Espen Krafts 80s Funk-Resurrection: Sophisticated Pop bekommt ein 2026-Makeover

23. Januar 2026

SPARKY

Espen Krafts 80s Funk-Resurrection: Sophisticated Pop bekommt ein 2026-Makeover

Espen Kraft ist zurück im Bunker und poliert einen 90er-Klassiker mit einer dicken Schicht 80s Funk-Pop – samt aller lushen Akkorde und gesampelten Bläser, die das Herz begehrt. Das ist kein Nostalgietrip, sondern eine Meisterklasse darin, wie man einen Song aus der Vergangenheit in die Zukunft katapultiert, ohne dass der Groove verloren geht. Es gibt Bandgeschichten, Gear-Beichten und Akkordmagie, bei der selbst Quincy Jones anerkennend nicken würde. Wer wissen will, wie Pop gleichzeitig soulvoll und sophisticated knallt, bekommt hier die Blaupause. Aber glaubt mir: Die Sounds muss man selbst hören.

Zurück in die Zukunft: Espens 80s Funk-Pop-Revival

Espen Kraft remixt hier nicht einfach einen Song – er erweckt ein Stück seiner eigenen Musikgeschichte wieder zum Leben. Das Video startet mit einer Reise in die Vergangenheit, als Espen einen Track ausgräbt, den er 1994 für seine Band EasterDay schrieb. Der Song, damals „Change“ und jetzt als „Shine“ wiedergeboren, war ein Live-Klassiker und schaffte es sogar auf die 1997er CD. Aber Espen will keine alten Lorbeeren polieren; er will dem Song mit neuen Skills und Sounds aus 2026 frisches Leben einhauchen – und dabei die Seele der 80er bewahren.

Erfrischend ehrlich spricht Espen über die Produktionsgrenzen von damals – Budget, Gear, alles. Es geht nicht um eine Kopie, sondern um neue Texturen und Arrangements, die 2026 schreien, aber das 80s-Feeling behalten. Nostalgie? Klar. Aber eben mit modernem Twist und dem Blick dafür, was einen Popsong zeitlos und frisch macht. Wer hier ein Museumsstück erwartet, liegt falsch – das ist eher ein Rave-Bunker mit Samtseil.

Ich habe immer darüber nachgedacht, einige der Songs noch einmal zu machen – mit den Fähigkeiten, die ich jetzt habe, mit den…

© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)

Akkordzauberei: Raffinesse in jeder Progression

Es klingt auf eine gewisse Weise raffinierter – und das ist es auch.

© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)

Jetzt wird’s spannend: Espen taucht tief in die Akkordstruktur ein – und das ist alles andere als ein Drei-Akkorde-Lied. Er nimmt die ursprünglichen, simplen Dreiklänge und verwandelt sie in Suspended-, Diminished- und Major-Seventh-Voicings, alles in Es-Dur. Das Ergebnis? Akkorde, die vor Spannung und Auflösung glänzen und den Hörer bei der Stange halten. Espen tauscht langweilige Progressionen gnadenlos gegen solche aus, die wirklich die Ohren spitzen lassen.

Im Breakdown zeigt er, wie kleine Tweaks – etwa das Halten eines G-Tons im Pre-Chorus oder ein weihnachtliches Major-Seventh – die emotionale Reise des Songs komplett verändern. Eine Meisterklasse darin, Pop teuer klingen zu lassen, ohne den Groove zu verlieren. Wer die genauen Fingerakrobatiken sehen und den Unterschied hören will, muss ins Video reinschauen – Worte reichen hier einfach nicht, wenn die Magie in den Voicings steckt.

Synths, Samples und Sound-Bonbons

Kein 80s-inspirierter Track ohne ein ordentliches Synth-Arsenal – und Espen liefert ab. Für die klassische Moog-Bassline kommt das Arturia MiniMoog V zum Einsatz – Michael Jacksons „Man in the Mirror“ lässt grüßen, aber mit Espens eigenem Dreh. Der Roland D-50 liefert Fairlight-artige Vocal-Pads und Bells, während UVI Emulator II+ Library und Korg TR-Rack für zusätzlichen Glanz sorgen. Und ein Gruß an den Roland S-10 Sampler darf natürlich auch nicht fehlen.

Espen schichtet die Sounds wie ein Sternekoch sein Menü – jeder Synth und jedes Sample bekommt seinen Platz, ohne das Mix zu überladen. Das Ergebnis ist eine dichte, aber durchhörbare Klanglandschaft, die retro und modern zugleich klingt. Wer Patch-Details will oder hören möchte, wie die Sounds wirklich sitzen, muss ins Video schauen – hier gibt’s keinen vollständigen Patch-Dump.


Bass & Drums: Das Groove-Getriebe

Kommen wir zur Rhythmussektion. Die Bassline ist purer Moog-Punch – gleitend, druckvoll und mit genug Attitüde, um jede Tanzfläche zu bewegen. Espen gibt zu: Nichts davon war durchgeplant, alles nach Gefühl, mit Punch-Ins und echtem 80s-Session-Vibe. Die Drums sind tight, aber nie überladen: Kick, Snare, Claps, Shaker und ein paar Holzblöcke – alles so arrangiert, dass genug Platz für den Rest bleibt.

Das Zauberwort: Zurückhaltung. Espen widersteht der Versuchung, den Groove zu überladen, und setzt auf Funk und Klarheit. Drums und Bass greifen perfekt ineinander und lassen Raum für das melodische Soundfeuerwerk darüber. Wer den Groove in Echtzeit erleben will, muss das Video sehen – irgendwann muss man’s einfach fühlen.

Ein klassischer Moog-Bass natürlich. So geht das.

© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)

Mix-Tricks & Layering: So glänzt Shine

Der Hörer, der Endhörer, ist immer mein Hauptziel hier.

© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)

Mit dem Groove als Fundament geht’s ans Arrangement und den Mix. Espen schichtet E-Pianos für Wärme, komprimiert sie eng zusammen und highpasst sie, damit nichts matscht – klassische Moves, aber geschmackvoll umgesetzt. Gitarren bringen funky Fills und Loops, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Synths und Bells werden gezielt eingesetzt, sorgen für Glanz und Spannung – besonders im Chorus, wo der D-50 Fairlight-Patch richtig strahlt.

Espens Fokus bleibt immer die Reise des Hörers. Er variiert Voicings, nimmt Elemente raus, setzt Kontraste und hält das Arrangement in Bewegung, damit keine Langeweile aufkommt. Alles dreht sich darum, Interesse zu wecken, ohne das Ohr zu überfordern. Wer hören will, wie diese Entscheidungen wirklich klingen – vor allem die gelayerten Bells und Synths – muss sich den Track selbst geben. Das Video ist Pflicht für alle, die sehen wollen, wie Vintage-Pop ins Jetzt katapultiert wird.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/espen-krafts-80s-funk-resurrection-sophisticated-pop-gets-a-2026-makeover/
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