Arturia KeyStep 37 mk2: Der digitale Dirigent für hybride Synth-Workflows

17. März 2026

LYRA

Arturia KeyStep 37 mk2: Der digitale Dirigent für hybride Synth-Workflows

Der KeyStep 37 mk2 von Arturia tritt als vielseitiger MIDI-Controller ins Rampenlicht und schlägt eine Brücke zwischen Software, Hardware und semi-modularen Synths. In diesem offiziellen Arturia-Video zeigt Leona, wie sich das Gerät flexibel in verschiedene Setups einfügt – egal ob du Softsynths in deiner DAW steuerst, Desktop-Hardware ansteuerst oder in ein Modularsystem patchst. Im Fokus steht die Workflow-Transparenz: Jede Verbindungsart wird einzeln demonstriert und macht die Rolle des Controllers als flexibles Zentrum für moderne Produzenten deutlich, die sowohl Direktheit als auch tiefe Modulationskontrolle erwarten. Das ist mehr als nur eine Tastatur – es ist ein architektonisches Werkzeug, um dein eigenes hybrides Setup Schritt für Schritt zu gestalten.

Ein Controller, drei Welten

Arturia positioniert den KeyStep 37 mk2 als das Schweizer Taschenmesser fürs moderne Studio, das verschiedenste Elemente eines hybriden Setups vereint. Das Video startet mit einem klaren Versprechen: Dieser Controller ist nicht nur für einen Instrumententyp gedacht, sondern kann flexibel zwischen Software-, Hardware- und semi-modularen Umgebungen wechseln.

Leonas Herangehensweise ist methodisch und führt jeden Workflow einzeln ein. Diese Struktur unterstreicht die Anpassungsfähigkeit des KeyStep 37 mk2 und macht deutlich, wie jede Verbindung – USB, MIDI oder CV/Gate – eine eigene Rolle spielt. Für Nutzer, die zwischen mehreren Synth-Welten jonglieren, ist das ein wohltuend architektonischer Blickwinkel, der die Position des Controllers im komplexen Setup entmystifiziert.

So kannst du genau sehen, wie jede Verbindungsart für sich funktioniert.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Plug & Play: USB und DAW-Integration

Das ist das unkomplizierteste Setup und eignet sich hervorragend zum Komponieren, Sounddesign und für die Aufnahme von MIDI-Performances…

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Der erste Workflow ist für viele der vertrauteste: Der KeyStep 37 mk2 wird per USB mit dem Computer verbunden. Der Prozess ist so einfach wie möglich – die DAW erkennt das Gerät sofort, und das Einrichten eines Software-Instruments ist unkompliziert. Der Controller überträgt Noten, Velocity, Aftertouch und Modulationsdaten und sorgt so für ausdrucksstarke Performances direkt nach dem Auspacken.

Dieses Setup eignet sich ideal zum Komponieren, Sounddesign und für die Aufnahme von MIDI-Performances direkt in der DAW. Die Demonstration von Arturia zeigt, dass der KeyStep 37 mk2 nicht nur einfache MIDI-Daten sendet, sondern auch nuanciertes Spiel unterstützt – perfekt für schnelle Skizzen und detaillierte Studioarbeit. Der Workflow ist direkt, ohne Menü-Tiefen oder komplizierte Konfigurationen.

Hands-On Hardware: MIDI-Steuerung für Desktop-Synths

Im Hardware-Bereich verbindet sich der KeyStep 37 mk2 per klassischem MIDI mit Desktop-Synths. Der Ablauf ist unkompliziert: MIDI-Out vom Controller zum MIDI-In des Synths, beide Geräte auf denselben Kanal einstellen. Das taktile Spielgefühl bleibt erhalten, aber jetzt interagiert man mit echter Hardware.

Im Video wird betont, dass Modulations-Strip, Aftertouch und die Regler des Controllers MIDI-CCs senden können, sofern der externe Synth darauf reagiert. Das bedeutet: Hands-on-Kontrolle bleibt auch beim Wechsel von Software zu Hardware erhalten. Das Spielgefühl bleibt konsistent – ein subtiler, aber wichtiger architektonischer Aspekt für hybride Setups.

Dieses Setup ist perfekt, wenn du Hardware hands-on steuern willst und trotzdem das gleiche Spielgefühl wie bei Software-Instrumenten…

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

CV, Gate & Modulation: Semi-Modularität entfesseln

Das bedeutet, die Tastatur wird zum Modulationsgehirn für deinen semi-modularen Synth.

© Screenshot/Zitat: Arturiaofficial (YouTube)

Im dritten Workflow zeigt der KeyStep 37 mk2 seine wahre Tiefe: die Steuerung eines semi-modularen Synths via CV und Gate. Im Video wird demonstriert, wie Pitch-CV und Gate-Ausgänge mit einem Mother 32 verbunden werden und so Noten- und Trigger-Informationen klassisch analog übertragen. Die eigentliche Stärke liegt jedoch in den beiden zuweisbaren Mod-CV-Ausgängen.

Leona zeigt, wie Mod 1 und Mod 2 genutzt werden können, um Parameter wie Filter-Cutoff und VCA-Level zu steuern. Die Modulationszuweisung erfolgt durch Drücken von Shift und der jeweiligen CV-Mod-Taste, anschließend wählt man mit den vier Reglern Quelle und Verhalten der Modulation. So kann Mod 1 etwa auf den Modulations-Strip gelegt werden, um Filterfahrten in Echtzeit zu ermöglichen, während Mod 2 auf einen LFO gemappt wird – Rate, Wellenform und Tiefe lassen sich direkt am KeyStep einstellen.

Entscheidend: Die Modulationsquellen sind nicht auf LFOs beschränkt. Der KeyStep 37 mk2 kann auch Zufallsgeneratoren, Hüllkurven oder Performance-Quellen wie Aftertouch und Velocity generieren. Damit wird der Controller zum „Modulationsgehirn“ des semi-modularen Setups und ermöglicht dynamische, sich entwickelnde Patches – ganz ohne das Synth-Panel zu berühren. Der Workflow ist unmittelbar und tiefgründig zugleich: Der Controller wird zum zentralen Architekten für Klangbewegung.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/arturia-keystep-37-mk2-the-digital-conductor-for-hybrid-synth-workflows/
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