Korg taucht mit dem EXs325 Yangqin tief in die Welt traditioneller chinesischer Instrumente ein – eine akribisch gesampelte Library für die KRONOS- und NAUTILUS-Workstations. In diesem offiziellen Walkthrough zeigt Korg, wie die nuancierten Artikulationen und Spieltechniken des gehämmerten Saiteninstruments Yangqin eingefangen werden und verbindet historischen Kontext mit moderner digitaler Programmierung. Es erwartet euch ein detaillierter Blick auf Attack-Variationen, Tremolo, Obertöne und Ghost Notes – alles angetrieben durch fortschrittliche PCM-Bearbeitung und Wave-Sequencing. Wer ausdrucksstarke, kulturell reiche Klänge in einem digitalen Workflow sucht, erhält hier einen aufschlussreichen Einblick in Korgs Sampling- und Programmierkunst.

25. Oktober 2025
LYRA
Korg EXs325 Yangqin: Tradition trifft digitale Artikulation
Von Rosenholz zu RAM: Die EXs325 Yangqin Sample-Library
Korgs EXs325 Yangqin ist mehr als nur eine Sammlung von Samples – sie ist eine digitale Hommage an das chinesische gehämmerte Saiteninstrument, speziell entwickelt für die KRONOS- und NAUTILUS-Plattformen. Das Video beginnt mit einer kompakten Geschichtsstunde, die die Abstammung des Yangqin vom persischen Santoor bis zur modernen chinesischen Form nachzeichnet und seine Rolle sowohl im Solo- als auch im Ensemblekontext hervorhebt. Diese historische Einordnung macht deutlich, warum es eine Herausforderung ist, das Wesen des Instruments digital einzufangen.
Im Walkthrough werden die physischen Besonderheiten des Yangqin betont: mehrere erhöhte Stege, flexible Bambushämmer und eine Saitenanordnung, die sowohl harmonischen Reichtum als auch dynamische Agilität liefert. Korgs Ansatz ist es, nicht nur den Klang, sondern auch die spielerischen Nuancen zu replizieren – bis hin zu den klaren Spielbereichen und den sich entwickelnden Saitengruppierungen über den Tonumfang hinweg. Für digitale Musiker bedeutet das: Das EXs325 ist kein statisches Sample-Set, sondern ein spielbares, expressives Instrument, das die organische Komplexität des Yangqin in die digitale Welt bringt.
Artikulationen entfesselt: Attack, Tremolo, Obertöne und Ghost Notes
Das Herzstück der EXs325-Library liegt in ihrer Artikulationsvielfalt, die Korg mit methodischer Klarheit präsentiert. Nutzer können auf verschiedene Attack- und Stick-Variationen zugreifen – Haupt-, Reverse-, Bottom- und Finger-Techniken – jede verleiht dem Klang einen eigenen Charakter. Im Video wird gezeigt, wie unterschiedliche Hämmer und Anschlagspunkte schärfere oder weichere Klangfarben erzeugen; selbst das Zupfen mit den Fingern ist für einen sanfteren, intimeren Ton vertreten.
Tremolo, eine typische Yangqin-Artikulation, erhält besondere Aufmerksamkeit. Korgs Programmierung ermöglicht sowohl manuelles als auch tempo-synchronisiertes Tremolo, wobei Joystick-Zuweisungen (insbesondere die +Y-Achse) eine Echtzeitkontrolle der Artikulationsdynamik bieten. Auch Obertöne sind enthalten und sorgen für schimmernde Klangfarben, die den Ausdrucksbereich erweitern. Besonders hervorzuheben ist die Ghost-Note-Funktion: Durch die Simulation der schnellen, federnden Hammertechnik ermöglicht das EXs325 nuancierte rhythmische Texturen, die über einfache Notenwiederholungen hinausgehen.
Diese Artikulationsbreite dient nicht nur der Klangvielfalt, sondern ermöglicht authentische Performance-Workflows. Das Video macht deutlich, dass diese Techniken intuitiv erreichbar sind, sodass Spieler nahtlos zwischen Ausdrucksgesten wechseln können – ganz ohne Menü-Tiefen oder umständliche Key-Switches.

"Tremolo ist eine essentielle Artikulation des Yangqin."
("Tremolo is a Yang Qin's essential articulation.")© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
PCM-Editing und dynamische Kontrolle: Die digitalen Kanten glätten

"Dank Michele Paciulis' Vektor-Crossfade kann der gesamte Dynamikbereich ohne Unterbrechung gespielt werden, genau wie beim echten Yangqin."
("Thanks to Michele Paciulis' vector crossfade, the whole dynamic range can be performed without a resolution of continuity, just like the real Yang Qin.")© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
Korg nutzt fortschrittliche PCM-Bearbeitung und Sound-Programmierung, um die Lücke zwischen statischen Samples und organischer Performance zu schließen. Der Einsatz von Vektor-Crossfading wird als Schlüsseltechnik hervorgehoben, die stufenlose dynamische Übergänge ermöglicht – ganz wie beim echten Yangqin. Musiker können so Crescendi, Diminuendi und subtile Klangveränderungen mit einer Realistik spielen, die Sample-Instrumenten oft fehlt.
Die Performance-Kontrolle beschränkt sich nicht nur auf die Anschlagsdynamik. Die EXs325-Programme reagieren auf eine Vielzahl von Controllern – Joystick, Ribbon und Schalter – und erlauben so eine nuancierte Steuerung von Artikulation und Dynamik. Diese Flexibilität ist entscheidend für die Integration des Yangqin in Studio- wie auch Live-Workflows und gibt Performern die Möglichkeit, Phrasen in Echtzeit zu formen, statt auf nachträgliche Bearbeitung angewiesen zu sein.
Round Robin und tempoadaptive Magie: Realismus in der Wiederholung
Um die Authentizität weiter zu steigern, setzt Korg auf Round Robin Sampling – eine Technik, bei der mehrere Sample-Varianten für wiederholte Noten durchlaufen werden, um den mechanischen Charakter digitaler Wiederholungen zu vermeiden. Im Video wird darauf hingewiesen, dass sowohl reguläre als auch Round Robin-Versionen bereitgestellt werden, sodass Nutzer zwischen absoluter Reinheit und einer natürlicheren, performance-ähnlichen Ansprache wählen können. Dieser doppelte Ansatz reflektiert die subtilen Kompromisse, die digitale Emulation mit sich bringt.
Tempo-adaptives Tremolo, realisiert durch Wave-Sequencing, ist ein weiteres Highlight. Durch die Synchronisation der Tremolo-Geschwindigkeit mit MIDI-Tempo oder Timecode bleibt die rhythmische Artikulation stets im musikalischen Kontext – essenziell für moderne Produktionen und Live-Setups. Zusammen heben diese Features das EXs325 über statisches Sampling hinaus und bieten Realismus und Flexibilität, die zu kreativer Erkundung einladen und dabei die traditionellen Wurzeln des Instruments respektieren.

"Wenn viele Wiederholungen auf derselben Note gespielt werden, klingt die Round Robin-Version natürlicher."
("When many repetitions are performed on the same note, the round robin version sounds more natural.")© Screenshot/Zitat: Korgofficial (YouTube)
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