MusicRadar Techs MPC XL Test: Studio-Schwergewicht oder überteuerter Dinosaurier?

21. Januar 2026

SPARKY

MusicRadar Techs MPC XL Test: Studio-Schwergewicht oder überteuerter Dinosaurier?

MusicRadar Tech hat Akai’s neuen MPC XL in den Bunker gezerrt – und eines ist klar: Dieses Teil will nicht nett spielen. Mit doppeltem RAM, einer Menge neuer Bedienelemente und den ausdrucksstarken MPCe-Pads will der XL das Studio dominieren. Aber ist das wirklich ein Upgrade oder einfach nur ein teurer, schwerer Klotz? Wir nehmen die wichtigsten Features, Workflow-Änderungen und die Frage unter die Lupe, warum der MPC Live vielleicht trotzdem die bessere Wahl ist. Wer eine portable Groovebox sucht, kann gleich weitergehen – aber wer ein Herzstück für sein Setup will, sollte dranbleiben. Wie immer bleibt MusicRadar Tech scharf, ehrlich und ein bisschen frech.

Flaggschiff-Alarm: Der XL ist da

Akais MPC XL ist auf der Bildfläche erschienen und verspricht nach Jahren kleiner Tweaks und Limited Editions endlich ein echtes Refresh für das Flaggschiff MPC X. MusicRadar Tech macht sofort klar: Hier geht es nicht nur um Kosmetik – das ist ein ernstzunehmendes Upgrade. Der XL ist sowohl Nachfolger des X als auch eine aufgebohrte Alternative zum MPC Live III. Größer, schwerer und definitiv nichts für den Rucksack-Jam beim Kumpel.

Aber es geht nicht nur um Größe. Der XL bringt eine Reihe neuer Features und Workflow-Änderungen mit, die seinen Flaggschiff-Status rechtfertigen sollen. MusicRadar Tech stellt klar: Das ist ein Studiomonster, kein tragbares Spielzeug. Wer ein Herzstück für sein Setup sucht, bekommt hier einen echten Anwärter. Die Bühne ist bereitet für einen direkten Vergleich mit den Vorgängern – inklusive Stärken und Schwächen.

Das ist in jeder Hinsicht ein Studio-Zentrum.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Pads, Power und Performance: Was ist neu?

Sie fühlen sich wirklich gut an. Und sie sind hier immer noch großartig.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Das Highlight des XL sind die neuen MPCe-Pads – Multi-Expression-Monster, mit denen man Samples, Modulationen und Rolls mit einer Nuance triggern kann, die längst überfällig war. Diese Pads sind kein Gimmick, sondern ein echter Fortschritt: Quadranten, mehr Ausdruck, direkter Zugriff – was ältere MPCs nur träumen konnten. Wer die Pads des Live III mochte, fühlt sich hier sofort zuhause.

Unter der Haube gibt’s ordentlich Power: Acht-Kern-Prozessor, 16 GB RAM (doppelt so viel wie der Live III) und 256 GB Speicher. Das lässt Plugin-Fans und Sample-Sammler grinsen. Der XL ist gebaut für große Sessions, dicke Projekte und jede Menge Effekte. MusicRadar Tech bringt es auf den Punkt: Das ist ein Studiowerkzeug, kein batteriebetriebener Straßenmusiker-Kasten.

Step-Sequencing auf neuem Level

Der neue Step-Sequencer-Workflow ist das kreative Herzstück des XL. Mit 16 Q-Link-Drehreglern – jeder mit eigenem Display – kann man tief in Drum-Programming, Noten-Sequencing und Clip-Launching eintauchen, ohne sich durch Menüs zu verirren wie ein Raver im Strobo. Die erweiterten Bedienelemente erlauben komplexe Patterns, Nudge, Probability und mehr – alles ohne Stress.

MusicRadar Tech merkt an: Der Step-Sequencer ist nicht perfekt – die Sichtbarkeit unter Studiolicht könnte besser sein, und bei der Button-Beschriftung gibt’s Eigenheiten. Aber das Hands-on-Feeling, besonders beim Sequenzen von externem Gear via CV oder MIDI, ist ein echter Gewinn. Wer Beats von Grund auf bauen oder Modulars steuern will, bekommt hier ein echtes Werkzeug. Für den vollen Workflow-Zauber (und die kleinen Patzer) sollte man das Video schauen – manches lässt sich nicht in Text pressen.

Ich habe Mühe zu erkennen, was leuchtet und was nicht, ohne meine Hände drüberzuhalten.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Anschluss satt: XL als Studio-Zentrale

Wer Kabel liebt, wird den XL feiern. MusicRadar Tech zählt auf: Kombi-XLR/TRS, zusätzliche TRS-Buchsen, acht Ausgänge, RCA, Footswitches und satte sechs MIDI-Ports. Die CV-Konnektivität ist gegenüber dem Live III verdoppelt – ein Modularfreund par excellence. Oben gibt’s sogar Hands-on-Audio-Routing, damit man nicht ständig ins Menü muss.

Das Layout des XL ist für den festen Studioeinsatz gemacht, nicht für den schnellen Jam zwischendurch. Ein größeres, neigbares Touchscreen und mehr Bedienelemente als man zählen kann. Das Metering ist verbessert, der zusätzliche USB-Port ein nettes Extra. Wer ein Herzstück für sein Studio sucht, ist hier richtig. Aber zum Herumtragen braucht man schon Muckis.


Portabilität vs. Power: Die Kompromisse des XL

Für eine Maschine, die viele Wege bietet, das Gleiche zu tun, ist das im Vergleich ein spürbares Versäumnis.

© Screenshot/Zitat: Musicradartech (YouTube)

Hier zeigt der XL seine Stärken – und seine Grenzen. MusicRadar Tech ist ehrlich: Wer Beats im Bus bauen will, bleibt besser beim MPC Live. Der XL verzichtet auf Akku und Lautsprecher, ein eingebautes Mikro gibt’s auch nicht. Schade, denn der Speaker des Live klingt tatsächlich ordentlich (ausnahmsweise), und das Quick-Sample-Mikro ist für spontane Ideen Gold wert.

Für Studio-Fans könnten die Extra-Power, mehr Kontrolle und Anschlüsse aber den Aufpreis rechtfertigen. Günstig ist der XL nicht, aber man bekommt ein robustes, massives Herzstück mit durchdachtem Workflow. Das Design polarisiert – retro-hässlich, aber irgendwie cool. Fazit: Wer portablen Spaß will, bleibt beim Live. Wer ein Flaggschiff sucht, das alles wegsteckt (und Strom braucht), findet im XL einen echten Kandidaten.

Übersetzt aus dem Englischen. Den Originalbeitrag findest du hier: https://synthmagazine.com/musicradar-techs-mpc-xl-review-studio-heavyweight-or-overpriced-dinosaur/
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