Espen Kraft, der Synth-Zauberer mit 80er-Nostalgie im Blut, verlässt das Studio und stürzt sich ins Live-Abenteuer. Diesmal bereitet er sich auf einen Joe Satriani-getriebenen Blues-Rock-Gig vor – und lässt uns dabei über die Schulter schauen, wie er sein Setup und seinen Kopf klar macht. Einen B3 die Treppe hochschleppen? Vergiss es! Espen setzt auf leichtes Gepäck, clevere Lösungen und absolute Gig-Tauglichkeit. Wer wissen will, wie ein erfahrener Keyboarder das Chaos einer neuen Band überlebt, bekommt hier den Backstage-Pass. Spoiler: Für Ego ist kein Platz, aber für ein ramponiertes Alpha Juno 2 schon.

28. Januar 2026
SPARKY
Espen Krafts Minimalistischer Gig-Check: Vom Proberaum direkt in den Rave-Bunker
Emagic MT4 MIDI Interface, Korg TR-Rack, MacBook Air M1, Mainstage, Roland Alpha Juno 2, X-Session MIDI CC Controller, Zoom H6
Vom Sofa ins Kulturhaus: Warum sich das antun?
Espen Kraft entstaubt seine Synths nicht aus purer Nostalgie – er folgt dem Ruf eines alten Kumpels und schüttelt 20 Jahre Live-Rost ab. Das Video startet mit Espens Erklärung, warum er wieder auf die Bühne geht – und es geht nicht um Ruhm oder Freibier. Es geht um Freundschaftsdienste, den unersetzlichen Live-Kick und darum, sich selbst aus der Komfortzone zu schubsen. Manchmal muss man eben die Studio-Puschen gegen Gig-Boots tauschen und sehen, was passiert.
Aber das hier ist kein x-beliebiger Cover-Abend im Dorfpub. Die Setlist: Joe Satriani-Tribute, der Gitarrist steht im Mittelpunkt, und Espens Job ist Support, nicht Rampensau. Der Druck ist real: neue Band, neues Material, und die Herausforderung, sich einzufügen, ohne jemandem auf die Füße zu treten. Wer Rockstar-Exzesse erwartet, ist hier falsch – es geht um Arbeit, Nerven und den Thrill, es live hinzubekommen.
Survival-Rig: Das Arsenal des Minimalisten
Eins ist klar: Espen schleppt für einen einmaligen Gig keinen Hammond B3 drei Stockwerke hoch. Seine Waffe der Wahl? Das Roland Alpha Juno 2 als Masterkeyboard – leicht, portabel, und die Tasten fühlen sich nicht nach Plastikspielzeug an. Der Rest des Setups ist pure Effizienz: MacBook Air M1 mit Mainstage, ein physischer MIDI-Controller für die schnellen Tweaks und ein Zoom H6 für sauberen Sound. Kein Platz für Vintage-Purismus – nur Werkzeuge, die funktionieren und den Rücken schonen.
Espens Ansatz: Setup schlank halten, aber flexibel bleiben. Drei Grundsounds – B3-Orgel, ein Split Brass/Orgel-Patch und ein weiches Pad – decken alles ab, mit minimalem Patchwechsel und genug Kontrolle, um es spannend zu halten. Für den Notfall liegt ein Korg TR-Rack bereit, falls das Laptop schlappmacht. Es geht nicht ums Posen – sondern ums Überleben und darum, den Job ohne Bandscheibenvorfall zu erledigen. Wer sehen will, wie er die Sounds einstellt und Mainstage reitet: Im Video gibt’s die Details.

"Für diesen einen Gig will ich so leicht wie möglich reisen."
("For this one gig I want to travel as light as possible.")© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Tasten im Schatten: Wissen, wann man spielt (und wann man die Klappe hält)

"Er hat mir freie Hand gegeben, eine Keyboard-Stimme zu finden, die das Gesamterlebnis für den Hörer verbessert und sein Spiel ergänzt."
("He's given me carte blanche to come up with a keyboard part that will augment enhance the overall experience for the listener and that will augment his playing.")© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Espen macht’s klar: Als Keyboarder in einer Gitarrenband muss man wissen, wo man steht. Er hat freie Hand, um Farbe und Gegenstimmen beizusteuern – aber die wahre Kunst ist Zurückhaltung. Manchmal ist es das Beste, einfach mal nichts zu spielen und der Gitarre Raum zu lassen. Es geht nicht darum, jedes Preset rauszuhauen – sondern dem Song zu dienen, nicht dem eigenen Ego.
Er zeigt seinen Prozess: Akkorde transkribieren, überlegen, wo Pads oder Harmonien passen, und – ganz wichtig – Platz lassen. Es ist ein Balanceakt zwischen Sound auffüllen und den Mix nicht zuzumatschen. Espens Philosophie: Geschmack vor Show. Wer meint, jede Lücke braucht ein Solo, bekommt hier Nachhilfe in musikalischer Disziplin.
Setlist-Sezieren: Rock, Blues und Keyboard-Alchemie
Das Herzstück des Videos ist Espens Analyse konkreter Songs aus der Setlist. Er startet mit einer langsamen, atmosphärischen Nummer und zeigt, wie er mit soften Pads und gezielten Akkordumkehrungen Tiefe schafft, ohne der Gitarre in die Quere zu kommen. Alles dreht sich um Subtilität – manchmal reichen zwei Noten, manchmal eine sanfte Gegenmelodie. Er erklärt, wie unterschiedliche Akkordumkehrungen für mehr Spannung sorgen und das gefürchtete Klang-Matsch vermeiden.
Dann geht’s in die schnelle Blues/Rock-Ecke, wo die Versuchung groß ist, den Hammond-Gott rauszulassen. Espen hält sich zurück, spart die fetten Orgelriffs für den richtigen Moment auf und bleibt tight und unterstützend. Er zeigt, dass weniger oft mehr ist – besonders, wenn die Gitarre im Mittelpunkt steht. Viel Rede von Raum lassen, langsam aufbauen und erst dann die Keyboard-Keule schwingen, wenn’s wirklich passt.
Wer die echten Patches hören, die Riffs erleben oder Espens Hände in Aktion sehen will, muss ins Video reinschauen. Keyboard-Magie lässt sich eben nur bis zu einem Punkt beschreiben – dann muss man sie hören.

"Wenn beide mit dem gleichen oberen Ton oder der gleichen Akkordumkehrung enden, kann das ein bisschen langweilig klingen – das Ohr merkt das."
("If you both end with the same top note or the the same chord inversion it can sound a little bit boring so to speak the ear picks up on that.")© Screenshot/Zitat: Espenkraft (YouTube)
Live-Drähte und neue Bande: Die Freude (und Panik) vorm ersten Gig
Zum Schluss wird Espen ehrlich: Die Mischung aus Vorfreude und Lampenfieber beim Einstieg in eine neue Band ist einzigartig. Es geht nicht nur darum, die Noten zu treffen – sondern auch darum, die Stimmung zu lesen, spontan zu reagieren und seinen Platz im neuen Musikrudel zu finden. Jede Probe bringt ihn näher an den ersten Adrenalinschub auf der Bühne.
Er verschweigt nicht, dass noch Arbeit ansteht – Feinschliff, Proben, und bloß nicht über die eigenen Kabel stolpern. Aber der Lohn? Dieser Kick, wenn live alles zusammenpasst. Wer in Norwegen ist und sehen will, wie ein Synth-Guy sich im Blues-Rock-Bunker schlägt, weiß jetzt, wo er hin muss. Für alle anderen ist Espens Video eine Meisterklasse in Coolness, Vorbereitung und einer Prise Gefahr.
Zum YouTube Video:
Latest articles
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/EspenKraft
Links von EspenKraft:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen