AutomaticGainsay vs. Behringer MS-5: Envelope-Wahnsinn im Anmarsch

27. August 2026

SPARKY

AutomaticGainsay vs. Behringer MS-5: Envelope-Wahnsinn im Anmarsch

AutomaticGainsay taucht kopfüber in den Behringer MS-5 ein und kitzelt jede Menge Envelope-Wahnsinn aus diesem Roland SH-5-Klon heraus. Hier werden Envelope-Triggering-Tricks gezeigt, die selbst ein Modularsystem neidisch machen würden, und Modulationsspielereien, die weit über das hinausgehen, was man in dieser Preisklasse erwartet. Wer glaubt, analoge Envelopes zu kennen, wird hier eines Besseren belehrt – dieses Video bringt das ‚Fun‘ zurück in ‚Function Generator‘. Kein Händchenhalten – hier geht’s direkt ans Eingemachte.

Klassische Knochen, moderne Mutationen

Behringers MS-5 trägt das Erbgut des Roland SH-5 in sich, aber AutomaticGainsay macht sofort klar: Das ist kein Museumsstück. Hier gibt’s keine fade Neuauflage – die Envelopes des MS-5 zeigen moderne Muskeln und liefern Modulationsoptionen, bei denen Vintage-Puristen die Patchkabel aus der Hand fallen.

AutomaticGainsay geht direkt zur Sache, ohne Schnickschnack. Es geht um das, was zählt: die Envelopes und warum sie alles andere als Standard sind. Wer auf höfliche Filterfahrten und lehrbuchmäßige ADSR hofft, sollte sich anschnallen – der MS-5 will Krawall.


Trigger-Fieber: Nicht nur Tasten

Im Video wird schnell gezeigt, wie vielseitig die Envelopes getriggert werden können. Klar, die Tastatur geht immer – aber warum dabei bleiben? Sample & Hold kommt ins Spiel und feuert Envelopes mit unberechenbaren Impulsen ab, nicht nur mit den eigenen Fingern. Envelope-Missbrauch im besten Sinne.

Auch externe Trigger werden gefeiert – alles, was Spannung liefert, kann den MS-5 anfeuern. Plötzlich spielt man nicht nur Noten, sondern dirigiert das Chaos, mit Envelopes, die auf S&H, LFOs oder jedes verrückte Signal reagieren, das man ihnen vorsetzt.

Im Grunde schickt es einen Trigger, so nach dem Motto: "Hey, Envelope, spiel!" – genau wie der Trigger, wenn man die Tastatur drückt.

© Screenshot/Zitat: Automaticgainsay (YouTube)

Route ins Verderben: Modulation außer Kontrolle

Das AR verhält sich quasi wie ein LFO.

© Screenshot/Zitat: Automaticgainsay (YouTube)

Jetzt wird’s richtig wild. Die Routing-Optionen des MS-5 erlauben es, Envelopes verschiedenen Sektionen zuzuweisen – und wie sie getriggert werden, verändert alles. AR-Envelopes werden von LFOs geloopt und verwandeln sich so in maßgeschneiderte LFOs mit Formkontrolle – und diese Envelopes können dann auf Filter, Amplitude oder wohin auch immer losgelassen werden.

LFOs stapeln, Envelopes loopen, Modulationen umleiten – das eröffnet Sounddesign-Territorium, das sonst nur Modularsystemen oder High-End-Maschinen vorbehalten ist. Der MS-5 schafft das ohne Patchkabelsalat, und AutomaticGainsay zeigt, wie schnell das Ganze ausartet.

Punch nach oben: Modular-Feeling zum Sparpreis

AutomaticGainsay nimmt kein Blatt vor den Mund: Diese Envelope-Akrobatik gibt’s bei den wenigsten Vintage-Synths – und auch bei vielen modernen nicht. Hier wird Modulation von Modulation geschichtet, LFOs und Envelopes übereinandergelegt wie in einem Eurorack-Fiebertraum, aber zum Preis einer durchzechten Nacht in Berlin. Der MS-5 spielt in der Oberliga – ohne Rack-Rash und Kabelsalat.

Das kann man mit einem analogen Synthesizer in dieser Preisklasse sonst nicht machen.

© Screenshot/Zitat: Automaticgainsay (YouTube)

Sehen, hören, staunen: Das echte Spektakel gibt’s im Video

Ganz ehrlich: Wer erleben will, wie abgefahren die Envelopes hier werden, muss das Video sehen. Worte reichen nicht, wenn ein geloopter AR-Envelope plötzlich wie ein mutierter LFO klingt und der Sound völlig ausrastet. AutomaticGainsays Demo ist pure Action, kein Füllmaterial – gönn dir das volle Erlebnis!


Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Du findest ihn hier: https://synthmagazine.com/automaticgainsay-vs-behringer-ms-5-envelopes-get-weird/
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