Liam Killen zeigt, warum der Elektron Digitone II sein bevorzugtes Rave-Bunker-Tool ist. Kein sanftes Upgrade, sondern ein echtes Groove-Monster mit mehr Kanälen und Berlin-Techno-Flair.

17. Juli 2026
SPARKY
Liam Killen und der Digitone II: Mehr Spuren, mehr Chaos, mehr Techno
Elektron Digitakt II, Elektron Digitone, Elektron Digitone II, Meris Ottobit X
Digitone II: Von vier Spuren zum kompletten Rave-Rig
Liam Killen macht sofort klar: Der Digitone II ist nicht einfach ein kleines Upgrade zum Original – das Teil ist ein Quantensprung. Vorbei die Zeiten, in denen man alle Drums auf eine Spur quetschen und auf polyphone Gnade hoffen musste. Jetzt gibt’s viermal so viele Spuren und die Freiheit, pro Spur unterschiedliche Maschinen zu wählen – ein Groovebox, die die ganze Band sein will. Wer sich vom alten Digitone eingeengt fühlte, reißt hier die Wände ein und baut gleich noch einen Keller dazu.
Das Interface bekommt ein fettes Power-Up: Sechs Mixer-Seiten, Effekte, die wirklich klingen – Delay, Reverb, Chorus und ein Overdrive, den Liam als seinen Favoriten feiert. Spuren auf MIDI routen oder intern Chaos stapeln? Kein Problem. Es geht nicht nur um mehr Knöpfe, sondern um einen Workflow, bei dem man nicht mehr zwischen Drums, Bass und Synths wählen muss. Wer den Toaster-Fight-Modus will, bekommt hier das passende Werkzeug.

"Auf diesem Interface, dem DigiTone 2, gibt es einfach so viel mehr zu entdecken. Das ist einer der größten Sprünge in der Elektron-Geschichte."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Layer-Kuchen: Drums und Synths auf Elektron-Art

"Ich könnte das hier ganz easy als Drum-Machine nutzen."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Beim Groove-Bauen zeigt Killen, wie der Digitone II Layering zur Kunst erhebt. Hi-Hats pannen, Trig-Conditions, Filter-Spielereien – in Sekunden von Clave-ähnlichen Percussions zu offenen Hats. Und das alles auf einer Seite, was alles knackig und spontan hält. Dank Param-Locks kann jeder Step zum eigenen Biest werden – mathematisch, musikalisch oder einfach nur schräg. Statische Loops? Nicht mit diesem Teil.
Auch die Synth-Layer bekommen die volle Laborbehandlung: LFOs, Panning-Tricks, Comb-Filter und natürlich Param-Locks. Liam liebt Perks und Drums so sehr, dass er fast vergisst, dass noch ein Dutzend Spuren frei sind. Wer wissen will, wie man aus simplen FM-Linien einen zähnefletschenden Groove baut, sollte ihm auf die Finger schauen. Worte reichen nicht für den glitchigen Swing und das kontrollierte Chaos – das ist Elektron-Sequencing in Bestform.
Berlin Techno aus der Kiste
Laut Killen bringen Presets und Workflow des Digitone II echten Berlin-Techno-Vibe. Wo der OG Digitone immer Richtung klassischen FM-Sound drückte, hat der Nachfolger mehr Düsternis und Industrie im Blut. Tempo auf 137 BPM, ein Hauch Swing – und schon ist man bereit fürs Lagerhaus. Die neuen Engines und Layer-Möglichkeiten sorgen dafür, dass Beats nicht mehr reingequetscht werden müssen – alles rollt wie von selbst Richtung Techno.
Doch es geht nicht nur um Presets: Liam macht die Kiste zu seiner eigenen. Er schiebt Patterns, mutet und entmutet Layer und zeigt, wie ein simples Motiv einen Track tragen kann. Sein Workflow ist kompromisslos, aber nie überladen, und der Groove wächst und wächst. Wer Berlin-Feeling ohne Menü-Hölle sucht, bekommt hier Tempo und Dreck. Aber um den echten Punch zu spüren, muss man zuhören – Text bringt den Boden nicht zum Beben.

"Ich finde, die Presets zielen mehr auf diesen Berlin-Techno-Sound ab."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Externe Effekte: Der Meris Ottobit X Twist

"Ich glaube, es wäre spannend, diese Sounds mal durch den Autobit X zu schicken."
© Screenshot/Zitat: Liamkillen (YouTube)
Gerade wenn man denkt, der Groove könnte nicht dreckiger werden, jagt Killen den Digitone II durch den Meris Ottobit X – und jetzt wird’s wild. Mit spielbaren Knobs für Filter, Bitcrusher und Sample-Rate-Zerstörung bringt der Ottobit X eine neue Schicht Chaos. Liams Lieblingstrick: Drums live zerlegen – Filter drehen, Bits crushen, alles mit MIDI-Takt im Griff.
Er zeigt verschiedene Presets und wie Ambience und Decay das Set entweder fluten oder subtil würzen. Das Zusammenspiel aus Digitone II-Sequencing und Ottobit X-Performance ist pures Live-Gold. Wer seine Synths wie einen Game Boy im Keller klingen lassen will, ist hier richtig. Es steckt viel unter der Haube – aber für den vollen Overload muss man das Video sehen.
Digitone-Ideenstarter: Templates für Mutige
Zum Schluss gibt’s noch einen Tipp: Liams Digitone-Ideenstarter-Pack – Templates, Patterns und Sequencer-Tricks für alle, die mehr aus der Kiste holen wollen. Alles auf Patreon, kompatibel mit Digitone und Digitone II. Wer Inspiration sucht oder einfach einen Kickstart für den nächsten Jam braucht, sollte reinschauen. Templates sind kein Schummeln – in den richtigen Händen sind sie Waffen.
Zum YouTube Video:
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https://www.youtube.com/LiamKillen
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