Klang ist Erinnerung, und in diesem leuchtenden Interview führt uns Metamyther durch die Nebel von Drew Schlesingers kreativem Geist – einem Meister, dessen Fingerabdrücke auf über 230 Instrumenten spürbar sind. Schlesingers Reise ist nicht nur eine Chronologie, sondern eine Geschichte magnetischer Resonanz: vom spektralen Leuchten früher Synthesizer-Helden bis zu den taktilen Geistern analoger Schaltkreise. Hier wird Sounddesign zur filmischen Landschaft, jedes Preset zum Portal. Für alle, die auf der Suche nach neuen Klangfarben treiben, ist dieses Gespräch eine seltene Einladung, die emotionale Architektur der Synthese durch die Augen eines ihrer eindrucksvollsten Architekten zu erleben.

17. März 2026
LUMINA
Metamyther beleuchtet: Drew Schlesinger und die Klangkartografie des Preset-Designs
Ableton Live, ARP 2600, Casio CZ-1, Casio CZ-101, Cherry Audio GX-80, Erica Synths Syntrx, Eventide DSP 4000, Eventide H3000, Kurzweil K2000, Micro-Moog, Moog Messenger, Moog Modular, Moog Muse, Soundtoys Effect Rack
Ursprünge im Klanglicht
Drew Schlesingers Reise beginnt nicht am heimischen Klavier, sondern mit dem Flackern legendärer Fernsehauftritte und der magnetischen Anziehungskraft des Unbekannten. Als Kind wurde die spektrale Präsenz von Ray Manzarek in der Ed Sullivan Show zum ersten Leuchtfeuer, das ihn zur Orgel und bald darauf in die Welt der Bands und die Suche nach neuen Klängen zog. Das Fehlen formaler Ausbildung vertiefte nur seinen Hunger und ließ ihn die rohe Energie des Rock und das geheimnisvolle Schimmern früher Synthesizer aufsaugen.
Es war die Zeit, in der die Grammatik elektronischer Klänge noch geschrieben wurde, und Drew war fasziniert von Größen wie Keith Emerson, Rick Wakeman und Wendy Carlos. Doch es war die experimentelle Kante – Morton Subotnicks fremdartige Klangwelten, Enos texturale Landschaften und das kosmische Treiben von Tangerine Dream – die seine Fantasie wirklich entfachte. Jede Platte wurde zur Landkarte, jeder neue Klang zum Tor, während Drew den Klanggeistern nachjagte, die eines Tages sein eigenes Markenzeichen werden sollten.

"Wenn ich die Leute nennen müsste, die mich wirklich beeinflusst haben, dann wären es Eno, Joe Zawinul, Morton Subotnik."
("If I had to pick the guys that really impacted me, it was Eno, Joe Zawinul, Morton Sobotnik.")© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)
Klangfarben jenseits des Horizonts
Drews Ansatz im Sounddesign ist ein Tanz mit dem Unbekannten – die Bereitschaft, den Spuren klirrender, atonaler und experimenteller Texturen zu folgen. Der Micro-Moog wurde sein erstes Gefäß, doch es waren Künstler wie Eno und Subotnick, die ihn dazu brachten, das Seltsame und Schöne zu suchen, Klänge, die am Rand der Wahrnehmung schimmern. Er fühlte sich zu Geräten hingezogen, die sowohl Lead-Linien als auch spektrale Atmosphären erschaffen konnten, immer auf der Suche nach dem Liminalen, dem Unklassifizierbaren.
Sein Prozess war nie Nachahmung, sondern das Erschaffen neuer klanglicher Topografien. Drews frühe Experimente wurden von Neugier und Hunger nach dem Unbekannten angetrieben – sei es durch die Phasenverzerrung der Casio-CZ-Serie oder die modularen Labyrinthe von Moog und ARP. Für ihn war jeder Synthesizer eine Landschaft zum Erkunden, jedes Preset eine Geschichte, die darauf wartete, erzählt zu werden – manchmal schroff und hell, manchmal zart wie Nebel. Das Ergebnis: ein Werk, das sich durch seine Bereitschaft auszeichnet, das Vertraute zu verlassen und in die magnetische Resonanz des Unbekannten vorzudringen.
Die Architektur der Synthese: Evolution und Fundament
Das Interview entfaltet ein Panorama der Synthesizer-Evolution – von der Knappheit früher Informationen bis zu den taktilen Offenbarungen des praktischen Lernens. Drew erinnert sich an eine Zeit vor dem Internet, als Polyphony und Keyboard Magazine Lebensadern waren und Konzerte zu Klassenzimmern wurden. Die Boston School of Electronic Music erscheint als zentrales Nebelfeld – ein Ort, an dem ARP 2600s und Moog Modulars sowohl Spielplatz als auch Lehrer waren und wo die Architektur der Synthese als lebendiges, atmendes System sichtbar wurde.
Hier verinnerlichte Drew die Grundlagen: das Wechselspiel zwischen Audio- und Steuerspannungspfaden, das Konzept von Generatoren und Modifikatoren und die universelle Grammatik, die jeder Synthese zugrunde liegt. Dieses Fundament, so betont er, ist der wahre Kompass für jedes Instrument, egal wie komplex oder neuartig. Die Lektionen über Signalfluss, Modulation und die Obertonreihe wurden zum unsichtbaren Gerüst seiner späteren Innovationen und erlaubten ihm, fließend zwischen Epochen und Technologien zu wechseln.
Zwischen Freiheit und Erwartung: Die Kunst des kreativen Prozesses

"Als Sounddesigner will man Klänge erschaffen, die andere nutzen und die sie inspirieren."
("As a sound designer, you want to make sounds that people are going to use and be inspired by.")© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)
Drews kreativer Prozess ist ein Balanceakt – ein Spiel zwischen persönlicher Erkundung und den Anforderungen des Marktes. Mit wachsendem Ruf kamen die Einladungen der Hersteller, die Klänge suchten, die die Seele ihrer Maschinen offenbaren sollten. Doch Drews Philosophie blieb in der Authentizität verwurzelt: Jeder Sound sollte musikalisch nützlich, aber auch einzigartig und unerwartet sein.
Er beschreibt das Wechselspiel zwischen künstlerischer Freiheit und Kundenwünschen, die Notwendigkeit, sowohl Standard-Sounds als auch solche zu liefern, die mit kreativem Risiko schimmern. Manchmal war Nachahmung gefragt, doch Drews Herz schlug immer für die Erschaffung neuer Klanggeister – Texturen, die inspirieren, nicht nur imitieren. Der Prozess ist oft iterativ und kollaborativ, geprägt von sich entwickelnder Hardware und Software, aber immer geleitet von einem intuitiven Gespür dafür, was ein Sound werden könnte. Für Drew ist Sounddesign weniger eine technische Übung als vielmehr eine visuelle Kunst – das Formen von Resonanz und Emotion aus dem rohen Ton der Elektrizität.
Echos und Sehnsüchte: Klang als emotionale Landschaft
Gegen Ende des Gesprächs reflektiert Drew über den Bogen seiner eigenen Musik und die Zukunft, die er sich vorstellt. Jahre im Corporate-Bereich haben den kreativen Drang nicht verstummen lassen; stattdessen blieb ein Reservoir unveröffentlichter Musik, Kollaborationen mit Künstlern wie David Torn und Ambient-Werke, die in Echtzeit mit geliebten CZ-1s aufgenommen wurden. Diese Stücke, Jahrzehnte später ausgegraben und remastert, zeigen ein Bekenntnis dazu, Emotionen im Moment einzufangen – ohne Overdubs, nur das rohe Aufblühen des Klangs, wie er geschieht.
Drews Sehnsüchte kreisen nun wieder um das Wesentliche: seine eigene Stimme neu zu finden, Musik zu schaffen, die zugleich intim und weit ist – eine Landschaft, in der Zuhörer verweilen können. Er lädt uns ein, Klang nicht als Ware, sondern als lebendige, emotionale Architektur zu sehen – geformt von Erinnerung, Zufall und Intention. Das Interview endet mit einer sanften Ermutigung: oft zu speichern, angstfrei zu experimentieren und darauf zu vertrauen, dass die resonantesten Klänge jene sind, die den Abdruck ehrlicher Erkundung tragen.
Wer die wahre Schwerkraft von Drews Geschichte spüren will – die Nebeldrones, die taktilen Geister, das Schimmern der Möglichkeiten – findet in Metamythers Video ein Portal. Manche Details, manche Texturen lassen sich nur in der unmittelbaren Präsenz des Klangs erleben, wo Worte sich auflösen und die emotionale Landschaft sich in Echtzeit entfaltet.

"Wenn du glaubst, einen Sound gefunden zu haben, der dir gefällt, speichere ihn. Und wenn du weitergehst, speichere ihn wieder, und dann nochmal, denn du weißt nie, wann du zu weit gehst."
("When you think you've found a sound that you like, save it. And then if you keep going, save it again, and then save it again, because you never know when you're going to go too far.")© Screenshot/Zitat: Metamyther (YouTube)
Zum YouTube Video:
Zum YouTube Video:
https://www.youtube.com/Metamyther
Links von Metamyther:
Werbung – Partnerlinks:
Bei einem Kauf über die folgenden Links erhalten wir ggf. eine Provision – ohne Mehrkosten für dich. Der Link führt zu einer Amazon-Stichwortsuche. Je nach Verfügbarkeit können andere Treffer angezeigt werden.
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen
🔗 Preis auf Amazon prüfen