Andertons Synths, Keys and Tech: Apollo-Power-Moves bei Angelic – Universal Audio hinter den Kulissen

Schon mal gefragt, was passiert, wenn Andertons’ Synth-Crew mit einem Van voller Universal Audio-Gear in ein Weltklasse-Studio einfällt? Das hier ist nicht Papas beige Bandmaschine – es sind Apollo-Interfaces im Kettenbetrieb, UAD-Plugins, die die Zeit verbiegen, und das SSL-Pult wird zum besseren Lautstärkeregler degradiert. Jack Duxbury und das UA-Team lassen die Hosen runter (und den Tee gleich mit) und zeigen, wie die Andertones mehrere Tracks an einem Tag durchballern, Vintage-Sounds per Klick wechseln und der Patchbay-Assistent ums Überleben kämpft. Von Drum-Mics mit mehr Persönlichkeiten als ein Festivalpublikum bis zu Vocals, die vor Röhrenmagie triefen: Dieses Video ist ein Rave-Bunker-Masterclass in moderner Studio-Chaotik – und glaubt mir, die besten Momente spürt man, die kann man nicht buchstabieren.

Apollo-Armageddon: Das Rig, das alles regiert

Vergiss den Berg aus Vintage-Rack-Gear – die Andertones steuern bei Angelic Studios alles mit einer Armada aus Universal Audio Apollo-Interfaces. Drei Apollo X8Ps und ein Twin, alles Gen 2, sind gestapelt und verlinkt und schicken 26 Kanäle direkt ins Laptop. Das SSL ist nur noch ein besserer Lautstärkeregler – die Action spielt komplett im Apollo-Ökosystem, mit einem 6176 Channel Strip für ein bisschen Oldschool-Dreck.

Der eigentliche Trick? Mit allem, was durch UAs Luna-DAW läuft, wird das komplette Studiosetup per Knopfdruck neu konfiguriert. Du willst von einem Session-Vibe zum nächsten springen? Kein Problem – das Team baut das klangliche Frontend in Sekunden um, patcht alles aus der Library rein und lässt die analogen Dinosaurier im Glaskasten. Schnell, gnadenlos und das Studio tanzt nach ihrer Pfeife.

Das ist im Moment wirklich nur ein Lautstärkeregler für unser Monitoring, und wir haben alle Apollo-Rigs mitgebracht.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Retro-Resurrection: Plugins mit Attitüde

Wir bauen tatsächlich den kompletten Sound der Band nach, inklusive der Kanäle, die man in diesen Epochen durchlaufen hätte.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Vintage-Sound, moderne Hirne: Das Team fummelt nicht mit staubigen Konsolen rum. Stattdessen zaubern sie mit UAD-Plugins genau die Töne, die ein Helios-Pult von 1977 oder ein knuspriges 80er-SSL liefern würde – je nach Track. Holziger, gesättigter Vibe? Helios Unison Plugin anwerfen. 80er-Snap? SSL Channel Strips und klassische Kompressoren drauflegen.

Das ist nicht nur Nostalgie – das ist Recall als Waffe. Wenn die Band zum nächsten Song springt, verwandelt sich das ganze Rig auf Kommando, tauscht Preamps, EQs und Tape-Flavours wie Synth-Presets. Eine Zeitmaschine im Rack, mit der sie Sounds wie früher festnageln, aber mit Studio-Speed von heute. Wie überzeugend die Emulationen wirklich sind? Das muss man im Video hören – Worte bringen keinen Drum-Bus so zum Wackeln wie ein gutes Tape-Sim.

Speedrun-Studio: Drei Tracks, ein Tag, keine Gnade

Drei Songs an einem Tag aufnehmen klingt für die meisten wie ein Fiebertraum, aber mit diesem UA-Setup ist das nur ein weiterer Dienstag. Der Schlüssel: gnadenlose Effizienz. Mit allem, was in Luna voreingestellt und patchbar ist, kann das Team zwischen Song-Setups wechseln, ohne das ganze Studio auseinanderzureißen. Drums, Gitarren, Vocals – jeder bekommt seinen eigenen, recallbaren Palast.

Monitoring läuft über Apollos vier Cue-Mixes, jeder Musiker bekommt seinen eigenen Kopfhörer-Mix. Drumkit wechseln oder Effekte tweaken? Datei öffnen, fertig. Wer diese Kombi aus Speed und Flexibilität sucht, bekommt hier eine echte Straßenwaffe – und ehrlich, die meisten von uns bräuchten drei Wunder und eine Woche, um nur die Hälfte davon umzupatchen.

Pedro muss nur Datei öffnen, neue Session geladen, Kopfhörermix steht.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Mic Mayhem: Drums, Gitarren und Vocal-Alchemie

Man spürt mit dem Mikro wirklich den Raum, in dem man ist – großartig.

© Screenshot/Zitat: Andertonskeyboarddept (YouTube)

Der Mikrofonschrank bei Angelic ist nicht nur Deko – hier steppt das UA-Neueste, von Modeling-Mics bis zu Röhrenmonstern. Die Drums bekommen das volle Programm: 87er-Style-Mics mit Fat-Switch für donnernde Kicks, Bock 167 Röhren als Overheads (dunkel abgestimmt für Vintage-Sizzle) und ein einsamer Coles 4038 für Oldschool-Ribbon-Crunch. Toms und Snare laufen über UAs Standard Series, von 70er-Dynamik bis crispem Snare-Snap, und ein Stereo-Raummik fängt die Ambience wie ein Rave-Crowd-Sweeper ein.

Gitarristen gehen nicht leer aus. Lees Rig läuft durch eine UA OX Amp Top Box – das Geheimrezept hinter den Andertons TV-Gitarrensounds, jetzt im Studioeinsatz. Das Pedalboard ist am Start, aber der OX macht die Hauptarbeit und schickt den Sound direkt ins Mix. Petes Setup ist genauso abgefahren, mit Stereo-OX-Feeds und so viel Lila, dass Prince neidisch wäre.

Vocals? Da kommt das UA Bock 251 ins Spiel. Dieses handgefertigte kalifornische Röhrenmikro liefert einen süßen, luftigen Höhenbereich und satte Obertöne, mixt C12- und U47-DNA für einen Sound, bei dem jeder Sänger einziehen will. Das Team wechselt Mic-Modelle und Richtcharakteristiken on the fly, ohne Hardware zu tauschen. Wie das alles zusammen klingt? Das Video zeigt, wo die Magie wirklich passiert.

Crew-Chaos: Die Andertones-Maschine in Aktion

Die Andertones-Crew in Aktion zu sehen ist, als würde ein Patchbay lebendig: Assistenten huschen, Engineers wechseln Settings, und alle feuern Sprüche schneller als du ‚Recall‘ sagen kannst. Es herrscht echter Band-of-Brothers-Vibe, mit Shoutouts an den Drumtech, den Patchbay-Assistenten und sogar den Kameramann für die gelungenen Drohnenshots.

Es geht nicht nur ums Gear – die Attitüde und das Teamwork halten alles am Laufen. Ob Mic-Modelle durchgeklickt oder Last-Minute-Overdubs gefahren werden: Die Mischung aus technischem Können und kreativer Energie macht diese Sessions zu mehr als nur einer Testfahrt. Bei all dem Gerede über Plugins und Switch-Setups – es sind die Leute, die dem Studio den Funken geben.


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