MusicRadar Tech entfesselt den EP-40 Riddim & Ting: Dub-Traum oder Genre-Gimmick?

28. November 2025

SPARKY

MusicRadar Tech entfesselt den EP-40 Riddim & Ting: Dub-Traum oder Genre-Gimmick?

Teenage Engineering schlägt wieder zu – diesmal mit dem EP-40 Riddim Sampler und dem EP-2350 Ting-Mikrofon, direkt ins Herz der Dub-Reggae-Szene. MusicRadar Tech, bekannt für klare Worte, nimmt diese kompakten Party-Tools unter die Lupe und fragt: Ist das nur eine Spielerei oder ein echtes Klangwerkzeug für die Straße? Hier gibt’s scharfe Meinungen, eine Prise Sarkasmus und mehr Delay als bei der Deutschen Bahn. Wer wissen will, was diese reggae-inspirierten Gadgets wirklich taugen, ist im richtigen Bunker gelandet.

Dub aus der Box: Erste Eindrücke

Teenage Engineerings neuestes Duo, der EP-40 Riddim Sampler und das EP-2350 Ting-Mikrofon, platzen mit der Subtilität einer Soundanlage um 3 Uhr morgens auf die Bühne. MusicRadar Tech macht keine halben Sachen – das ist nicht einfach nur ein Plastikspielzeug, sondern eine batteriebetriebene, genreübergreifende Kiste, die mit einem schrägen Lo-Fi-Mikro gratis geliefert wird (zumindest vorerst). Das Ting ist kein billiges Extra; es bringt eigene Samples, Push-Button-Effekte und einen Gain-Regler mit, der nach Anschlag schreit.

Der Einfluss von Reggae und Dancehall ist unübersehbar, aber lass dich vom thematischen Look nicht täuschen – hier steckt mehr drin als nur Style. Die Onboard-Sounds, LED-Feedback und die unverzichtbare Dub Siren zeigen: Diese Kiste ist für Spaß gebaut. Wer sofortige Vibes und ein bisschen Chaos sucht, ist hier richtig. Aber wie immer bei Teenage Engineering bleibt die Frage: Geht es tiefer als nur der Hype an der Oberfläche?

Das Ting ist ein echt cooles kleines Lo-Fi-Mikrofon.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Supertone Engine: Synth-Power inside

Es ist irgendwie neu für Teenage Engineering, Sound-Generierung in diese kleinen Sampler zu packen, also ziemlich cool.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Jetzt wird’s spannend. Die Supertone Engine ist nicht nur ein Marketing-Gag – hier steckt ein echter Synthesizer drin. Das ist ein Novum für Teenage Engineerings Mini-Sampler und eröffnet Sounddesignern neue Möglichkeiten, wenn sie bereit sind, sich die Hände schmutzig zu machen.

MusicRadar Tech hebt hervor, dass die Samples selbst von Künstlern kuratiert und hochwertig produziert wurden. Aber es ist der Synth-Engine-Part, der der Kiste das gewisse Etwas verleiht – damit kann man aus den vorgegebenen Reggae-Loops ausbrechen und eigene Sounds verbiegen. Wer aus dem Genre-Käfig ausbrechen will, findet hier sein Ticket.

Soundqualität: Sauber oder zu sauber?

Kommen wir zum Sound. Der Riddim liefert knackige, druckvolle Samples und eine Synth-Engine, die mehr kann als nur Show. MusicRadar Tech lobt die kuratierten Sounds und den Spaßfaktor – das Teil ist eine Jam-Maschine, egal ob für Dub, Drum & Bass oder um die WG zu nerven.

Aber hier kommt der Haken: Trotz aller Lo-Fi-Ambitionen fehlt der letzte Hauch Dreck, den echte Dub-Fans lieben. Wer es richtig schmutzig will, muss mit eigenem Distortion und Overdrive nachhelfen. Der Riddim macht Spaß, aber ohne Zusatzgeräte wird aus deinem Studio kein King Tubby-Echo-Labor.


Delay bis zum Abwinken: Effekte und Dub-Tricks

Kein Dub-Tool ohne Delay – und der EP-40 liefert hier richtig ab. MusicRadar Tech stellt klar: Das Delay ist der Star, überall auf den Presets verteilt und bereit, deine Beats ins All zu schicken. Reverb, Distortion, Chorus, Flanger, Kompressor und Phaser runden das Effektpaket ab, dazu gibt’s High- und Lowpass-Filter für noch mehr Spielraum.

Es geht nicht nur um Quantität – die Effekte sind druckvoll und schnell zuschaltbar, das klassische Space-Echo-Feeling ist sofort da. Wer’s albern mag, findet sogar Pixie- und Robot-Modi. Aber mal ehrlich: Das Delay macht die Kiste zur Dub-Waffe. Für den vollen Effekt sollte man sich das Video reinziehen – Text kann das Echo nicht ersetzen.

Das Delay ist wahrscheinlich mein Lieblingsteil. Sollte meiner Meinung nach überall drauf sein.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Lernkurven und Namenschaos

Wenn du startest, brauchst du den Spickzettel.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Natürlich wäre es kein Teenage Engineering-Produkt ohne ein paar Eigenheiten. MusicRadar Tech spricht das Namensproblem offen an – „Riddim & Ting“ laut auszusprechen, ist schon fast peinlich. Zum Glück kann man einfach EP-40 sagen und die Würde behalten.

Wichtiger ist aber: Der Workflow ist alles andere als selbsterklärend. Ohne Spickzettel geht am Anfang wenig, und das Interface ist erstmal ein kleiner Kampf. Positiv: Das neue Gehäuse ist ein klarer Fortschritt gegenüber der fummeligen KO2-Verpackung, und die Verarbeitung stimmt. Wer bereit ist, sich durch die Lernkurve zu kämpfen, wird belohnt – aber auf Plug-and-Play sollte man nicht hoffen.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/musicradar-tech-unleashes-the-ep-40-riddim-ting-dub-dreams-or-genre-gimmick/
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