Akai Professional und Spitfire Audio: Cinematic String Power im MPC-Ökosystem

3. Juni 2026

LYRA

Akai Professional und Spitfire Audio: Cinematic String Power im MPC-Ökosystem

Akai Professional arbeitet mit Spitfire Audio zusammen, um cineastische String-Texturen direkt in den MPC-Workflow zu integrieren – mit der Originals Intimate Strings MPC Edition. Diese Kooperation bringt Spitfires charakteristische, ausdrucksstarke Sampling-Qualität zu einer neuen Nutzergruppe und verbindet opulente Orchesterklänge mit direkter MPC-Steuerung. Das Video zeigt, wie diese sorgfältig aufgenommenen Streicher nativ eingebunden werden, mit detaillierten Editier- und Mischmöglichkeiten, die sowohl für Produzenten als auch Komponisten zugeschnitten sind. Von dynamischen Expression-Tools über Mikrofonmischung bis hin zu Automation – das Plugin soll Beatmaking und Scoring im MPC-Umfeld gleichermaßen bereichern. Wir beleuchten, wie das Zusammenspiel funktioniert – und was das für kreative Hybrid-Setups bedeutet.

Cinematic Strings treffen MPC

Akai Professional und Spitfire Audio haben sich zusammengetan, um den renommierten cineastischen Spitfire-Sound direkt auf die MPC-Plattform zu bringen. Das Video startet mit einem Blick auf das neue Intimate Strings MPC Edition Plugin, das auf der MPC Live 3 Retro Edition läuft, und hebt hervor, wie diese Library für eine nahtlose Integration in den MPC-Workflow angepasst wurde. Für Produzenten, die Spitfires ursprüngliche Intimate Strings kennen, wirkt die MPC Edition sofort vertraut: Presets und Plugin-Struktur orientieren sich eng am Original, wurden jedoch für die MPC-Hardware optimiert.

Auffällig an dieser Integration ist der Anspruch, das Klangspektrum von MPC-Nutzern über klassische elektronische und Hip-Hop-Grenzen hinaus zu erweitern – hin zu atmosphärischen, cineastischen Klangwelten. Das Video demonstriert schnell sowohl kurze als auch lange Artikulationen und betont den ausdrucksstarken, sich entwickelnden Charakter dieser Streicher – eine Grundlage für organischere und erzählerischere Musikproduktionen.


Expression, Dynamik und maßgeschneiderter Reverb

Die Demonstration taucht in das Editier-Panel ein, wo Expression- und Dynamik-Regler im Mittelpunkt stehen. Expression dient effektiv als Echtzeit-Volume-Makro, mit dem Spieler beim Performen Swells und Fades gestalten können, während die Dynamik bestimmt, wie stark die Sample-Velocity das Ergebnis beeinflusst. So lässt sich das Ansprechverhalten des Instruments flexibel an den eigenen Spielstil oder die Sequenzierung anpassen – von subtilen Layern im Hintergrund bis zu präsenten Streicher-Leads.

Auch der Reverb ist sorgfältig abgestimmt: Das Plugin bietet eine speziell ausgewählte Hall-Einstellung, die die ursprünglichen Aufnahmen im Saal ergänzt und Tiefe verleiht, ohne die Samples zu überdecken. Selbst bei komplett heruntergedrehtem Reverb bleibt die natürliche Raumakustik der Aufnahmen erhalten, sodass die Streicher stets einen authentischen Charakter bewahren. Weitere Regler für Release und Tightness erlauben es, Hüllkurve und Attack gezielt zu formen und das Ausdrucksspektrum zu erweitern.

Die Expression ist im Grunde ein weiterer Lautstärkeregler, den man während des Spiels steuern kann.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Mikrofon-Mischung für klangliche Flexibilität

Spitfire ist bekannt dafür, dass man verschiedene Mikrofone im Signal der Samples mischen kann.

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

Ein zentrales Feature der Intimate Strings MPC Edition ist die Möglichkeit, zwischen Close- und Tree-Mikrofonperspektiven zu mischen. Während das Original-Spitfire-Plugin drei Mikrofonpositionen bietet, beschränkt sich die MPC-Version aus Performance-Gründen auf Close- und Tree-Mics. Diese Designentscheidung bewahrt die klangliche Identität, sorgt aber für einen reibungslosen Betrieb auf der MPC. Nutzer können den direkten, intimen Klang des Close-Mics mit der räumlichen Atmosphäre des Tree-Mics mischen und so einen eigenen Sound-Charakter gestalten. Das Video zeigt, wie schon kleine Veränderungen im Mikrofongleichgewicht die Stimmung vom trockenen, fokussierten Klang bis hin zu opulenter Cinematic-Breite verschieben – ein vielseitiges Werkzeug für Produzenten, die sowohl Direktheit als auch Tiefe suchen.

Workflow und kreative Automation

Die Integration des Plugins in die MPC-Umgebung geht über statisches Sounddesign hinaus: Das Video zeigt praxisnahe Beatmaking- und Kompositions-Workflows. Nutzer können Instrumentenparameter wie Expression und Dynamik in Echtzeit automatisieren und so nuancierte Performances aufnehmen, die Arrangements Leben einhauchen. Die Möglichkeit, Reverb, Release und Mikrofonmischung zu automatisieren, erlaubt es, innerhalb eines Clips oder Patterns dynamische Texturen und dramatische Steigerungen zu gestalten – sowohl für Live-Performance als auch für die Produktion im Gerät.

Darüber hinaus profitiert der Workflow von klassischen MPC-Tools: einfaches Layering von Drums und Strings, schnelles Track-Benennen und fortgeschrittene Routing-Optionen wie Sidechaining mit dem Mother Ducker-Effekt. Im Video wird gezeigt, wie durch Automatisierung von Expression dynamische Swells entstehen und wie Effekte wie Tape Echo den Streichersound weiter verfremden. Diese Features ermöglichen es, cineastische, sich entwickelnde Arrangements komplett im MPC-Ökosystem zu realisieren – und unterstreichen das hybride Potenzial moderner Hardware in Verbindung mit expressiven Sample-Libraries.

So oft habe ich vergessen, die Automation wieder auf Read zu stellen, und dann bewegen sich plötzlich Dinge, während ich an den…

© Screenshot/Zitat: Akai Pro (YouTube)

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