Novation Circuit Rhythm: Breakbeats zerschneiden, neu sequenzieren und Dub-Techno live jammen

11. April 2025

LYRA

Novation Circuit Rhythm: Breakbeats zerschneiden, neu sequenzieren und Dub-Techno live jammen

Novations Circuit Rhythm tritt als samplebasierte Groovebox ins Rampenlicht, und in diesem offiziellen Video wird sie weit über das klassische Beatmaking hinaus als kreatives Werkzeug für Dub-Techno-Manipulationen genutzt. Dylan nimmt einen klassischen Breakbeat und verwandelt ihn mithilfe von Slice-Mode und Pattern-Tools in eine Reihe von sich entwickelnden, performancebereiten Grooves. Novations praxisorientierte, künstlerzentrierte Philosophie ist deutlich spürbar: Der Workflow ist schnell, direkt und sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Produzenten gedacht. Wer wissen will, wie Circuit Rhythms Sample-Manipulation und Pattern-Chaining Tracks aufwerten können, bekommt hier einen klaren, sachlichen Einblick in die wichtigsten Stärken.

Vom Breakbeat zum Dub-Techno: Circuit Rhythm als kreative Spielwiese

Das Video beginnt mit Dylan, der den Novation Circuit Rhythm als sein bevorzugtes Werkzeug vorstellt, um klassische Breaks in etwas Neues zu verwandeln – konkret im Dub-Techno-Kontext. Sofort wird klar: Das Gerät ist nicht nur ein Sample-Player, sondern ein kreatives Zentrum, um Loops in neue rhythmische Ideen zu verwandeln. Dylan lädt einen Breakbeat auf Spur acht und versieht ihn mit etwas Reverb, um die passende Atmosphäre zu schaffen.

Bemerkenswert ist, wie schnell Circuit Rhythm vom Sample-Import zur direkten Bearbeitung übergeht. Der Workflow ist unmittelbar: Pad auswählen, Klang anpassen und bereit für tiefergehende Bearbeitung. Damit ist die Grundlage für den Rest des Videos gelegt, in dem gezeigt wird, wie die Sample-Slicing- und Sequencing-Funktionen aus einer einfachen Schleife ein Experimentierfeld für Grooves machen.


Slice-Mode, Pattern-Einstellungen und Ping-Pong-Playback: Das rhythmische Werkzeugset

Dylan demonstriert den Slice-Mode des Circuit Rhythm, der einzelne Sample-Slices auf die Pads legt und so sofortigen Zugriff auf jede Transiente des Breaks ermöglicht. Hier zeigt sich die digitale Architektur des Geräts: Das Sample wird auf das Projekttempo angepasst, im Notenmodus können direkt Patterns aus den Slices gebaut werden.

Anschließend werden die Pattern-Einstellungen erkundet, mit Fokus auf eine Vier-Schritt-Sequenz und die Aktivierung des Ping-Pong-Playbacks. Dieser Modus spielt das Pattern vorwärts und dann rückwärts ab und verleiht selbst kurzen Sequenzen einen Call-and-Response-Charakter. Die Möglichkeit, Patterns schnell zu verlängern und weitere Slices hinzuzufügen, hält den Workflow flüssig – ohne Menü-Tiefen oder Kreativitätsunterbrechungen.

Wir können das Pattern auch auf Ping-Pong stellen. Dann werden die Slices vorwärts und dann rückwärts abgespielt.

© Screenshot/Zitat: Novationtv (YouTube)

Pattern-Chaining und Szene-Jamming: Komplexität live aufbauen

Was ich an diesem Ansatz mag, ist, dass es eine wirklich schnelle Möglichkeit ist, Variationen des Songs zu erstellen, und man kann…

© Screenshot/Zitat: Novationtv (YouTube)

Das Herzstück des Videos ist Dylans Demonstration, wie sich aus demselben Breakbeat mehrere Pattern-Variationen erstellen lassen. Er sequenziert neue Patterns manuell, sucht nach alternativen Kicks, Ride-Hits und Snare-Buzzes, um unterschiedliche rhythmische Stimmungen zu erzeugen. Jedes Pattern, obwohl aus dem gleichen Ausgangsmaterial gebaut, bringt eine eigene Energie mit – und zeigt, wie Circuit Rhythms Architektur sowohl subtile als auch markante Variationen mit minimalem Aufwand ermöglicht.

Sobald drei Patterns erstellt sind, werden sie verkettet und mit Mixer- und Szenenmodi arrangiert und getriggert. Hier wird die Performance-Ausrichtung des Circuit Rhythm deutlich: Szenen lassen sich mit oder ohne bestimmte Patterns speichern, was schnelle Übergänge zwischen Songabschnitten ermöglicht. Die Bedienoberfläche erlaubt schnelles Szenenwechseln und spontanes Jammen – ideal für Live-Sets und Studio-Sessions.

Der Workflow bleibt dabei stets hands-on und intuitiv. Externe Editoren oder tiefe Menüs sind nicht nötig; alles ist direkt am Gerät zugänglich. Dieser Abschnitt zeigt, wie Circuit Rhythm zum Herzstück dynamischer, sich entwickelnder Performances werden kann – egal ob beim Aufbau eines Tracks oder beim spontanen Zerlegen im Live-Kontext.

Zugängliche Workflows für alle Levels: Vom ersten Loop zur fertigen Performance

Das Tutorial endet mit der Betonung, dass Circuit Rhythms Workflow sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Produzenten geeignet ist. Dylan fasst den Prozess zusammen: Mit einem Breakbeat starten, Slice-Mode für Variationen nutzen und mit Szenen komplette Songabschnitte gestalten. Das Design des Geräts lädt zum Experimentieren ein und macht es einfach, jedem Performance-Setup einen lebendigen, energetischen Drum-Charakter zu verleihen.

Novations Ansatz ist dabei praxisnah und inklusiv. Das Video macht deutlich, dass keine tiefgehenden Technikkenntnisse nötig sind, um kreative Ergebnisse zu erzielen – nur die Bereitschaft, zu entdecken. Ob beim Live-Jam oder beim Skizzieren im Studio: Circuit Rhythm bietet einen schlanken, zugänglichen Weg vom Rohsample zum fertigen Groove.

Es ist eine wirklich spaßige Möglichkeit, einer Performance einen lebendigen, energetischen Drum-Charakter zu verleihen.

© Screenshot/Zitat: Novationtv (YouTube)

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