Espen Kraft taucht tief in den Yamaha TG77 ein – ein Synth-Modul, das eher als „sonische Straßenwaffe“ denn als Retro-Relikt durchgeht. Hier gibt’s nicht nur schnöde FM – das ist ein Frankenstein aus fortgeschrittener FM und Wave Memory, mit genug Layering und Effekten, um jede DAW ins Schwitzen zu bringen. Krafts unverwechselbarer 80er-Fokus trifft auf knallharte Analysen und zeigt, wie weit Yamaha damals wirklich gegangen ist. Wer denkt, FM zu kennen, wird hier eines Besseren belehrt – der TG77 will flexen, und Espen liefert die passenden Patches.

16. Januar 2026
SPARKY
Espen Kraft entfesselt den Yamaha TG77: FM-Synthese im Rave-Bunker-Modus
One Synth to Rule Them All: TG77s Hybrid-Power
Der Yamaha TG77 ist nicht einfach nur zum Synth-Party der 90er erschienen – er hat die Tür eingetreten und fortschrittliche FM-Synthese mit Wave Memory kombiniert, sodass die Konkurrenz nur noch staunen konnte. Espen Kraft zeigt direkt, wie dieses Rackmonster FM-Elemente mit gesampelten Wellenformen in einem Patch verschmelzen lässt. Hier gibt’s nicht nur Sinuswellen oder digitalen Einheitsbrei – zwei Elemente, eins FM, eins Wave Memory, bereit zum Kombinieren oder Separieren nach Lust und Laune.
Die Architektur des TG77 erlaubt es, bis zu vier Elemente pro Stimme zu stapeln und zu konfigurieren – im komplexesten Modus laufen zwei FM- und zwei Wave-Memory-Elemente gleichzeitig. Das ist nicht nur ein Schritt vom DX7 weg, sondern ein Sprung in den Rave-Bunker. Kraft hebt die schiere Zahl der Algorithmen hervor (45 statt 32 beim DX7) und die erweiterten Wellenformen – das hier ist kein DX7 mit Facelift, sondern ein komplettes Synth-Labor für alle, die richtig tief eintauchen wollen.

"Das ist ein DX7 auf Steroiden, sehr fortschrittlich, und man kann hier viel machen."
("This is a DX7 on steroids, very advanced, and you can do a lot here.")© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Programmiertiefe: Willkommen im Menü-Labyrinth

"Das hier ist ein DX7 mit einem Filter auf Steroiden."
("So this is a DX7 with a filter on steroids.")© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Wer dachte, den DX7 zu programmieren sei ein Toaster-Fight, wird beim TG77 auf ein neues Level gehoben – aber im positiven Sinne. Espen Kraft führt durch das Menü-Labyrinth: globale Parameter, Effektrouting, Feintuning von Level, Pan und Output für jedes Element. Die Bedienoberfläche ist tastenlastig, aber überraschend logisch – solange Finger und Buttons nach all den Jahren noch durchhalten.
Das eigentliche Highlight? Man ist nicht mehr auf Sinuswellen beschränkt. Der TG77 bietet 16 verschiedene Wellenformen für FM-Operatoren und 112 gesampelte Waves auf der AWM-Seite, inklusive Drums und analogem Brass. Kraft zeigt, wie sich diese Elemente mischen, filtern und mit Hüllkurven versehen lassen – der TG77 wird so zum Spielplatz für Sounddesigner. Klar, es wird viel gedrückt, aber wer Patches von Grund auf bauen will, bekommt hier Flexibilität, die die Vorgänger alt aussehen lässt.
Layering, Effekte und die Straßenwaffen-Qualitäten
Was den TG77 wirklich abhebt, ist die Fähigkeit, Sounds zu layern und durch eine rotzige Effektsektion zu jagen. Kraft hebt die schmutzigen, charaktervollen Effekte hervor – nicht so hi-fi wie beim späteren SY99, aber mit genug Dreck, um jeden Mix zu durchbrechen. Die Routing-Optionen sind wild: Jedes Element kann auf verschiedene Ausgänge geschickt, Effekte gestapelt und sogar mit einem eigenen Bypass-Button komplett umgangen werden (warum haben das nicht alle Synths?).
Multitimbralität ist Standard – bis zu 16 Stimmen auf 16 Kanälen gleichzeitig, ein Traum für alle, die dicke, gelayerte Tracks sequenzieren. Kraft vergleicht die Power des TG77 mit dem TX802: War der alte ein Velociraptor, ist der TG77 ein ausgewachsener T-Rex. Kurz: Das Teil ist nicht nur vielseitig – es ist eine sonische Straßenwaffe für alle, die mehr als nur Basic-FM wollen.

"Man kann hier 16 Stimmen auf 16 verschiedenen Kanälen gleichzeitig haben, das ist massiv."
("You can have 16 voices on 16 different channels going at once here, so it's massive.")© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Yamahas Evolution: Vom DX7 zum TG77 und weiter
Kraft betrachtet den TG77 nicht isoliert, sondern ordnet ihn in Yamahas Synth-Evolution ein: von der TX-Serie der 80er über die SY/TG-Modelle bis zu EX und Motif. Der TG77 ist das Ergebnis von Yamahas unermüdlichem Drang, FM-Technologie immer weiter zu pushen – mit mehr Features, mehr Wellenformen und mehr kreativen Möglichkeiten in jeder Generation.
Er merkt an, dass der SY99 zwar einen polierteren, hi-fi-lastigen Sound und eine aufgebohrte Effektsektion brachte, der TG77 aber mit roher Power und Flexibilität glänzt. Wer auf den rauen Early-90s-Charme steht, sollte hier zuschlagen. Krafts Fazit: Die Innovation hörte beim DX7 nicht auf – sie mutierte weiter, und der TG77 ist ein glorreiches Ergebnis dieses Prozesses.
Sounddemos: Lass ihn brüllen (ernsthaft, Video schauen!)
Specs und Menüs lesen ist das eine, aber die Magie steckt im Sound. Kraft feuert eine Salve von Audiobeispielen ab – Layer-Patches, Bässe, Leads, die den einzigartigen Charakter des TG77 zeigen. Von 90s-Techno-Stabs bis zu flächigen Pads ist alles dabei – aber ehrlich: Worte reichen nicht. Wer den vollen T-Rex-Stampfer spüren will, muss das Teil hören. Das Video liefert das echte Brett.
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