Tauchen Sie ein in das klangliche Labor von Flight To London, während der offizielle Kanal von Moog Music den kreativen Prozess des Duos dokumentiert. Umgeben von einem Halbkreis aus Moog-Synthesizern – Moog One, Muse und Minimoog Model D – zeigen Jimmy McGorman und Robb Vallier, wie sich ihre Songwriting-Wurzeln und die praktische Arbeit am Synthesizer miteinander verbinden. Das Video bietet einen seltenen Einblick in das Schichten von satten Texturen und die haptische Freude an analogem Sounddesign, stets auf der Suche nach einer Mischung aus 80er-Nostalgie und moderner Produktion. Wer sich für Signalfluss, Patch-Philosophie und die echte Rolle klassischer Moog-Geräte interessiert, sollte diese Session genauer betrachten.

7. März 2026
MILES
Moog Music im Studio: Flight To Londons analoge Alchemie
Ein Halbkreis voller Inspiration
Das Video beginnt mit Flight To London – Jimmy McGorman und Robb Vallier – tief versunken im Studio, umgeben von einer beeindruckenden Reihe an Moog-Synthesizern. Ihr Arbeitsplatz in den Revolver Studios ist ein Spielplatz für Analogfans, mit fünf Moog-Synths zur Verfügung. Die Chemie des Duos ist sofort spürbar, während sie Ideen austauschen, Parameter drehen und zwischen Songwriting und Synthese die Rollen tauschen.
Anstatt sich direkt ins Sounddesign zu stürzen, betonen sie die kollaborative Natur ihres Prozesses. Jeder bringt eine andere Stärke ein: der eine ist stärker im Songwriting und der Performance verwurzelt, der andere will die klanglichen Möglichkeiten von Oszillatoren und Filtern ausloten. Das Video fängt das organische Hin und Her ein, während sie das Fundament ihres Debütalbums formen – und macht deutlich, dass für Flight To London der Weg mindestens so wichtig ist wie das Ziel.

"The fact that we have five synths here that we really respect and know we can get a lot of interesting sounds out of."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Songwriting zuerst, Synths danach

"If you can't play it on a guitar or a piano first at the root of the song, we just didn't want to go down that route."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Der Ansatz von Flight To London ist angenehm traditionell: Jeder Song beginnt mit einem einfachen, spielbaren Kern – meist nur Klavier, Gitarre oder ein einzelner Synth und Gesang. Sie betonen, dass ein Song auch auf einem Basisinstrument funktionieren muss, sonst lohnt es sich nicht, ihn mit Synth-Schichten zu schmücken. Diese Philosophie prägt ihren Workflow und stellt sicher, dass das Songwriting im Mittelpunkt jeder Produktion steht.
Sobald das Fundament steht, geht das Duo in den Produktionsmodus über, schichtet Harmonien und experimentiert mit Synth-Texturen. Das Zusammenspiel der beiden zeigt sich in ihrer natürlichen Neigung, Harmonien zu ergänzen und die Gesangsparts zu tauschen – ein weiteres Indiz dafür, dass starke musikalische Grundlagen wichtiger sind als elektronische Verzierungen. Für sie ist der Song alles; die Synths dienen dazu, die Komposition zu unterstützen, nicht zu überdecken.
Moog-Maschinen: Palette und Persönlichkeit
Mit dem Songwriting im Rücken richtet sich der Fokus auf das Moog-Arsenal: Moog One, Muse und Minimoog Model D. Jedes Instrument wird als Charakter im Studio behandelt und bietet eine eigene klangliche Palette. Das Duo beschränkt sich bewusst auf eine Handvoll Synths – ganz im Sinne klassischer 80er-Produktionen, bei denen wenige Geräte den Sound eines ganzen Albums prägten.
Sie erzählen von ihren ersten Begegnungen mit Moog-Geräten – seien es Scheunenfunde oder Studioentdeckungen – und unterstreichen, wie diese Instrumente ihre musikalische Identität geprägt haben. Der Prozess ist durch und durch hands-on: Sie wählen Sounds, schrauben an Filtern und suchen nach dem perfekten Patch für den Song. Das Video macht klar, dass diese Moogs nicht nur Werkzeuge, sondern kreative Partner mit eigenen Macken und Stärken sind.
Die Wahrheit der Haptik: Warum Hardware zählt
Ein wiederkehrendes Thema ist das unersetzliche Gefühl echter Hardware. Beide Musiker sind sich einig, dass das Drehen echter Regler und das Spüren der Tastatur eine Authentizität bringt, die Plugins nicht erreichen. Die haptische Interaktion mit Moog One, Muse und Minimoog Model D wird Teil der Performance und beeinflusst sowohl den Sound als auch den kreativen Flow.
Sie sprechen darüber, wie jeder Synth anders reagiert – manche sind schnell und direkt, andere nuancierter – und machen Sounddesign so zu einem physischen, fast instinktiven Prozess. Für Flight To London ist der Hands-on-Ansatz nicht nur nostalgisch, sondern essenziell, um die emotionale Tiefe und den Charakter ihrer Musik einzufangen. Das Video plädiert subtil für den Wert analoger Hardware im digitalen Zeitalter, besonders für alle, die den direkten Kontakt zu ihren Instrumenten suchen.

"There's something about getting your hands on a hardware synth."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Nostalgie trifft Jetzt: Die Kunst des modernen Retro

"What Moog is taking something that's rooted in tradition of analog history and then pushing it forward."
© Screenshot/Zitat: Moogsynthesizers (YouTube)
Die Zusammenarbeit von Flight To London ist ein Balanceakt zwischen Ehrfurcht vor der Vergangenheit und dem Drang, nach vorne zu gehen. Ihr Sound ist tief in den 80er-Synthpop-Einflüssen verwurzelt, doch die Produktionstechniken sind klar in der Gegenwart verankert. Besonders die Moog Muse wird als Überraschung hervorgehoben, mit einer Persönlichkeit, die sich auch unter vielen Synths durchsetzt.
Der Ansatz des Duos spiegelt die Philosophie von Moog Music selbst wider: Analog-Tradition ehren und zugleich Innovation wagen. Durch die bewusste Begrenzung ihres Setups und den Fokus auf praktische Arbeit fangen sie das berühmte „Blitz in der Flasche“-Gefühl ein – komplexe, satte Texturen, die Nostalgie wecken, aber nicht altbacken wirken. Das Ergebnis ist Musik, die vertraut und zugleich frisch klingt – ein Beweis dafür, was passiert, wenn klassische Geräte auf zeitgenössische Kreativität treffen.
Zum YouTube Video:
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https://www.youtube.com/MoogSynthesizers
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