ASM Leviasynth: Scott’s Synth Stuff entfesselt ein hybrides Monster

21. Januar 2026

SPARKY

ASM Leviasynth: Scott’s Synth Stuff entfesselt ein hybrides Monster

Scott’s Synth Stuff hat endlich den Vorhang für den ASM Leviasynth gelüftet – und das ist definitiv kein gewöhnliches Synth-Release. Nach zwei Jahren geheimer Tests darf Scott endlich über eine Maschine schwärmen, die halb digital, halb analog und komplett chaotisch ist. Acht Oszillatoren pro Stimme, ein Stereopfad, der selbst deine Kopfhörer ins Schwitzen bringt, und so viele Modulationsmöglichkeiten, dass selbst abgebrühte Sounddesigner nachts wachliegen. Wer genug von braven Synths hat, sollte sich anschnallen – das hier ist ein echter Bunkerbrecher.

Ein neues Hybrid-Biest betritt die Arena

Scott’s Synth Stuff lässt endlich die Katze aus dem Sack: Nach zwei Jahren Schweigepflicht gibt’s jetzt alles zum ASM Leviasynth. Das ist nicht einfach nur eine weitere Plastik-Kiste mit blinkenden Lichtern – das ist ein hybrides Digital/Analog-Monster, das Scott als den außergewöhnlichsten Synth beschreibt, den er in vier Jahrzehnten in den Fingern hatte. Der Leviasynth vermischt nicht einfach nur Digital und Analog, sondern knallt beides zusammen und liefert einen Signalweg, der von blitzsauber digital bis zu dreckig analog alles kann – und zurück.

Im Kern ist der Engine komplett digital, aber mit einem Multimode-Digitalfilter und einem echten Analogfilter für genau dieses unverkennbare warme Dröhnen und Overdrive. Du willst klassischen Analog-Sound? Kann er. Digitale Weirdness? Kein Problem. Oder einfach alles mischen und einen Sound bauen, der wie ein Toaster-Kampf im Rave-Bunker klingt. Genau das ist das Gear, das dich darüber nachdenken lässt, was ein Synth eigentlich sein sollte.

Eine völlig neue Art der Klangerzeugung, die traditionelle Methoden integriert und noch viel mehr drauflegt.

© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)

Oszillator-Overkill: Acht pro Stimme

Ich habe noch nie einen Synthesizer mit acht Oszillatoren pro Stimme gesehen.

© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)

Jetzt mal zu den Zahlen: Der Leviasynth liefert acht Oszillatoren pro Stimme. Nicht drei, nicht vier – acht! Scott stellt klar, dass selbst Schwergewichte wie der Summit oder Hydrasynth da nicht mithalten können. Damit kannst du Layern, Detunen und Wellenformen so verdrehen, dass andere Synths sofort aufgeben würden.

Mit 16-stimmiger Polyphonie und zwei Parts Multitimbralität sind theoretisch bis zu 128 Oszillatoren gleichzeitig am Start. Das ist nicht nur Overkill – das ist ein ausgewachsener Klangaufstand. Wer fette, sich entwickelnde Pads oder brutale, geschichtete Bässe will, ist hier goldrichtig. Die Komplexität ist kein Selbstzweck, sondern das Rückgrat der Sounddesign-Power des Leviasynth.

Modulationswahnsinn trifft Bedienbarkeit

Die Modulationsmatrix des Leviasynth ist ein Fiebertraum für Sounddesigner – 32 Slots, alles auf alles routbar, und eine Benutzeroberfläche, bei der du das Gerät nicht gleich aus dem Fenster werfen willst. Scott hebt hervor, wie das verbesserte UI tiefes Routing und Makro-Zuweisungen endlich spaßig macht – kein Menü-Horror mehr.

Es gibt ein großes, farbiges Touchscreen-Oszilloskop am Ende der Signalkette, berührungsempfindliche Regler, die dich direkt zu den Parametern bringen, und acht Makros pro Patch, die du sogar benennen kannst – damit du nicht vergisst, welcher Regler den Klang-Apokalypse-Knopf ist. ASM hat hier offensichtlich aus dem Feedback der HydraSynth-User gelernt und etwas gebaut, das sowohl tief als auch schnell ist – eine seltene Kombi in der Synth-Welt.

Man kann praktisch alles mit allem verknüpfen.

© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)

Binaurales Stereo: Kopfhörer-Schmelzer

Das Gerät kann in den binauralen Modus versetzt werden, bei dem die Patches und Oszillatoren dupliziert werden und jeweils auf einem…

© Screenshot/Zitat: Scottssynthstuff (YouTube)

Stereo war früher mal ein Chorus am Ausgang – der Leviasynth lacht darüber. Scott zeigt den echten binauralen Stereopfad, bei dem du einzelne Stimmen pannen und abgefahrene Raumeffekte direkt ab der Oszillatorstufe erzeugen kannst. Das ist kein Gimmick – hier läuft das Stereo-Signal von Anfang bis Ende durch, und im binauralen Modus halbiert sich zwar die Polyphonie, aber der Kopftrip verdoppelt sich. Wer Sounds will, die um den Schädel kreisen, braucht dieses Street-Weapon.

Sound-Demos: Leviasynth in freier Wildbahn

Scott beendet das Video mit einer Sound-Demo-Salve, die zeigt: Der Leviasynth ist nicht nur ein Datenblatt-Poser. Von klassischen Analog-Emulationen über digitalen Chiptune-Dreck, cineastische Pads bis zu FM-Geklingel – dieser Synth deckt mehr Klangboden ab als so manches komplette Studio-Rack. Die wahre Magie liegt aber im Hören: Worte werden dem Stereopanorama, den morphenden Algorithmen und der Modulationstiefe nicht gerecht. Wer wissen will, wie das Biest wirklich klingt, muss reinschauen (und zuhören).


Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/asm-leviasynth-scotts-synth-stuff-unleashes-a-hybrid-monster/
Zum YouTube Video:


Zum YouTube Video: