Tauche ein in den leuchtenden Nebel von Halina Rices kreativer Welt, in der Klang und Vision die Grenzen auflösen. Im intimen Gespräch mit MusicRadar Tech enthüllt Rice, wie ihr „Immersive-First“-Ansatz elektronische Musik in eine lebendige, atmende Umgebung verwandelt. Von räumlichem Audio bis zu stimmungsvoller Beleuchtung sind ihre Performances weniger Konzerte als vielmehr Portale – jeder Ton ein Pinselstrich in einer weiten, filmischen Landschaft. Für alle, die Musik als bewohnbaren Ort und nicht nur als Abfolge von Beats begreifen, bietet dieses Interview einen seltenen Einblick in die Architektur des klanglichen Erzählens.

8. Dezember 2025
LUMINA
Halina Rice: Klangwelten und immersive Erzählkunst mit MusicRadar Tech
Ableton Live, L-Acoustics Elisa, Minimoog Voyager, Novation Peak, Roland SE-02, Roland SH-09, XLN Audio RC-20 Retro Color
Jenseits der Bühne: Halinas immersive Sphären
Halina Rices Werdegang ist nicht nur eine Geschichte musikalischer Entwicklung, sondern eine Wanderung vom Vertrauten ins Unbekannte – ein Übergang von klassischen Wurzeln und kindlicher Neugier hinein in den Nebel immersiver elektronischer Performance. Frühe Begegnungen mit analogen Synthesizern im Zimmer ihres Bruders pflanzten Samen des Staunens, die später zu einer Karriere erblühten, in der Technologie, Emotion und Raum verschmelzen. Ihre Geschichte entfaltet sich wie eine Zeitlupen-Explosion unter Wasser: Jeder Schritt, von zaghaften Klavierskizzen bis hin zum Plattenvertrag und selbstveröffentlichten Tracks, ist eine Welle, die sich ausbreitet.
Doch erst im Live-Erlebnis zündet Rices Vision wirklich. Ihre Performances sind keine bloßen Konzerte – sie sind umhüllende Umgebungen, sorgfältig gestaltet, um das Publikum an andere Orte zu versetzen. Im Abbey Road Studio eröffnete ihr die Möglichkeit, ihr Set für räumliches Audio umzuprogrammieren, ein Portal zu neuen Dimensionen. Sie experimentierte mit 12.1-Surround-Systemen und maßgeschneiderter Beleuchtung. Das Ergebnis: Eine Performance, die nicht nur einen Raum füllt, sondern ihn verwandelt und die Zuhörer einlädt, in eine Welt aus Nebel, Licht und magnetischer Resonanz einzutauchen.

"Mein Ziel ist es immer, umhüllende Erfahrungen für das Publikum zu schaffen."
("My object always is to create enveloping experiences for the audience.")© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)
Klangarchitektur: Raum, Licht und visuelle Alchemie

"Das gesamte Erlebnis aus Audio, Visuals und Licht sendet dieselbe Botschaft an das Publikum."
("The whole experience from the audio, the visuals and the lights is saying the same message out to the audience.")© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)
Rices Kreativität ist ein Tanz der Sinne – ein Dialog, in dem Klang, Licht und Bild untrennbar werden. Sie lässt sich von immersiven Installationen und Künstlern inspirieren, die die Grenzen zwischen Kunst und Umgebung auflösen. In enger Zusammenarbeit mit Visual Designer Franny Anthony behandelt Rice jeden Track als Erzählung, erstellt Moodboards und gestaltet Visuals, die den emotionalen Bogen ihrer Musik widerspiegeln. Das Ergebnis ist eine einheitliche Botschaft: Audio, Visuals und Licht pulsieren gemeinsam, jedes Element atmet im selben Rhythmus.
Stücke wie „Glitch“ werden zu lebendigen Organismen, die anschwellen und sich zusammenziehen, während Visuals aufblühen und wieder in Dunkelheit versinken. Licht ist kein Nachgedanke, sondern Komplize, programmiert, um klangliche Wendungen und emotionale Strömungen zu spiegeln. Für Rice ist jedes Detail bewusst gesetzt – Lichter an unerwarteten Orten, Nebel, der durch den Raum zieht, alles darauf ausgerichtet, dem Publikum die Erlaubnis zu geben, sich selbst zu verlassen und in eine gemeinsame Traumlandschaft einzutauchen.
Anpassung und Innovation: Navigieren im Klangterrain
Der Weg zur immersiven Performance ist selten geradlinig. Rice steht vor der Herausforderung, ihre Vision an die wechselnden Gegebenheiten verschiedener Veranstaltungsorte anzupassen, jeder mit seiner eigenen technologischen Landschaft. Sie wird nicht nur zur Komponistin, sondern zur Architektin des Events – balanciert Produktionsgespräche, technische Grenzen und die wachsenden Erwartungen eines Publikums, das nach mehr als nur Klang verlangt.
Manche Locations setzen inzwischen auf LED-Screens und räumliches Audio, andere bleiben beim klassischen Stereo. Rices Ansatz ist fließend: Ihre Shows funktionieren in beiden Welten, doch sie genießt die Möglichkeiten, die fortschrittliche Systeme bieten. Ob sie nun ein 14.1.5-L-Acoustics-Array beschwört oder ihr Set für eine klassische Stereo-Bühne destilliert – sie bleibt offen für den Raum und lässt die Architektur jedes Ortes die Konturen ihrer klanglichen Erzählung formen.

"Man muss sich sagen, dass man nicht nur Musikproduzent, sondern auch ein Stück weit Eventmanager ist."
("You have to say to yourself, you're not just a music producer, you're also an event manager to some degree.")© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)
Emotionale Erzählkunst: Den Hörer transportieren
Im Zentrum von Rices Arbeit steht die Hingabe an das Narrativ – jede Performance ist eine Reise durch wechselnde emotionale Landschaften. Im Studio schichtet sie analoge Texturen von Instrumenten wie dem Minimoog Voyager und Roland SH-09, verwebt sie mit digitalen Fäden und räumlicher Bewegung. Die Tracks entstehen zunächst in Stereo und werden dann für immersive Formate neu geboren, ihre Elemente verstreut und im 360-Grad-Raum neu zusammengesetzt.
Rices Liebe zum Detail ist spürbar: Reverbs werden getrennt, trockene und nasse Signale schweben aus verschiedenen Ecken, perkussive Muster werden gezielt platziert, um das Gefühl von Zusammenhalt nicht zu verlieren. Das Ergebnis ist eine Klangumgebung, die zugleich weit und intim wirkt – ein Ort, an dem jeder Sound eine Figur und jeder Mix eine Geschichte ist, die darauf wartet, entdeckt zu werden. Manche Nuancen – wie das Spiel des Chaos in einem randomisierten Arpeggiator – lassen sich nur wirklich erleben, wenn man selbst in die Performance eintaucht.
Werkzeuge, Tipps und der Fluss der Kreativität

"Ableton scheint besonders für elektronische Musik konzipiert zu sein, eignet sich aber auch hervorragend als Integrationspunkt für immersive Shows."
("Ableton seems particularly designed for electronic music, but also really good as an integration point for creating immersive shows.")© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)
Rices kreatives Arsenal ist zugleich praktisch und poetisch. Ableton Live ist ihr Anker – eine Leinwand, um Ideen zu skizzieren, Reisen zu arrangieren und Trigger für immersive Shows zu integrieren. Sie liebt die taktile Magie von Plugins wie XLN Audio RC-20 Retro Color, die ihren Tracks spektrale Wärme und unvorhersehbare Texturen verleihen. Doch sie warnt vor den versteckten Geistern – wie Rauschmodulen, die einen Mix heimsuchen können, wenn man sie nicht abschaltet.
Vielleicht ist ihr wertvollster Tipp, technische Hürden zu beseitigen, um den kreativen Fluss zu ermöglichen. Mit Unterstützung von Diensten wie Yellow Technology umgeht Rice das Labyrinth des Troubleshootings und kann sich ganz der Inspiration widmen. Für sie liegt die wahre Innovation nicht nur in den Werkzeugen, sondern darin, im kreativen Moment präsent zu bleiben – jeder Augenblick eine Einladung, tiefer in die Geschichte des Klangs einzutauchen.
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