeps direkt im Step-Editor umsetzt und so komplexe Patterns formt, ohne den Sequencer-Blick zu verlassen.
Automation wird pro Step gehandhabt: MIDI-Parameter wie Pitch Bend oder Modulation lassen sich einzelnen Events zuweisen. Das eröffnet fortgeschrittene Performance-Möglichkeiten – etwa dynamische Filterfahrten oder Effektwechsel, die exakt an bestimmte Steps gebunden sind. Auch Clip- und Row-Launching werden behandelt, was Live-Arrangement und Performance-Workflows unterstützt. Clips lassen sich verlängern, verkürzen und on-the-fly triggern – der Step-Sequencer der MPC Live III wird so zum mächtigen Werkzeug für Komposition und Improvisation.
Auch das Track-Management ist effizient gelöst: Tracks auswählen, scharfschalten, muten oder sogar mehrere gleichzeitig aufnehmen – alles direkt über das Step-Sequencer-Interface. Pad-Mutes und Sequenz-Navigation sind nur einen Tastendruck entfernt, was schnelles, DAW-loses Jammen unterstützt. Das Q-Link-Pad-Grid bringt zusätzliche Performance-Makros und visuelles Feedback für Live-Tweaks. Edit Actions und Visualizer runden das Toolkit ab und sorgen dafür, dass selbst komplexe Arrangements übersichtlich und spielbar bleiben.
Standalone-Power: Komponieren ohne Computer
Im gesamten Tutorial zieht sich die Unabhängigkeit der MPC Live III vom Computer wie ein roter Faden durch. Jede Funktion – vom Step-Sequencing über Automation bis zum Clip-Launching – ist direkt über die Hardware zugänglich und unterstreicht Akai Professionals Vision einer echten Standalone-Workstation. Der Workflow lädt dazu ein, komplette Tracks zu komponieren, zu arrangieren und zu performen, ohne je eine DAW zu öffnen.
Auch wenn das Video sich auf den Step-Sequencer konzentriert, wird klar: Die MPC Live III ist als All-in-One-Produktionszentrale konzipiert. Die Integration von Performance-Tools, flexiblem Editing und Echtzeitkontrolle macht sie zu einer spannenden Option für Produzenten, die eine portable, DAW-lose Lösung suchen. Das Tutorial hinterlässt den Eindruck, dass für viele Workflows der Computer getrost zugeklappt bleiben kann.
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