Chase Bliss, bekannt für seinen spielerischen und zugleich ausgeklügelten Umgang mit Effekten, schickt das Onward-Pedal mit einer Session ins Rennen, die ebenso sehr von Entdeckung wie von Sounddesign handelt. In diesem Video darf Sängerin Courtney Swain das Onward zum ersten Mal ausprobieren und erkundet dessen transformativen Einfluss auf Live-Vocals und Ambient-Texturen. Die Mischung aus analogem Reichtum und digitalem Trickreichtum steht im Mittelpunkt, mit Modi und Funktionen, die sowohl Chaos als auch Kontrolle ermöglichen. Wer wissen will, wie ein Pedalboard-Klassiker zum Kompositionswerkzeug für Abenteuerlustige wird, sollte sich diesen Deep Dive nicht entgehen lassen.

3. Juli 2024
MILES
Chase Bliss Onward: Vocals auf Abwegen – ein Abenteuer mit Courtney Swain
Eine neue Stimme für die Bühne
Das Onward-Pedal wird als transformative Kraft für Sänger:innen vorgestellt und lädt dazu ein, über klassische Effekte hinauszugehen und sich auf Echtzeit-Klangmanipulation einzulassen. Courtney Swains erste Reaktionen spiegeln die Unberechenbarkeit und Spannung wider, die Onward mitbringt: Es sättigt, stottert und glitscht das Vokalsignal im Stereofeld. Hier geht es nicht nur um Hall oder Delay, sondern darum, die Stimme grundlegend in etwas Neues und Geheimnisvolles zu verwandeln.
Von Beginn an zeigt sich der Charakter des Pedals: Es richtet sich an alle, die ihre Stimme in ein größeres, sich entwickelndes Klangbild einbetten wollen. Das Video demonstriert, wie Onward als Live-Tool spontane Texturen und Layer ermöglicht, die mit herkömmlicher Hardware kaum zu erreichen wären. Die Abenteuerlust steht im Vordergrund – und das kreative Potenzial ist sofort spürbar.

"Das ist so ein aufregender Sound, und ich könnte mir vorstellen, dass das als Live-Effekt richtig cool ist."
("That's such an exciting sound and I could see that being so cool in the context of just using this as a live effect.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Manual Mode: Momente einfangen und schichten

"Es ist, als würde ich aus einer Stimme zwei weitere machen."
("It's like I'm taking my one voice and adding two more.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Im Manual Mode bietet Onward einen direkten Zugang zum Einfangen und Manipulieren von Gesangslinien. Courtney zeigt, wie sich ein einzelner Satz aufteilen und neu interpretieren lässt – mit zwei verschiedenen Capture-Methoden für sofortige oder gehaltene Sounds. So kann die Sängerin spontan parallele Stimmen hinzufügen und eine Solo-Performance in ein polyphones Erlebnis verwandeln.
Das Video hebt hervor, wie die Architektur des Pedals es ermöglicht, den verschiedenen Stimmen Rollen zuzuweisen – eine als Bassfundament, eine andere als glitchige, rhythmische Textur. Dieser modulare Ansatz fühlt sich gerade für Patch-Fans intuitiv und belohnend an. Der Manual Mode wird zur Spielwiese für spontane Kompositionen, bei denen jeder Knopfdruck eine neue Richtung eröffnet.
Sidechain und Ducking: Dynamische Texturgestaltung
Mit integriertem Sidechain und Ducking eröffnet Onward neue Dimensionen der Vokalbearbeitung und reagiert dynamisch auf eingehende Signale. Besonders das Ducking wird als schwebendes Element beschrieben, das durch den Gesang nach unten gedrückt wird – so entstehen Raum und Bewegung im Sound. Das ist kein reiner Studio-Trick, sondern ein Live-Tool für rhythmische Wechselspiele zwischen den Layern.
Die Demo zeigt, wie diese Funktionen subtile wie drastische Veränderungen im Klangbild erzeugen: Rhythmische Impulse und sich entwickelnde Texturen entstehen im Zusammenspiel von Stimme und Effekt. Für Modular-Fans erinnert diese Art der Modulation an das Patchen von Hüllkurven und VCAs – nur eben in Pedalform. Das Resultat ist eine Vokalspur, die atmet und reagiert – voller unerwarteter Wendungen.

"Ich versuche, es zu verinnerlichen. Wie eine Ente, die oben schwimmt, und du drückst sie runter."
("I'm trying to internalize it. Like there's a duck floating duck and you push it down.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Pedalboard-Integration und Songcraft

"Wie 20 weitere Musiker, die einfach meine Idee nehmen und für mich umsetzen."
("Like 20 more musicians and just being like here. Here's my idea just like, you know what I'm thinking do it for me.")© Screenshot/Zitat: Chaseblissaudio (YouTube)
Das Video zeigt, wie Onward sich in ein größeres Pedalboard-Setup einfügt und am Ende der Signalkette eine besondere Rolle spielt. Courtney beschreibt das Gefühl, mit einem Schlag viele neue Stimmen und Timings hereinzuholen – als würde man ein unsichtbares Ensemble bitten, die eigenen Ideen umzusetzen. So wird das Pedal vom simplen Effekt zum Kompositionspartner, der Arrangements mit Ambient-Flächen und rhythmischen Fragmenten anreichert.
Im Song-Kontext zeigt sich, wie Onward andere Pedale ersetzen oder ergänzen kann – mit raumfüllenden Flächen und komplexen, sich entwickelnden Mustern. Wer sein Board verschlanken, aber nicht auf Vielschichtigkeit verzichten will, findet hier eine spannende Lösung. Experimentierfreude wird belohnt – und wer Kontrolle abgeben kann, bekommt viel zurück.
Abenteuer und Entdeckung: Das Onward-Prinzip
Im gesamten Video zieht sich ein starker Entdeckergeist durch Courtneys Experimente mit Prompts und Settings – manchmal kämpft sie mit einer Fliege, kehrt aber immer wieder zu den kreativen Möglichkeiten des Pedals zurück. Es geht weniger um Präzision als um das Zulassen des Unbekannten: Die Eigenheiten und Zufallselemente des Pedals prägen die Performance. Diese Haltung passt perfekt zu Chase Bliss’ Ruf, zum spielerischen Forschen und zu glücklichen Zufällen zu ermutigen.
Am Ende ist klar: Onward ist mehr als ein weiterer Effekt – es ist eine Einladung zum Abenteuer. Die vorwärtsdrängende, erzählerische Natur des Pedals fordert dazu auf, die eigene Stimme als Ausgangspunkt für Klangreisen zu begreifen. Ob für Ambient-Landschaften oder rhythmische Experimente: Onward hält Performer:innen auf Trab und sorgt immer wieder für neue, unerwartete Wendungen.
Zum YouTube Video:
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https://www.youtube.com/ChaseBlissAudio
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