Wenn DivKid ein neues Pedal in die Finger bekommt, wird’s garantiert schräg. Diesmal zähmt er The Square von Nick’s World of Synthesizers – ein sogenannter Ringmod, der aus simplen Synth-Sounds knurrende, westcoast-inspirierte Texturen zaubert. Buchla-Träume, FM-Dreck und eine ordentliche Portion analoger Charakter – alles aus einer Kiste, die simpel aussieht, aber viel härter zuschlägt als erwartet. Wer denkt, Ringmods wären nur Krach und Elend, sollte sich anschnallen.

20. Oktober 2026
SPARKY
DivKids Square Pedal Test: Westcoast-Chaos aus der Kiste
Korg MS-20, Roland SH-09, The Square by Nick’s World of Synthesizers
Von brav zu wahnsinnig: The Square betritt die Bühne
DivKid startet direkt und nennt The Square das seltsamste Pedal in seinem Arsenal – und das will bei seinem Synth-Keller was heißen. The Square verarbeitet deinen Synth nicht einfach, sondern verwandelt schlichte Monos und Polys in wilde Westcoast-Monster. Steck einen simplen Sinus rein und plötzlich hast du Buchla-ähnliche Complex-Oszillator-Sounds. Das ist das Pedal, das sogar einen Taschenrechner klingen lässt, als würde er Berlin übernehmen wollen.
Das Video macht klar: Hier gibt’s nicht nur das übliche Ringmod-Geklingel. Stattdessen liefert The Square diesen schwer fassbaren Westcoast-Vibe und verwandelt einfache Signale in sich entwickelnde, FM-gesättigte, gefaltete Klanglandschaften. DivKids Begeisterung ist spürbar – und wer seine Synths gerne abgedreht mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Aber ehrlich: Worte werden diesen Klangbeispielen nicht gerecht. Du musst hören, wie das Pedal knurrt.

"Unfassbar simpel, was es umso spannender macht, weil die Schaltung echt abgefahrene Sounds und Verhaltensweisen versteckt."
© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)
Ein Eingang, keine Gnade: Ringmod neu gedacht

"Das ist dein Input mit sich selbst multipliziert – dein Sound im Quadrat, daher der Name."
© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)
Vergiss alles, was du über Ringmodulatoren weißt. The Square verzichtet auf das übliche Zwei-Eingänge-Setup und schickt dein Signal gleichzeitig durch Carrier- und Modulator-Pfad – dein Sound wird im wahrsten Sinne des Wortes quadriert. Kein statischer Träger, der gegen dich arbeitet – nur dein Synth, multipliziert und auf herrlich analoge Weise zerlegt. Inspiriert von alten EMS-Dioden-Ringmods, aber mit einem Twist, der das Ganze viel musikalischer und weniger schmerzhaft für die Ohren macht.
Statt metallischer Dissonanzen gibt’s harmonischen Dreck und aufblühende Obertöne. Die Germanium-Dioden und das clevere Schaltungsdesign sorgen für eine eigene Art von Schmutz – von subtiler Sättigung bis zu echtem Westcoast-Chaos. Simpel, brutal und völlig egal, ob Mono-Bleep oder fette Akkorde. Das Pedal belohnt alles, was du ihm fütterst – besonders, wenn du Oszillatoren stapelst.
Mono, Poly – egal: The Square frisst alles
DivKid beweist: The Square ist nicht wählerisch. Egal ob arpeggierter Polysynth oder Mono-Linie mit Delay – das Pedal spuckt komplexe, noisige und trotzdem kontrollierte Texturen aus. Es ist nicht einfach nur Verzerrung – da passiert etwas Seltsames, fast schon modular-mäßiges Crossmod, das alles musikalisch hält, selbst wenn’s richtig schmutzig wird.
Diese Vielseitigkeit macht The Square zum Freund von Vintage-Roland-Monos bis zu modernen Polys. Überlappende Noten, gestapelte Intervalle oder einfach nur ein Sägezahn – jede Herangehensweise bringt frischen Westcoast-Goldstaub. Das Beste: Das Pedal hält das Rauschen im Zaum, alles zerfällt sauber ohne das übliche Zischen – der Dreck bleibt, der Matsch verschwindet. Seltene Kombi: Aggressiv, aber trotzdem spielbar.

"Klingt komplett anders, ist verzerrt, aber keine klassische Verzerrung – wie man hört, hab ich richtig Spaß damit."
© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)
Tricks aus dem Bunker: Überlappungen, Delays und Designer-Dreck

"Es geht darum, überlappende Noten zu erzeugen – zwei Oszillatoren oder Poly-Noten, da glänzt das Pedal. Mit Delay klappt das auch bei Mono."
© Screenshot/Zitat: Divkid (YouTube)
Jetzt wird’s clever. The Square liebt überlappende Noten – also: Mono-Synth? Delay drauf und die Echos kollidieren lassen. Plötzlich klingt deine Ein-Oszillator-Linie wie ein polyphones Modular-Patch, das Pedal zerlegt die gestapelten Signale und spuckt komplexe, gefaltete Obertöne aus.
DivKid zeigt auch Tricks mit Input-Volume und Rhythmus, von sanft-geisterhaften Texturen bis zu rohem, brüllendem Noise. Das Pedal ist nicht nur brachial – es reagiert auf Nuancen und belohnt Experimente. Mehr Kauschigkeit? Delay tweaken, Noten schichten, und die Schaltung machen lassen. Aber ehrlich: Diese Tricks muss man hören – das Video ist voll von Beispielen, die Text nicht transportieren kann.
Studio-Chaos: Bass-Layer, die beben
Zum Abschluss wirft DivKid The Square in eine komplette DAW-Session und zeigt, wie sich damit fette analoge Layer für massive Bässe stapeln lassen. Er kombiniert eine trockene MS-20-Linie mit dem Pedal-Output, EQt beide für ihre Sweetspots und packt Phaser, Chorus und mehr drauf. Das Ergebnis? Eine Soundwand, dick und kontrolliert, mit Stereo-Breite und Bewegung, die den Nachbarn die Zähne klappern lässt.
Das ist nicht nur ein Pedal für Live-Jams oder Modular-Experimente – es ist ein Studio-Werkzeug. Egal ob du knurrende Mitten oder schimmernde Obertöne willst, The Square liefert. Und wenn du auf ein großes, vibrierendes Pad über deinem Bass stehst, hat DivKid das Rezept. Das Fazit? The Square macht aus jeder Synth-Linie ein straßentaugliches, ravefertiges Biest. Schau dir im Video an, wie die Layer live entstehen.
Zum YouTube Video:
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Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/DivKid
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