Überlegst du, deinen Analog Rytm MKII zu verkaufen? Halt mal kurz. Liam Killen, Montreals Groovebox-Guru, zeigt, warum dieses analoge Biest nicht aus seinem Studio fliegt. Er schneidet durch das Analog-vs-Digital-Geschwafel, schichtet Samples wie ein Sound-Koch und entdeckt abgefahrene Filterbank-Tricks. Mit etwas Outbox 8-Magie wird daraus ein Werkzeug für den Bunker, kein Staubfänger. Was knallt und was bleibt – dieses Video zeigt’s.

6. Oktober 2026
SPARKY
Liam Killen behält den Rytm: Warum der Analog Rytm MKII immer noch knallt
Elektron Analog Rytm MKII, FaderFox MX-12, Louder Than Liftoff Chroma 500, Outbox 8, West Audio Mimas
Analog Rytm MKII: Immer noch der König der Drum Machines
Liam Killen stellt direkt die Frage, die viele von uns heimlich beschäftigt: Lohnt es sich wirklich, den Analog Rytm MKII zu behalten, wo es doch ständig neue Kisten gibt? Seine Antwort ist eindeutig – die vollanaloge Drum-Synthese spielt in einer anderen Liga. Kein Digitakt oder Digitone liefert diesen fetten, direkten Punch, und mit den individuellen Drum-Engines kannst du jeden Schlag nach deinem Geschmack formen.
Liam schwärmt nicht nur – die Pads fühlen sich richtig saftig an und der Workflow bleibt direkt und lebendig, nicht wie bei einer langweiligen Sample-Schleuder. Das Teil hat seinen eigenen Vibe, und wer Beats von Grund auf bauen will, bekommt hier ein Instrument, keinen reinen Sequencer. Wenn du lieber fiese, eigene Kicks schraubst statt dich durch Sample-Ordner zu klicken, bleibt der Rytm das Maß der Dinge.

"Ich glaube immer noch, dass der Analog Rytm MKII als Drum Machine einfach der Beste ist."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Sample-Layering: Das geheime Rezept

"Solche Samples in deine Beats einzubauen, bringt Artefakte oder macht sie einfach origineller."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Samples mit analogen Sounds zu schichten ist das eigentliche Spielfeld des Rytm. Liam holt sich die Berliner Künstlerin Zoë McPherson dazu, die zeigt, wie ein Hi-Hat mit einer längeren Vocal-Sample kombiniert wird – so entstehen Rhythmen, die du in keinem Preset-Pack findest. Der Trick: Der analoge Transient knallt durch, während das Sample Textur und Weirdness liefert.
So werden aus langweiligen Patterns plötzlich lebendige, glitchige Grooves. Es geht nicht ums Layern um des Layerns willen – sondern darum, das Beste aus beiden Welten zu mischen: originell, dreckig, ein bisschen verrückt. Deine Beats sollen klingen, als wären sie aus einem Underground-Rave-Bunker gekrochen? Genau so geht’s.
Filterbank-Wahnsinn: Rytm wird zum Modular
Jetzt wird’s richtig wild. Inspiriert von Stereo_IMG nutzt Liam den Analog Rytm als Filterbank – ja, wirklich. Er lädt das gleiche Sample auf alle acht Stimmen und verteilt verschiedene Filtertypen und -frequenzen: So wird aus der Drum Machine ein Multiband-Monster. Mit einem Faderfox-Controller pro Band kannst du Frequenzen boosten, cutten und verbiegen, als würdest du nachts um drei am Modular drehen.
Das Filter-Pinging ist mein persönlicher Favorit: Impulse in hochresonante Filter schicken und so percussive Blips, Bleeps und fette 808-Kicks erzeugen. Mit LFOs, Overdrive und Effekten wird’s noch chaotischer. So wird aus einer Drumkiste ein Sounddesign-Spielplatz – Liam und Stereo_IMG machen klar: Wer auf abgefahrene Klangexperimente steht, sollte den Rytm nicht verkaufen.

"Am Ende entsteht eine Filterbank."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Outbox 8: Routing, das rockt

"Ich finde, das klingt einfach auf allem gut, was ich bisher durchgejagt habe."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Gerade wenn du denkst, du hast alles gesehen, kommt die Outbox 8 ins Spiel. Liam zeigt, wie sie mit dem Rytm MKII das Routing revolutioniert – digitale Kanalzuweisung macht das Separieren und Bearbeiten der Spuren zum Kinderspiel, kein Kabelsalat mehr. Die Ausgänge des Rytm sind okay, aber Outbox 8 punktet mit Workflow und Flexibilität.
Er jagt die Kanäle durch feines Outboard wie den Louder Than Liftoff Chroma 500 für Sättigung und den West Audio Mimas für knackige Kompression. Alles bleibt mono, aber das ist ein fairer Deal für so viel Kontrolle. Im Live-Rig oder Studio-Bunker ist dieses Duo eine echte Waffe, wenn deine Drums im Mix nach vorne müssen.
Sieh dir die Magie an
Liam redet nicht nur – er liefert echte Grooves und Klangbeispiele, die zeigen, warum der Analog Rytm einfach nicht totzukriegen ist. Wer mit den Ohren lernt (oder einfach Bock auf knob-twisting hat), bekommt hier genug Input, um selbst loszulegen. Manche Sounds lassen sich einfach nicht beschreiben – schau dir das Video an und hör, wie der Rytm bellt, singt und knurrt.
Zum YouTube Video:
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https://www.youtube.com/LiamKillen
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